Saisonauftaktveranstaltung der Männer-Klubwettbewerbe in Nyon
Donnerstag, 18. Juni 2026
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Im Rahmen der Auslosung der ersten und zweiten Qualifikationsrunde wurden Vertreter/-innen der an den Qualifikationsphasen beteiligten Klubs zu einer zweitägigen Veranstaltung mit Briefings, Workshops, Fragerunden und Networking-Gelegenheiten eingeladen.
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Es ist noch keine drei Wochen her, dass Paris Saint-Germain in Budapest den Pokal der UEFA Champions League in die Höhe gestemmt und damit die Klubwettbewerbssaison 2025/26 zum Abschluss gebracht hat, doch die Vorbereitungen für die nächste Saison sind bereits in vollem Gange.
Diese Woche waren die 186 Vereine, die an den Qualifikationsrunden der UEFA Champions League, UEFA Europa League und UEFA Conference League 2026/27 teilnehmen, zu einer Zusammenkunft im Haus des europäischen Fußballs im schweizerischen Nyon im Zuge der Auslosungen der ersten und zweiten Qualifikationsrunde eingeladen.
Die Veranstaltung markiert den Auftakt für die neue Saison, bietet aber vor allem der UEFA und den teilnehmenden Vereinen – von denen einige zum ersten Mal an einem europäischen Wettbewerb teilnehmen – die Gelegenheit, sich über die operativen und regulatorischen Einzelheiten abzustimmen, die für einen reibungslosen Start am 7. Juli von Bedeutung sind.
Durch Briefings, Workshops und den Austausch von Informationen möchte die UEFA sicherstellen, dass alle Mannschaften gut informiert, vernetzt und bereit für die ersten Runden sind. Eine enge Zusammenarbeit ist von zentraler Bedeutung, um das bestmögliche Wettbewerbsumfeld zu schaffen.
Bereichernde Momente
„Die Vereine sind unsere Partner und das Lebenselixier der Wettbewerbe. Deshalb ist es für uns und für sie wichtig, zusammenzukommen, damit die Vereine von uns und ihren Kolleg/-innen lernen können, aber auch damit die UEFA aus den Erfahrungen der Vereine lernen kann“, sagte der stellvertretende Generalsekretär der UEFA, Giorgio Marchetti. „Es sind für uns alle sehr bereichernde Momente des Austauschs.“
IF Vestri hat entgegen aller Erwartungen den isländischen Pokal gewonnen. Der Verein ist einer von zwei Zweitligisten, die 2026/27 an einem UEFA-Wettbewerb teilnehmen (der andere ist der portugiesische Pokalsieger União Torreense, der in die Ligaphase der UEFA Europa League eintritt).
Beide Klubs stehen erstmals in einem europäischen Wettbewerb und sind fest entschlossen, davon zu profitieren.
„Wir sind glücklich und fühlen uns geehrt, hier zu sein“, sagte Vestri-Geschäftsführer Ivar Petursson. „Ich weiß, dass unsere Fans zu Hause die Auslosung live mitverfolgen und gespannt darauf sind, wer unsere Gegner in diesem Wettbewerb sein werden.“
Für die erste Qualifikationsrunde der Europa League wurde Vestri FK Qarabağ aus Aserbaidschan zugelost, der in der vergangenen Saison der UEFA Champions League überraschend gute Leistungen gezeigt hat.
„Es ist fantastisch, die Vertreter unserer Gegner kennenzulernen – die Auslosung der Qualifikationsrunden stellt zwar eine logistische Herausforderung dar, aber so lernen wir Länder kennen, auf die man normalerweise nicht trifft“, fügte Petursson hinzu.
Inspiration vom Polarkreis
Neben den technischen und logistischen Briefings wird bei der Veranstaltung auch deutlich, was es über die nächste Auslosung oder das nächste Spiel hinaus bedeutet, auf europäischer Ebene zu spielen, denn die Vereine erhalten die Chance, zu wachsen, zu lernen und die Zukunft zu gestalten.
