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Frankreich im U17-Finale

Türkei - Frankreich 1:1 (nach Verlängerung, Frankreich gewinnt mit 4:3 nach Elfmeterschießen) Lacazette trat den entscheidenden Elfmeter.

Erhan Karayer (Türkei) im Duell mit Gaël Kakutta (Frankreich)
Erhan Karayer (Türkei) im Duell mit Gaël Kakutta (Frankreich) ©Sportsfile

Lacazette der Held
Die Fans im Mardan Sport Complex - unter ihnen war der türkische A-Nationalspieler Arda Turan - hatten nach einer halben Stunde Grund zur Freude, denn Abdülkadir Kayalı brachte die Türkei mit einem Distanzschuss in Führung. Thimothée Kolodziecziak gelang jedoch noch der Ausgleich. Nach 100 Minuten war immer noch keine Entscheidung gefallen, also ging es ins Elfmeterschießen. Anthony Mfa Mezui parierte die Schüsse von Abdülkadir und Batuhan Karadeniz, ehe der eingewechselte Alexandre Lacazette dafür sorgte, dass Frankreich alle Chancen auf einen zweiten U17-Titel hat (nach 2004).

Erste Chance
Im letzten Spiel der Gruppe A, beim torlosen Remis gegen Serbien, hatten die Türken einige Stammspieler geschont, doch diesmal stand die beste Elf auf dem Platz. Eren Albayrak gab sein Debüt in der Startformation bei dieser Endrunde, der Flügelspieler wurde nach seiner sechsmonatigen Verletzungspause in den ersten drei Partien nur eingewechselt. Er zwang den französischen Schlussmann Anthony Mfa Mezui bereits nach nicht einmal einer Minute zu einer ersten Parade.

Führung für Türkei
Frankreich vertraute auf die gleiche Aufstellung wie beim 2:0-Sieg gegen die Schweiz. Gaël Kakuta traf nach einer schönen Kombination nur die Latte. Anschließend versuchte es der Flügelspieler von Chelsea FC mit einem Pass auf Yannis Tafer, doch dieser verfehlte das Ziel. In der 31. Minute gingen die Türken in Führung. Eine Hereingabe von Eren Albayrak fälschte der Franzose Thimothée Kolodziecziak an den eigenen Querbalken ab, doch der Ball landete genau vor den Füßen von Abdülkadir, und dieser ließ Mfa Mezui keine Abwehrchance. Danach scheiterte Batuhan Karadeniz von Beşiktaş JK mit seinem Versuch noch einmal am französischen Torhüter.

Ausgleich
Lacazette, der gegen die Republik Irland in der letzten Minute den Siegtreffer erzielt hatte, wurde in der Pause eingewechselt. Nach gerade einmal 60 Sekunden wurde er schon gefoult, den fälligen Freistoß von Kakuta verfehlte er nur um Haaresbreite. Nach einer Stunde wurde Eren Albayrak ausgewechselt, und kurz danach hätte Gueida Fofana mit einem Freistoß beinahe den Ausgleich markiert. Die Türken blieben immer gefährlich, doch elf Minuten vor dem Ende kassierten sie den Ausgleich. Tafer legte den Ball im Strafraum ab auf Kolodziecziak, und dieser setzte die Kugel hoch in die Maschen. Batuhan hatte sogar noch die Entscheidung auf dem Fuß, doch sein Schuss segelte am Gehäuse vorbei.

Elfmeterschießen
Der eingewechselte Öztürk Karataş kam kurz nach Beginn der Verlängerung nicht an Mfa Mezui vorbei, während bei den Franzosen William Remy – der die Gelbe Karte sah und deshalb im Finale gesperrt ist - zu hoch zielte. Acht Minuten vor dem Schlusspfiff konnte auch Batuhan seinen Kopfball nicht nutzen, und so ging es ins Elfmeterschießen. Nachdem die Schüsse von Abdülkadir und Tafer gehalten wurden, scheiterte Batuhan an Mfa Mezui, und so wurde Lacazette wieder zum Helden.