Schweiz gestählt und voller Vorfreude
Dienstag, 17. Mai 2011
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Pierluigi Tami erwartet bei der UEFA-U21-Europameisterschaft keine Wunder, doch der Trainer ist überzeugt davon, dass die Schweiz "den Willen und die Qualität hat, um weit zu kommen."
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Mit dem Sieg bei der FIFA-U17-Weltmeisterschaft in Nigeria sorgte die Schweiz weltweit für Schlagzeilen, doch wenn in Dänemark jetzt die UEFA-U21-Europameisterschaft beginnt, sieht Trainer Pierluigi Tami seine Auswahl in einer Außenseiterrolle.
Die Mannschaft trifft sich am 31. Mai für ein einwöchiges Trainingslager in Saillon und reist am 8. Juni zu der Endrunde, wo sie drei Tage später ihr Auftaktspiel in der Gruppe A gegen den Gastgeber bestreitet. "Wir setzen uns nicht unter Druck", so der 49-Jährige. "Wir reisen nach Dänemark und wollen uns dort gut verkaufen, aber wir sind nicht der Favorit. Diese EURO ist eine große Chance für uns. Wir haben hart dafür gearbeitet und müssen jetzt so weitermachen."
Tami will sich an Spekulationen über ein mögliches Abschneiden seiner Mannschaft nicht beteiligen und sieht die Ausgangssituation vor dem Turnier so: "Wir werden das Beste daraus machen und Spaß an der Teilnahme haben. Wir könnten in Dänemark etwas Unvergessliches erleben. Unser Ziel ist es, unter die ersten Drei zu kommen, denn dann wären wir für die Olympischen Spiele 2012 qualifiziert. Aber das wird sehr schwierig."
Wie weit die Schweiz bei der EM-Endrunde tatsächlich kommt, hängt auch davon ab, welche Spieler Tami zur Verfügung hat. Einige seiner Akteure haben sich mittlerweile in der A-Nationalmannschaft unter Ottmar Hitzfeld bewährt und so ist es möglich, dass François Affolter, Moreno Costanzo, Eren Derdiyok, Xherdan Shaqiri und Valentin Stocker am 4. Juni für das Qualifikationsspiel zur UEFA EURO 2012 gegen England nominiert werden. Ob sie dann noch zur U21 nachreisen, ist derzeit offen.
Tami geht aber selbstbewusst an die Sache heran: "Ich denke, ich habe einen vernünftigen Kader mit einer sehr positiven Einstellung. Dies ist auch ein Grund für den bisherigen Erfolg. Die Mannschaft ist in der Lage, sich zu quälen und sich gegenseitig zu helfen. Wir haben den Willen und die Qualität, um in diesem Wettbewerb weit zu kommen.
Zunächst aber gilt es, die Gruppe A zu überstehen. "Unsere Gruppe ist nicht einfach", analysiert Tami. "Dänemark als Gastgeber wird stark und schwer zu schlagen sein, Island hat gegen Deutschland in der Qualifikation gewonnen und zuletzt auch England geschlagen. Und Belarus konnte sich in den Play-offs gegen Italien durchsetzen." Es sind also alles schwierige Gegner, doch wer bei Tami zwischen den Zeilen lesen kann, der merkt schnell, dass die Schweiz sicherlich kein Punktelieferant sein wird.