Highlights, Bericht: Italien gewinnt Finale der der U17-EURO
Sonntag, 7. Juni 2026
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Italien krönt sich durch einen Sieg im Elfmeterschießen gegen Belgien zum Europameister.
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Italien setzte sich im Finale der UEFA-U17-Europameisterschaft im Lilleküla staadion in Tallinn im Elfmeterschießen gegen Belgien durch. Nach 90 Minuten hatte es 1:1 gestanden.
Spiel in Kürze
Italien gewann nach einem dramatischen Ende der regulären Spielzeit im Lilleküla staadion im Elfmeterschießen. Noa Ojea hatte in der 85. Minute den vermeintlichen Siegtreffer für Belgien erzielt, doch Marcello Fugazzola glich in der Nachspielzeit per Elfmeter aus.
Keines der beiden Teams entwickelte in der ersten Halbzeit eine Überlegenheit, dennoch gab es zahlreiche Torchancen. Belgien sorgte als erstes für Gefahr: Jayden Onia Seke drang von links in den Strafraum ein und zwang den Torwart zu einer Parade, bevor Ilyas Benktib den Abpraller am Tor vorbei schoss. Doch Italien konterte prompt und zwang Mattis Seghers mit einem Schuss von Lorenzo Dattilo zu einer Parade.
Dieses Muster setzte sich fort, als Xander Dierckx den Ball in der 28. Minute nach einer Ecke von Jelle Driessen knapp über das Tor beförderte und Federico Croci eine Minute später Seghers mit einem Schuss aus der Drehung auf die Probe stellte.
Belgien kam kurz vor der Halbzeitpause zu einer vielversprechenden Chance, als Benktib den Kasten nach einer flache Hereingabe von Joshua Nga Kana knapp verfehlte, doch die Abwehrreihen beider Teams zeigten eine beeindruckende Leistung und hielten die Torchancen bis zur dramatischen Schlussphase auf ein Minimum beschränkt.
Der eingewechselte Ojea erzielte auf sehenswerte Weise den Führungstreffer: Er drang von rechts in den Strafraum ein, umspielte Lorenzo Dattilo und schoss den Ball flach ins linke untere Eck.
Es sah so aus, als wäre dies der entscheidende Moment in einem hart umkämpften Finale, bis im Strafraum ein Foul gegen Xander Dierckx gepfiffen wurde und Fugazzola den fälligen Elfmeter souverän verwandelte.
Im Elfmeterschießen behielt Italien schließlich mit 4:3 die Oberhand und krönte sich zum Europameister.
Aufstellungen
Belgien: Seghers - Moorthamer, Mbavu, Blondeel, El Morabet - Van Gelder (83. Kalonji), Dierckx - Onia Seke (83. Achahbar), Driessen (71. Ojea), Nga Kana (90.+2 Verstrepen) - Benktib
Italien: Lupo - Bonifazi, Diallo, Varali, Dattilo (87. Rocca) - Gasparello (58. Ballarin), Okon, Biondini (87. Fugazzola) - Corigliano (67. Landi) - Perillo, Croci (58. Casagrande)
Stimmen
Daniele Franceschini, Trainer von Italien, zur UEFA: "Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Diese Jungs haben etwas Außergewöhnliches geleistet. Sie haben alles gegeben. Wir waren vor diesem Spiel zwar auch etwas müde, aber um solche Spiele zu gewinnen, kommt es nicht nur auf technische Details und Taktik an, sondern auch darauf, mit Herz zu spielen – und die Jungs haben gezeigt, dass sie ein ganz großes haben."
Edoardo Biondini, Kapitän von Italien, zur UEFA: "Es war eine unglaubliche [Erfahrung]. Wenn man sein Land vertritt, ist das immer eine Ehre, aber auch eine große Verantwortung. Mit diesen Jungs, diesem Trainerstab und dieser Mannschaft war es fantastisch. Ich bin so glücklich, ein Teil davon zu sein. Ich kann sagen, wir sind eine Familie."
Sven Vermant, Trainer von Belgien, zur UEFA: "Ich kann nur sagen, wie stolz ich bin und wie stolz der Verband auf die Leistung ist, die wir gezeigt haben – nicht nur in diesem Spiel, sondern während des gesamten Turniers. Wir hätten auch den Sieg verdient gehabt. Bei einem Elfmeterschießen kann es in beide Richtungen gehen. Ich bin also sehr, sehr stolz auf das, was wir erreicht haben, und die Spieler verdienen nur Lob."