Barcelona macht dritten Titel perfekt
Montag, 25. August 2025
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Neues Format, altbekannter Sieger: Barcelona holte sich in der Saison 2024/25 den Titel – bereits zum dritten Mal, was Rekord ist.
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Neues Format, aber ein altbekannter Sieger: Barcelona sicherte sich in der Saison 2024/25 zum dritten Mal den Titel in der UEFA Youth League und stellte damit einen Rekord auf.
Mit der Reform der UEFA Champions League zog auch der Nachwuchswettbewerb nach. Um den großen Bruder im Champions-League-Weg widerzuspiegeln, wurde die Ligaphase der Youth League auf 36 Teams erweitert – mit identischem Teilnehmerfeld, allerdings nur über die ersten sechs Spieltage statt der vollen acht. Gleichzeitig wurde der Meisterweg ausgebaut: Statt wie bisher nur die 32 höchstplatzierten Verbände einzuladen, erhielten nun alle Mitgliedsverbände die Chance. Unter dem Strich bedeutete das eine Rekordzahl von 88 Klubs aus 52 Nationen, die an der Youth League teilnahmen.
Inter glänzte in der Ligaphase mit einer makellosen Bilanz von sechs Siegen aus sechs Spielen – ein Kunststück, das zuvor nur dreimal in der alten Gruppenphase gelungen war, zuletzt in den Saisons 2013/14 und 2014/15. Real Madrid und Atlético de Madrid hielten ihre Serie und erreichten wie immer die Phase nach Weihnachten. Dagegen gehörte ausgerechnet der Vorjahresfinalist Milan zu den Teams, die außerhalb der Top 22 ausschieden.
Olympiacos, Sieger von 2024 nach einem Finaltriumph gegen Milan über den Meisterweg, schaffte es erneut – genauso wie der Champion aus dem Jahr zuvor, AZ Alkmaar, das im Old Trafford Manchester United ausschaltete. Für Furore sorgten auch einige Außenseiter: Klubs aus Estland (Tallinna Kalev), Lettland (Daugavpils), Litauen (Žalgiris), Luxemburg (Progrès Niederkorn), Malta (Valletta) und Montenegro (Budućnost Podgorica) überstanden erstmals überhaupt eine Runde in diesem Wettbewerb – auch wenn keiner von ihnen den Sprung in die letzten 32 schaffte.
Das Achtelfinale ersetzte die alte Play-off-Runde und brachte die 22 Qualifikanten aus der Ligaphase sowie die zehn Sieger des Meisterwegs zusammen. Trabzonspor schrieb Geschichte: Erst warfen die Türken Juventus raus und wurden damit das erste Team aus der Türkei im Achtelfinale. Danach eliminierten sie auch noch Atalanta und Inter – und das vor einer Rekordkulisse von 40 368 Zuschauern. Insgesamt kamen bei ihren fünf Heimspielen unglaubliche 66 404 Fans ins Stadion – ebenfalls Bestmarke.
Auch Olympiacos erreichte das Viertelfinale, musste sich dort aber knapp mit 0:1 bei Salzburg geschlagen geben. Neben den Österreichern und Trabzonspor schafften auch AZ Alkmaar und Barcelona den Sprung nach Nyon – Barça bereits zum fünften Mal, ein Rekord.
Trabzonspor war das einzige Team im Final Four ohne vorherigen Titel. Doch im Hexenkessel eines ausverkauften Stadions bezwangen sie Salzburg mit 2:1, dank eines Last-Minute-Treffers von Boran Başkan, nachdem der Champion aus der Saison 2016/17 kurz zuvor ausgeglichen hatte. Im zweiten Halbfinale endete die Rekordserie von 24 ungeschlagenen Spielen (ohne Elfmeterschießen) von AZ – ausgerechnet gegen Barcelona, das durch einen frühen Elfmeter von Juan Hernández die Oberhand behielt.
Im Finale zeigte Barça einmal mehr seine Klasse: Nach den Triumphen von 2014 und 2018 feierten die Katalanen mit einem glänzenden 4:1 als erstes Team überhaupt ihren dritten Titel. Ibrahim Diarra und Andrés Cuenca sorgten früh für eine 2:0-Führung, ehe Diarra mit einer Vorlage für Hugo Alba und einem weiteren Treffer selbst endgültig alles klar machte. Bican Tibukoğlu erzielte kurz vor Schluss den Ehrentreffer für Trabzonspor.