Traumstart für schwedische U21
Mittwoch, 17. Juni 2009
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Schweden - Belarus 5:1
Mit einem überragenden Marcus Berg gewann Gastgeber Schweden sein Auftaktspiel bei der U21-EM überzeugend gegen Belarus.
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Schweden gewann das erste Spiel bei der UEFA-U21-Europameisterschaft im eigenen Land mit einem spektakulären 5:1 über Belarus im Malmö New Stadium. Überragender Mann war dabei Marcus Berg, dem ein Dreierpack gelang.
Berg brilliert
Schon vor der EURO galt Berg als der Hoffnungsträger der Schweden und heute wurde er den Vorschusslorbeeren schnell gerecht. Mit einer Glanzleistung und drei Toren war er der Mann des Abends. Dabei war Belarus zunächst in Führung gegangen. Wie aus dem Nichts traf Sergei Kislyak in der 33. Minute mit einem Traumtor, das für die Hausherren nicht mehr als ein Weckruf gewesen sein sollte. Die Antwort folgte nämlich auf den Fuß. Nur 60 Sekunden nach der Führung der Gäste beförderte Aleksandr Martynovich nach einem Schuss von Rasmus Elm den Ball zum Ausgleich ins eigene Netz, ehe Berg in der 38. und 44. Minute klarstellte, wer Herr im Haus ist. Im zweiten Durchgang folgten weitere herrliche Treffer von Berg und Gustav Svensson. Die schwedischen Fans waren am Ende restlos zufrieden und träumen nun sicher davon, es den Niederlanden gleich zu tun, die bei der vorigen EM vor zwei Jahren vor heimischem Publikum den Titel holten.
Weckruf durch Kislyak
Dabei fing das Spiel zunächst recht gemächlich an. Schweden, das als Gastgeber automatisch qualifiziert war, hatte seit Oktober 2006 kein Pflichtspiel mehr auf U21-Ebene bestritten und begann zunächst abwartend. Erst in der 29. Minute erspielten sich die Hausherren mit einem herrlichen Angriff die erste klare Möglichkeit. Emir Bajrami vergab jedoch aus kurzer Distanz, nachdem Berg und Ola Toivonen ihn mit einem wunderbaren Doppelpass frei gespielt hatten. Drei Minuten später folgte dann der überraschende Führungstreffer für Belarus. Kislyak zog aus 30 Metern ab und zimmerte die Kugel in die Maschen - ein Sonntagsschuss am Dienstagabend.
Schweden zeigen ihre Qualität
Die Gelb-Blauen hatten allerdings die passende Antwort sofort parat. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sie noch keinen Schuss auf das Tor der Gäste gebracht, doch nach dem Rückstand folgten drei Treffer für die Hausherren innerhalb von nur zehn Minuten. Zunächst kam Schweden durch einen von Aleksandr Martynovich abgefälschten Ball, den Elm abgefeuert hatte, noch relativ glücklich - aber dennoch verdient - zum Ausgleich, ehe sie drei Minuten später dann ihr ganzes Potenzial zeigten. Berg setzte sich im Sechzehner gegen drei Gegenspieler durch, ehe er die Kugel vorbei am herausstürmenden Belarus-Schlussmann Pavel Chesnovski in die Maschen beförderte. Der Angreifer vom FC Groningen war aber noch lange nicht fertig. Eine Minute vor Ende der ersten Hälfte erhöhte er auf 2:1. Dieses Mal traf er nach Vorarbeit von Toivonen mit einem tollen Schuss aus der Distanz.
Chancen zum Anschluss
Belarus zeigte nach Anpfiff zur zweiten Hälfte, dass sie sich nicht so einfach geschlagen geben wollten und hatten in der 51. Minute eine gute Möglichkeit, als Kislyak mit einem weiteren Gewaltschuss nur knapp über das Tor zielte. Co-Trainer Georgiy Kondratiev, der für den gesperrten Yuri Kurnenin das Kommando auf der Bank hatte, wechselte daraufhin doppelt aus, um noch einmal für mehr Offensivkräfte zu sorgen. Weißrussland hatte auch zwei gute Möglichkeiten durch Leonid Kovel, doch zweimal war Johan Dahlin zur Stelle und konnte parieren.
Dreierpack von Berg
Neun Minuten vor Schluss schickte Elm dann Berg, der vor Martynovich und Torhüter Chesnovski an die Kugel kam und Letzteren mit einem Lupfer überwinden konnte. Fast hätte der Angreifer sogar einen vierten Treffer nachgelegt, doch dieses Mal konnte Chesnovski seinen Kopfball parieren. Dennoch erhöhte Svensson eine Minute vor Schluss mit einem weiteren Traumschuss zum 5:1-Endstand. Die Gastgeber können also am Freitag selbstbewusst gegen Italien ins Rennen gehen, während Belarus drei Tage Zeit hat, um sich zu erholen, ehe es gegen Serbien geht.