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Shaqiri zwischen Träumen und Realität

Ein Tor erzielt im ersten Spiel gegen Gastgeber Dänemark, dazu die Vorarbeit zum 1:0 gegen Island: Xherdan Shaqiri vom FC Basel 1893 ist immer mehr der Hoffnungsträger der "Kleinen Nati".

Xherdan Shaqiri ist bislang der überragende Schweizer Spieler
Xherdan Shaqiri ist bislang der überragende Schweizer Spieler ©Getty Images

Ein Tor erzielt im ersten Spiel gegen Gastgeber Dänemark, dazu die Vorarbeit zum 1:0 gegen Island: Xherdan Shaqiri vom FC Basel 1893 ist immer mehr der Hoffnungsträger der "Kleinen Nati" und der wahrscheinlich bis dato beste Spieler der UEFA-U21-Europameisterschaft in Dänemark, was er jedoch etwas anders sieht: "Ich, bester Spieler bis jetzt? Tja, das ist vielleicht zu viel des Guten."

Der Mittelfeldspieler lobte vielmehr seine Teamkollegen, die bei dieser Endrunde dabei sind: "Wir haben viele gute Spieler, die Potenzial haben, und man kann auch sagen, dass einige davon die besten Spieler dieser EM sind. Wir sind die einzige Mannschaft, die keine Tore kassiert hat, und daher sieht man, dass wir nicht nur offensiv, sondern auch defensiv sehr gut sind."

Shaqiri ist erst 19 Jahre alt, hat aber schon viele Trophäen gewonnen: "Ich habe schon zwei Mal die Meisterschaft und einmal den Schweizer Pokal mit Basel gewonnen." Auch den schönsten Moment seiner bisherigen Karriere hat er dem Schweizer Meister zu verdanken: "Ich habe zwar eine WM mit der Schweiz erlebt, aber die allerbeste Erinnerung war, in der Champions League zu spielen."

Der Basler weiß natürlich, dass die Bundesliga, die Premier League und die spanische Liga gerade die besten Ligen Europas sind, und er würde gerne mal mit den Stars des FC Barcelona auflaufen, insbesondere mit einem Profi: "Lionel Messi, ich würde gern mit ihm zusammenspielen. Er ist ein super Fußballer und auch als Mensch ist er zu bewundern. Wenn er gefoult wird, steht er gleich auf und spielt weiter."

Der 19-Jährige ist sich bewusst, dass er bei dieser EM eine Hauptrolle spielt: "Für mich war immer klar, dass ich von der A-Nationalmannschaft in die U21 gekommen bin, um der Mannschaft zu helfen." Und das ist für ihn kein Abstieg, sondern "eine Ehre, für die Schweiz zu spielen, in jedem Turnier und in jedem Spiel, wo ich kann".

Um ein großartiger Spieler zu werden, braucht man auch eine solide Basis, und dabei dankt er vor allem seiner Familie: "Sie hat die wichtigste Rolle für meine Karriere gespielt. Sie ist bis jetzt immer hinter mir gestanden und hat mich nicht unter Druck gesetzt. Für einen jungen Spieler ist es wichtig, dass er auch selbst entscheiden kann."

Die Schweiz gehört bei der EM zu den spielerisch stärksten Teams, und dieses Gefühl hat Shaqiri auch: "Es gibt viel Positives in diesem Team. Wir sind auf einem guten Weg. Im Moment sehe ich keine negativen Aspekte." Belarus, am Samstag der nächste Gegner der Schweiz, ist auf jeden Fall gewarnt: "Viele unterschätzen uns. Wir sind ein kleines Land, aber wir haben gute Spieler. Viele spielen im Ausland und haben internationale Erfahrung."

Im Jahr 2002 wurde die Schweizer U17 mit Trainer Markus Frei, dem Vater des aktuellen U21-Spielers Fabian Frei, Europameister - und wo? Genau in Dänemark - wenn das kein gutes Omen ist für Shaqiri und Co.

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