U21-Triumph einer von Čechs Karriere-Höhepunkten
Freitag, 10. Juni 2011
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Torhüter Petr Čech von Chelsea FC erzählt im Gespräch mit UEFA.com, dass der Finalsieg 2002 mit der U21 der Tschechischen Republik noch immer zu "einem der schönsten Triumphe" seiner Karriere zählt.
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Petr Čech hat in seiner langen und erfolgreichen Zeit bei Chelsea FC schon viel erlebt, aber wenn der Schlussmann auf seine größten Erfolge zurückblickt, gehört der Titelgewinn mit der Tschechischen Republik bei der U21-Europameisterschaft 2002 sicherlich dazu.
Čech zeigte in Basel damals eine überragende Leistung, als sich seine Mannschaft gegen Frankreich ein 0:0 erkämpfte und sich anschließend mit 3:1 nach Elfmeterschießen den Titel sicherte. Der Torhüter hielt zwei Elfmeter. "Das ist immer noch einer der schönsten Triumphe meiner Karriere", sagte er zu UEFA.com. "Ich habe in den letzten sieben Jahren für eine der besten Mannschaften der Welt gespielt. Ich habe habe dreimal die Meisterschaft geholt und dreimal den englischen Pokal gewonnen. Es liegen viele Siege hinter mir, aber dieser Erfolg ist und bleibt etwas ganz Besonderes".
Die Tschechen hatten ihr Auftaktspiel mit 0:2 gegen die Franzosen verloren und zogen gerade so ins Halbfinale ein. Gegen Belgien feierte das Team einen knappen Erfolg und gegen Griechenland hieß es am Ende Unentschieden. Doch letztendlich standen sie im Halbfinale und erspielten sich dort eine 2:0-Führung gegen Italien. Die Italiener stellten jedoch den Ausgleich wieder her, bis Michal Pospíšil in der Verlängerung eine dramatische Partie zu Gunsten der Tschechen entschied.
"Glücklicherweise haben wir die Achterbahnfahrt gegen Italien für uns entschieden, das war ein psychologischer Wendepunkt", erinnerte sich der 29-jährige Čech. "Wir gingen mit neuer mentaler Energie ins Endspiel. Wir wussten, dass wir das Schlimmste überstanden hatten. Das Finale war die Belohnung für unsere harte Arbeit während des Turnieres und für die vorangegangenen Qualifikationsspiele".
Im Jahr 2000 gingen die Tschechen im Finale als Verlierer vom Platz, aber Čech schwärmte davon, wie motiviert sie waren, im kommenden Turnier den letzten Schritt zu machen. "Wir wollten im Finale einfach nur Spaß haben", erzählte er. "Es war ein Traum im Finale zu stehen, aber als wir in der Schweiz ankamen, hätte es nie einer für möglich gehalten, dass dieser Traum wahr werden könnte. Wir wussten, wir haben eine gute und starke Mannschaft, aber keiner hätte auch nur im Traum an das Endspiel gedacht. Doch dann wurde dieser Traum auf einmal Wirklichkeit."
Čech glaubt, dass die eingeschränkte Finanzkraft der tschechischen Vereine ein Vorteil für die U21-Mannschaft ist. Er selbst zum Beispiel brach mit gerade mal 19-Jahren bei AC Sparta Praha seinen ersten Rekord, als das Team 13 Spiele in Folge ungeschlagen blieb. Auch seine Teamkollegen profitierten von der Erfahrung aus unzähligen Pflichtspielen auf Vereinsebene, die sich letztlich beim Turnier 2002 auszahlen sollte.
"Die meisten Nationalspieler verließen die Liga, um im Ausland zu spielen", blickte er zurück. "Dieser Exodus ermöglichte den 18 bis 21-Jährigen, in der heimischen ersten Liga zu spielen. Das ist nicht in jedem Land in Europa Standard, und das dürfte ein Vorteil für uns gewesen sein. Der Großteil unseres Teams spielte ohnehin schon in der A-Nationalelf, wodurch wir bereits viel Erfahrung vor dem Turnier sammeln konnten."
Čech, der während des Turniers 20 Jahre alt wurde, nähert sich jetzt zwar mit großen Schritten dem 30. Lebensjahr, doch auch im Rückblick ist er immer noch unheimlich Stolz auf diesen Titel. "Ich repräsentierte mein Land und wurde Europameister", schwärmte er. "Für mich spielt es keine Rolle, dass es nicht mit der A-Nationalmannschaft war. Dieser Titel ist trotzdem sehr bedeutend und nicht jeder macht die Erfahrung, so stolz auf sich und sein Land zu sein."