Olympische Helden als tschechische Inspiration
Dienstag, 21. Juni 2011
Artikel-Zusammenfassung
Tomáš Pekhart verriet UEFA.com vor dem Halbfinale gegen die Schweiz das Motivations- und Erfolgsgeheimnis der Tschechischen Republik - es sind die Erfolge der olympischen Helden des Landes.
Top-Medien-Inhalte des Artikels
Artikel-Aufbau
Vor dem Halbfinale am Mittwoch in Herning gegen die Schweiz gewährte Tomáš Pekhart UEFA.com einen Einblick ins tschechische Team. Er erklärte, dass die wichtigsten Vorbilder bei der UEFA-U21-Europameisterschaft die olympischen Helden des Landes und ihre Erfolge sind.
Während der Vorbereitung auf das wichtige Spiel zeigte Trainer Jakub Dovalil seinen Spielern eine DVD mit den größten tschechischen Triumphen bei den vergangenen Olympischen Spielen. Darunter waren so großartige Leistungen, wie die der Ski-Langläuferin Kateřina Neumannová, die 2006 Gold in Turin gewann oder den sensationellen Triumph der Eishockey-Nationalmannschaft bei den Winterspielen in Nagano 1998.
"Es waren einfach ein paar Eindrücke, die uns zusätzlich motivieren sollen, gerade auf der mentalen Ebene. Ich denke, das hat funktioniert, ich hatte jedenfalls eine Gänsehaut", gestand Pekhart anschließend, der beim Triumph der heimischen Kufenstars gerade acht Jahre alt war.
"Natürlich erinnert sich jeder an 1998. Das war vielleicht der größte Erfolg, den wir je erreicht haben im Eishockey. Selbstverständlich wollen wir einen ähnlichen Erfolg, aber dazu müssen wir uns erst für London 2012 qualifizieren. Mit zehn Jahren musste ich mich zwischen Eishockey und Fußball entscheiden, ich hoffe, es war die richtige Wahl."
Bislang hatte der Stürmer keinen Grund, sich zu beklagen. Auch wenn er sich bei Tottenham Hotspur FC nicht durchsetzen konnte, so empfahl sich Pekhart bei seinem Heimatklub AC Sparta Praha für die deutsche Bundesliga und erhielt vom 1. FC Nürnberg einen Vierjahresvertrag.
Doch bevor das Projekt Bundesliga in Angriff genommen wird, gibt es in Dänemark noch eine Mission zu erledigen. Nach seinem 2:1-Siegtreffer gegen England will er auch in der Runde der letzten Vier sein Torekonto weiter ausbauen.
"Mit jedem Tor wächst das Selbstvertrauen eines Stürmers, da fühlt man sich natürlich gut", erklärte der 22-Jährige. "Die ersten beiden Spiele waren schwer für mich. Ich bekam wenig Bälle und konnte nicht viel zeigen. Darum saß ich im dritten Spiel zuerst auf der Bank. Der Trainer wollte mich als letzten großen Trumpf, und wie man sieht, hat es funktioniert."
Pekhart, der in der Qualifikation und im Turnier insgesamt schon neun Mal getroffen hat, hatte maßgeblichen Anteil daran, dass der tschechische Angriff der Zweitbeste in Dänemark ist. Diese Skrupellosigkeit vor dem Tor wird auch bitter nötig sein, geht es doch gegen die Schweizer Defensive, die bei der Europameisterschaft noch kein Gegentor hinnehmen musste. "Sie haben eine starke Mannschaft, aber ich denke, ihre Gruppe war etwas leichter. Die letzten 20 Minuten gegen England haben uns nach den schweren Spielen viel Selbstvertrauen zurückgegeben."