Deutschlands U21 muss um die EM bangen
Samstag, 11. Oktober 2008
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Deutschland - Frankreich 1:1
Die frühe deutsche Führung durch Ashkan Dejagah glich Younes Kabul aus, damit hat Frankreich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel.
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Die deutsche U21-Nationalelf kam im Hinspiel der Play-off-Partie gegen Frankreich in Magdeburg nur zu einem 1:1-Unentschieden und muss damit um die Teilnahme an der UEFA-U21-Europameisterschaft 2009 in Schweden bangen. Die Führung für die DFB-Auswahl erzielte Ashkan Dejagah, zum wichtigen Ausgleichstreffer für die Franzosen, die nun im Rückspiel am 15. Oktober mit dem Heimvorteil die bessere Ausgangsposition haben, traf Younes Kabul.
Frühe Führung
Dieter Eilts Elf wirkte zu Anfang der wichtigen Partie nervös, doch das änderte sich schnell: Nach einer Großchance von Aaron Hunt in der zehnten Minute wurden die Deutschen immer mutiger. Es folgte eine weitere gute Möglichkeit durch Sami Khedira, bevor Ashkan Dejagah in der 14. Minute mit einem abgefälschten Linksschuss von der Strafraumgrenze ins Tor traf.
Neuers Fehler
Keine neun Minuten später aber mussten die Yougster den unglücklichen Ausgleich hinnehmen, der ausgerechnet auf die Rechnung der wieder genesenen Nummer eins, Manuel Neuer vom FC Schalke 04, ging. Nach einem Eckball griff er daneben, so dass es für den Franzosen Younes Kabul kein größeres Problem mehr war, das Leder zu versenken. Die Deutschen begannen das Spiel aus der Hand zu geben und taten sich nach dem Gegentreffer schwer, Druck aufzubauen. Bis zur Halbzeit gab es auf beiden Seiten erst einmal keine großen Chancen mehr.
Zu wenig Druck
In der zweiten Halbzeit bemühte sich die deutsche Elf, das Spiel in den Griff zu bekommen, doch so richtig konnte man die von DFB-Sportdirektor Matthias Sammer im Vorfeld so vehement geforderte Leistungssteigerung im Vergleich zum letzten Spiel gegen Israel (0:0) nicht sehen. Stattdessen setzten die in blau spielenden Franzosen immer wieder gefährliche Konter.
Chancen Mangelware
In der 64. Minute ging der kurz zuvor eingewechselte Toni Kroos im Strafraum der Franzosen zu Boden, der Schiedsrichter hatte aber kein Foulspiel in der Aktion des Gäste-Torhüters gesehen. Wenige Minuten später hatte Mesut Özil die erste gute Chance der zweiten Halbzeit, als er aus knapp 12 Metern abzog, das Tor aber verpasste. Deutschland verkrampfte bis zum Spielende zusehends und war nicht mehr in der Lage, der Partie entscheidende Impulse zu geben, so dass es beim insgesamt leistungsgerechten 1:1-Unentschieden blieb.