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Schweiz holt erstmals WM-Titel

Die Schweiz hat erstmals in ihrer Geschichte einen FIFA-WM-Titel gewonnen. Im Finale der U17-Endrunde setzten sich die Eidgenossen gegen Gastgeber Nigeria mit 1:0 durch.

Die Schweiz feiert in Abuja ihren Erfolg
Die Schweiz feiert in Abuja ihren Erfolg ©Getty Images

Haris Seferovic köpfelte die U17-Nationalmannschaft der Schweiz in Abuja zu einem 1:0-Sieg gegen Gastgeber und Titelverteidiger Nigeria und damit zur FIFA-Weltmeiserschaft.  Nie zuvor in der Fußballgeschichte gewann eine Schweizer Auswahl einen Titel an einer WM-Endrunde.

Anfängliche Druckphase
Die Eidgenossen gerieten zu Beginn einer animierten Partie unter Dauerbeschuss und hatten mehrere brenzlige Situationen zu überstehen. Nach einem Eckball klärte der am rechten Torpfosten stehende Yanick Kamber nach einem Flachschuss von Edafe Egbedi auf der Torlinie. Im Anschluss wurde der starke Torhüter Benjamin Siegrist von Stanley Okoro, dem nigerianischen Spielmacher, aus rund 20 Metern geprüft. Nur wenig später musste er erneut sein ganzes Können abrufen, um einen schwer zu haltenden Fernschuss aus halbrechter Position zu entschärften. Die schnellen und wendigen Nigerianer stellten die Schweizer in der Startviertelstunde vor einige Probleme. Je länger das Spiel aber dauerte, desto kompakter und widerstandsfähiger agierte der Außenseiter.

Emmanuel knapp vorbei
Nach einem Vorstoß ihres Linksverteidigers Kamber, der aus spitzem Winkel an Keeper Da-mi Paul scheiterte, war gar die erste Offensivaktion der Schweiz zu verzeichnen. Auch wenn dies die einzige eigene nennenswerte Chance der ersten Halbzeit war, hielt sie den Gegner nun aber weitestgehend vom eigenen Tor fern. Kurz vor der Pause beanspruchte das Team von Daniel Ryser, das nun den Nigerianern ebenbürtig war, aber ein wenig Glück, als die sonst recht zuverlässige Schweizer Hintermannschaft Sani Emmanuel, den auffälligsten Angreifer der Gastgeber, nicht unter Kontrolle brachte, dieser den Ball aber aus bester Position am Tor vorbeischob.

Seferovic: Tor per Kopf
Im zweiten Durchgang erarbeitete sich die Schweiz leichte Vorteile, was sich auch in Chancen ausdrückte. In der 57. Minute kam die Schweiz zu einer brandgefährlichen Möglichkeit durch Seferovic: Der Stürmer des Grasshopper-Club Zürich setzte sich nach einem Zuspiel seines Sturmkollegen Nassim Ben Khalifa geschickt gegen die nigerianische Abwehr durch, doch strich sein scharfer Flachschuss von der Strafraumgrenze haarscharf am Tor vorbei. Nur drei Minuten später setzte Ben Khalifa einen Kopfball einen Meter neben das Gehäuse. So war es keine Überraschung, dass die Eidgenossen nach 63 Minuten in Führung gingen: Nach einer Ecke von Oliver Buff stieg Seferovic empor und köpfelte den Ball entschlossen in die entfernte Torecke.

Mit Glück und Geschick
Die Nigerianer, die wie ihre 64 000 Fans ein wenig geschockt wirkten, waren nun bemüht, den Rückstand noch zu korrigieren. Auch wenn die Schweiz gut verteidigte, gab es zahlreiche Ausgleichschancen. Ein Schuss von Emmanuel flog knapp übers Tor. In der 78. Minute klatschte ein Kopfball des eben erst für Emmanuel eingewechselten Yusuf Otubanjo gegen die Querlatte, den Nachschuss parierte Siegrist in extremis. Auf der Gegenseite vergab Ben Khalifa alleine vor Paul die Chance zur Entscheidung. Mit Glück und Geschick brachte die Schweiz das Resultat über die Zeit und erkämpfte sich somit ihren großartigen Triumph.