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Schweiz mit einem Bein im Halbfinale

Schweiz - Belgien 2:0 Nach dem Sieg über Belgien steht der Gastgeber mit einem Bein im Halbfinale.

Von Andrew Haslam im Brügglifeld-Stadion

Gastgeber Schweiz steht nach einem 2:0-Sieg über Belgien in der Gruppe A bereits mit einem Bein im Halbfinale der UEFA-U19-Europameisterschaft. Kopfballtore von Goran Antic und Arnaud Bühler, die jeweils in der Schlussphase der beiden Halbzeiten fielen, sicherten den Eidgenossen in Aarau drei wertvolle Punkte.

Punktgleich
Damit hat die Mannschaft von Pierre-André Schürmann vier Punkte aus zwei Spielen auf dem Konto und liegt punktgleich mit der Ukraine, die im anderen Spiel des Abends Titelverteidiger Italien 1:0 besiegte, an der Spitze der Gruppe. Am Sonntag treffen beide in Kriens aufeinander und brauchen jeweils nur einen Punkt, um ins Halbfinale einzuziehen.

Reservisten laufen auf
Die Schweiz hatte nach dem 1:1 gegen Italien nur eine Änderung in der Startelf vorgenommen. Guilherme Afonso, der in der Partie am letzten Dienstag - die im gleichen Stadion stattfand - eingewechselt wurde, lief anstelle von Slavisa Dugic in der Startelf auf. Die Belgier Jonathan Legear und Bjorn Vleminckx, die im ersten Spiel zunächst auf der Bank saßen, waren diesmal von Anfang an dabei. Ein weiteres neues Gesicht in der Startformation war Dickson Agyeman.

Guter Beginn für Belgien
Schürmann hatte vor der Begegnung davon gesprochen, dass seine Truppe an ihre Leistung aus der zweiten Halbzeit gegen Italien anknüpfen müsse, doch es waren die Belgier, die zunächst das Spielgeschehen diktierten. Gleich in der ersten Spielminute musste sich der Schweizer Schlussmann Sven König nach einer Hereingabe von Legear strecken, um den Ball zu klären. Die Schweizer waren wachgerüttelt. Antic hatte zwei Chancen, die er nicht verwerten konnte, und Afonso, der nach einer Flanke von Valon Behrami völlig frei zum Kopfball hochstieg, verfehlte ebenfalls den Kasten.

Gleichwertige Chancen
Beide Mannschaften schenkten sich nichts und hatten gute Torchancen. In der 30. Minute konnte König einen Weitschuss von Luwamo Garcia erst im Nachgreifen unter Kontrolle bringen, danach zischte ein Versuch von Antic nur Zentimeter am Pfosten vorbei. Sieben Minuten vor dem Pausenpfiff konnte der Schweizer Stürmer dann doch zum 1:0 verwandeln.

Flugkopfball
Behrami setzte sich auf der rechten Außenbahn durch, kam nach einem langen Einwurf an den Ball und bediente Antic im Strafraum, der mit einem Flugkopfball die Führung besorgte. Kurz darauf hatte Afonso die nächste Gelegenheit, verfehlte aber mit seinem Kopfball vom Strafraumrand aus das Tor.

Unfreiwilliger Wechsel
Die zweite Halbzeit begann verhalten. Nur ein Zusammenprall von Veroljub Salatic und Nicolas Lombaerts sorgte für etwas Aufregung und eine siebenminütige Spielunterbrechung. Der Schweizer Innenverteidiger konnte nach einer längeren Behandlung am Kopf weitermachen. Der belgische Kapitän dagegen hatte weniger Glück und musste durch Nico Van Der Linden ersetzt werden.

Verpasste Chancen
Obwohl die Belgier den Ausgleich gebraucht hätten, um im Rennen zu bleiben, waren die Schweizer die dominierende Mannschaft auf dem Platz. Zunächst köpfte Afonso über die Latte, danach wurde Dugic, der in der 60. Minute für Antic gekommen war, in Szene gesetzt. Er setzte sich gegen Van Der Linden durch, sein Schuss aus spitzem Winkel flog aber am langen Pfosten vorbei.

Einfacher Abschluss
Zwölf Minuten vor Schluss schienen die Belgier den Schweizern nichts mehr entgegensetzen zu können. Einen Eckball von Reto Ziegler köpfte Salatic zu Bühler, der problemlos aus kurzer Distanz zum 2:0 einköpfte. Der Sieg hätte noch deutlicher ausfallen können. In der Nachspielzeit parierte Verbauwhede zwei Distanzschüsse von Fabrizio Zambrella und Sandro Burki.