Niederlande erobern 2025 den U19-Thron
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In einem außergewöhnlichen Turnier, in dem in den 15 Spielen insgesamt 65 Tore erzielt wurden, holten sich die Niederlande in Rumänien den Titel.
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In einem außergewöhnlichen Turnier, in dem in den 15 Spielen insgesamt 65 Tore erzielt wurden – ein Rekord in der Geschichte der UEFA-U19-Europameisterschaft –, krönten sich die Niederlande in Rumänien zum Europameister.
Die vorherige U19-Europameisterschaft in Rumänien im Jahr 2011 hatte Spanien gewonnen, und das Team strebte nun die Titelverteidigung und den zehnten Sieg seit der Umformung des Turniers von U18 im Jahr 2001 an. Doch die Niederlande, die alle vier Spiele auf ihrem Weg ins Finale mit mindestens zwei Toren Vorsprung gewonnen hatten, besiegten den Titelverteidiger in Bukarest mit 1:0 durch ein Eigentor nach einer guten Stunde. Damit sind die Niederlande nach Deutschland das zweite Land, das alle aktuellen UEFA-Nationalteamturniere gewonnen hat, egal ob Senioren oder Junioren, Männer oder Frauen.
Auch in der Qualifikation wurde Geschichte geschrieben, als Montenegro sich zum ersten Mal als unabhängige Nation für eine UEFA-Endrunde qualifizieren konnte. In ihrem Auftaktspiel gegen den Gastgeber erzielten sie durch Vuk Vlahović sogar den ersten Treffer, doch Rumänien kam zurück und gewann dramatisch mit 2:1.
Spanien dominierte die Gruppe A mit drei Siegen, während der zweite Platz in einem direkten Duell zwischen Rumänien und Dänemark entschieden wurde, das ebenfalls Montenegro besiegt hatte. Das entscheidende Spiel gewann der Gastgeber zur Freude von mehr als 6 000 Zuschauern, wodurch Rumänien zum ersten Mal das Halbfinale einer U19-Europameisterschaft erreichte.
Deutschland, mit vielen Spielern aus dem Kader, der 2023 die U17-Europameisterschaft gewonnen hatte, erlebte in Gruppe B einen Fehlstart, als es zum Auftakt ein 0:3 gegen die Niederlande gab. Die Niederländer setzten sich anschließend mit 2:0 gegen Norwegen durch, das zuvor gegen England ein 2:2-Unentschieden erkämpft hatte. Deutschland ging gegen England mit einer 4:1-Führung in die Halbzeitpause und baute diese nach dem Seitenwechsel weiter aus. Doch England antwortete mit vier Toren in 12 Minuten und holte damit das zweite 5:5-Unentschieden in einem UEFA-Fußballwettbewerb.
Der zweite Platz hinter den Niederlanden war noch völlig offen, und Norwegen und Deutschland schöpften Hoffnung, als England zur Halbzeit mit 0:3 gegen die Niederlande zurücklag und schließlich mit 2:4 verlor. Dennoch hätte England bei einem Unentschieden im anderen Spiel das Halbfinale erreicht. Norwegen ging in der 72. Minute in Führung, aber Deutschland glich fünf Minuten vor Schluss aus, und in der Nachspielzeit sicherte Said El Mala mit seinem Tor den Einzug ins Halbfinale.
Erstaunlicherweise wurde im Halbfinale dann erneut der Rekord für das torreichste Spiel einer U19-EM-Endrunde gebrochen. Deutschland führte gegen Spanien mit 2:1, als es in die Nachspielzeit ging, kassierte dann aber zwei Gegentore durch Pablo García (der damit seinen Dreierpack komplettierte), schaffte es aber durch ein Eigentor doch noch in die Verlängerung. Dort erzielte Spanien den ersten Treffer, doch Max Moerstedt gelang mit seinem zweiten und dritten Tor in diesem Spiel die Führung für Deutschland. Jan Virgili glich für den Titelverteidiger aus, bevor García mit seinem vierten Treffer in diesem Spiel den epischen 6:5-Sieg Spaniens perfekt machte.
Die Niederlande hatten einen ruhigeren Verlauf und besiegten Rumänien vor über 12 000 Zuschauern mit 3:1. Auch das Finale ging an die Niederländer, die nach vier U17-Europameistertiteln nun auch einen U19-Titel haben. Kees Smit wurde zum besten Spieler des Turniers gekürt und war mit vier Treffern gemeinsam mit El Mala, García und Moerstedt Torschützenkönig.