Gomez träumt vom Titel mit Beşiktaş
Montag, 19. Oktober 2015
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Mario Gomez nimmt kein Blatt vor den Mund und redet offen über seine Ambitionen mit Beşiktaş in der UEFA Europa League: "Dies ist der einzige Titel, der mir in meiner Sammlung noch fehlt".
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Nach der durchwachsenen Chancenausbeute der deutschen Nationalmannschaft in den Qualifikationsspielen zur UEFA EURO 2016 wird sein Name wieder häufiger genannt: Mario Gomez.
Der 30-Jährige spielt aktuell auf Leihbasis bei Beşiktaş und hat die Ambitionen, sich mit einer guten Saison in der Türkei wieder für Joachim Löw zu empfehlen.
UEFA.com: Warum haben Sie sich entschieden, von Florenz auf Leihbasis zu Beşiktaş zu wechseln?
Mario Gomez: Ich bin aus einem Grund hierhergekommen. Bei Fiorentina war ich an einem Punkt angelangt, an dem ich mich nicht mehr wirklich vorwärts entwickelt habe, ich brauchte einfach eine neue Herausforderung. Für mich war es wichtig, in einem Klub zu spielen, der in dieser Saison an der Spitze mitspielt – am besten die Meisterschaft im Visier hat. Und wenn ich eine gute Saison spiele, schaffe ich vielleicht noch den Sprung zur EURO in Frankreich im nächsten Sommer.
UEFA.com: Was würde ein Triumph von Beşiktaş in der UEFA Europa League den Fans bedeuten?
Gomez: Es ist ein Traum und das große Ziel von uns allen. Diese Titel fehlt mir noch in meiner Sammlung; ich habe die Champions League gewonnen, war [in Deutschland] Meister und Pokalsieger, auf Klubebene habe ich also praktisch alles gewonnen – außer der Europa League. Es wäre großartig, wenn es klappen würde. Aber es gibt in dieser Saison schon einige verdammt gute Teams in der Europa League, wie Dortmund und Schalke oder Liverpool.
UEFA.com: Wie hat sich Ihr Spiel über die Jahre weiterentwickelt?
Gomez: Meine Rolle hat sich immer mit dem Stil des jeweiligen Teams geändert. In Stuttgart haben wir mit zwei Spitzen gespielt, aber im Grunde spielten wir eher defensiv und auf Konter lauernd, da hatte man als Stürmer viel Platz. Bei den Bayern spielten wir ein 4-3-3 und ich war vorderste Spitze. Wir waren eigentlich dauernd im Angriff, ich hatte also praktisch gar keinen Platz. Das hat ein paar Monate gedauert, bis ich mich daran gewöhnt hatte.
Bei der Fiorentina war es wieder etwas ganz Anderes. Die italienische Liga macht es den Stürmern sehr schwer, weil alle Teams so defensiv spielen. Und hier bei Beşiktaş, ist die Situation ein bisschen so wie bei den Bayern. Wir sind eines der stärksten Teams der Liga; wir wollen alle Spiele dominieren und immer attackieren.
UEFA.com: Hatten Sie während Ihrer Jugendzeit ein Vorbild?
Gomez: Mein erstes Idol war Romário, als er für Barcelona und Brasilien spielte. Er war für mich der Grund, warum ich mir Fußball im Fernsehen angeschaut habe.
UEFA.com: Ist ein Abstauber-Tor für Sie genauso befriedigend, wie ein Traumtor aus 30 Metern?
Gomez: Ja. Für mich ist jedes Tor gleich wichtig – natürlich macht es mehr Spaß, wichtige Tore zu schießen, aber wie ich sie schieße, ist mir eigentlich egal. Entscheidend ist doch, wie wichtig sie für die Mannschaft sind.