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Stuivenberg und Böger: Finale fängt bei Null an

Obwohl sich Deutschland und die Niederlande zum dritten Mal in den letzten vier Jahren im Endspiel der U17-EM gegenüber stehen, erklärten sie die Vergangenheit als irrelevant.

Trainer und Kapitäne mit dem Pokal
Trainer und Kapitäne mit dem Pokal ©Sportsfile

Zum dritten Mal in den letzten vier Jahren stehen sich Deutschland und die Niederlande im Endspiel der UEFA-U17-Europameisterschaft gegenüber, wobei Oranje hofft, den Titel des vergangenen Jahres zu verteidigen, während die DFB-Auswahl natürlich Revanche für die 2011 erlittene Finalniederlage nehmen will.

Zumindest wird das nach außen hin oft so verkauft. In der Realität sieht es dann doch ein wenig anders aus, denn die Kapitäne und Trainer beider Mannschaften machten bei der Pressekonferenz vor dem Finale in Ljubljana klar, dass es nicht um die Vergangenheit geht.

"Ich bin sehr froh, dass wir wieder in diesem Endspiel stehen und den Titel verteidigen können", sagte der niederländische Trainer Albert Stuivenberg. "Das Spiel im letzten Jahr hat allerdings nicht mit diesem hier zu tun. Alles ist anders. Wir spielen gegen eine tolle Mannschaft und es wird schwierig werden, aber es ist auch eine große Chance, auf die wir uns freuen."

Die Statistik deutet auf eine knappe Angelegenheit hin, denn die beiden Endspielteilnehmer ließen im ganzen Turnier bisher nur einen einzigen Gegentreffer zu. Stuivenberg betonte, dass es in diesem Spiel keinen Favoriten gebe. "Wir haben uns auf dieses Spiel genauso vorbereitet wie auf jedes andere, aber man kann es schlecht voraussagen. Im Fußball kann alles passieren. Und morgen? Wer weiß das schon. Und das ist auch das Schöne daran."

Ähnlich sah es Nathan Ake, der Kapitän von Jong Oranje. "Wir müssen das als ein ganz normales Spiel behandeln", so Ake. "Wir müssen einfach ruhig bleiben, unser Spiel machen und uns gegenseitig helfen. Obwohl wir Titelverteidiger sind, sehen wir uns nicht als Favorit. Wir sind eine neue Mannschaft und Deutschland genauso."

Deutschlands Trainer Stefan Böger sprach ähnliche Worte wie sein Gegenüber: "Es ist egal, gegen wen wir morgen spielen, ich will von meinen Spielern immer dasselbe sehen. Ich möchte Leidenschaft sehen und vor allem, dass sie Spaß haben. Es ist das erste Finale für sie, sie sollen es einfach genießen."

Eine gewissenhafte Vorbereitung ist die Grundlage von Bögers Erfolg und der Taktiker hat keines der bisher 30 Spiele mit dieser Mannschaft verloren. Das soll sich natürlich jetzt nicht ändern.

"Wir haben in diesem Turnier bereits einige gute Leistungen gezeigt", sagte er. "Und wir sind darauf sehr gut vorbereitet. Das ist ein sehr wichtiges Spiel, aber die Mannschaft muss für sich spielen und nicht noch den zusätzlichen Druck aufnehmen, für ihr Land zu spielen. Sie sollen frei an das Spiel herangehen."

Bögers verlängerter Arm auf dem Spielfeld, Kapitän Leon Goretzka, denkt jedoch nicht, dass der Druck ein Problem für die deutschen Kicker wird. "Wir denken positiv", sagte er. "Wir hatten in der Eliterunde gegen Portugal eine ähnliche Situation, es gab einiges an Druck, da haben wir gezeigt, dass wir damit umgehen können. Natürlich spiele ich morgen als Kapitän eine große Rolle, sowohl für meine Mannschaft als auch für Deutschland. Ich freue mich auf diese Verantwortung."