Die jüngsten Erfahrungen von Bodø/Glimt, die in der vergangenen Saison das Achtelfinale der UEFA Champions League erreicht haben, sind ein perfektes Beispiel für ambitionierte Vereine in ganz Europa. Der norwegische Verein präsentierte, wie er sich auf europäischer Bühne auf allen Ebenen weiterentwickelt hat – von Schwierigkeiten bei der Erfüllung der Kriterien des Austragungsortes 2021 bis hin zu den Siegen gegen die europäischen Schwergewichten Manchester City, Atlético Madrid und Inter Mailand in der Saison 2025/26.
„Wenn die richtigen Leute zusammenkommen, können sie viel bewirken“, sagte Frode Thomassen, CEO von Bodø/Glimt. „Wir sprechen vom Team rund um das Team und vom Team wiederum rund um dieses Team. Es gibt da eine gemeinsame Mentalität innerhalb einer Gruppe von Menschen.
Es war wichtig, die UEFA und die Menschen dahinter kennenzulernen, damit wir unseren Weg von der UEFA Conference League über die UEFA Europa League bis hin zur UEFA Champions League durchlaufen konnten. Es gibt so viel zu lernen. Wenn man sich mit anderen Vereinen trifft, kann man Erfahrungen austauschen und deren Vertreter kennenlernen. Das hat uns geholfen, unser Wissen zu erweitern.“
Beratung und Unterstützung der UEFA
Ein weiterer zentraler Bestandteil der Veranstaltung sind die Informationsstände zu den Klubwettbewerben, die als zentrale Anlaufstelle dienen, und den Vereinen praktische Unterstützung in verschiedenen Bereichen bieten, wenn es um die Teilnahme an UEFA-Wettbewerben geht. Die Delegierten können sich von UEFA-Fachleuten zu Stadionkriterien und Fußballtechnologien (einschließlich VAR-Anforderungen) sowie zu Spielerregistrierung, Spielkleidung, finanziellen Ausschüttungen, Sicherheit und Weiterbildungsmöglichkeiten im Rahmen der UEFA Academy beraten lassen.
Die Infostände unterstreichen den Servicecharakter der Veranstaltung. Es geht nicht nur darum, Anforderungen aufzuzeigen, sondern den Klubs auf direkte und zugängliche Weise dabei zu helfen, diese zu meistern.
Diese praktische Unterstützung ist in dieser Phase der Saison besonders wertvoll. Für viele Vereine schließt sich die Qualifikationsphase unmittelbar an das Ende der nationalen Meisterschaft an und lässt bei einem kurzen Planungszeitraum wenig Raum zur Abklärung von Fragen.
Neben den Workshops und praktischen Elementen richtete sich die Aufmerksamkeit natürlich auf die Auslosungen selbst. An den beiden Tagen erfuhren die Vereine, wer ihre Gegner in der ersten und zweiten Qualifikationsrunde sein werden und informierten sich über die ersten Schritte Richtung Ligaphase.
„Wir erhalten die Gelegenheit, die Menschen hinter den Vereinen zu treffen, zu erfahren, mit wem wir zusammenarbeiten und operative Fragen rund um den Fußball zu besprechen“, erklärte Nino Felice Massera, Assistent Sportchef des frischgebackenen Schweizer Meisters FC Thun. „Es ist großartig, über Reisen, Hotels und die beste Reiseorganisation zu sprechen. In Europa zu spielen, ist eine Chance, den FC Thun international zu präsentieren. Es ist bereits eine großartige Geschichte.“
Von der operativen Vorbereitung bis zur Spannung bei den Auslosungen bietet die Veranstaltung den Vereinen einen gemeinsamen Startpunkt für die Saison 2026/27 und ermöglicht es allen teilnehmenden Vereinen aus dem gesamten europäischen Fußball, weitere spannende Kapitel zu schreiben.
Die Gespräche, die diese Woche in Nyon geführt werden, werden bald auf dem gesamten Kontinent konkret umgesetzt, wenn mit den Qualifikationsrunden eine neue Saison eingeläutet wird.
„Die letzte Saison ist erst vor wenigen Wochen zu Ende gegangen, doch wir sind schon wieder da, um neu durchzustarten. Wir freuen uns bereits sehr darauf“, so Giorgio Marchetti. „Wir wünschen allen Mannschaften viel Erfolg für die kommende Saison.“
Für die Vereine, die diese Woche am UEFA-Sitz versammelt waren, beginnt die Saison bereits hier.