Tuchel sah mehr Schatten als Licht
Donnerstag, 22. Oktober 2015
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Rchtig glücklich wirkte Dortmund-Trainer Thomas Tuchel nach dem 3:1 bei Qäbälä nicht, hatte er doch zu viele Fehler gesehen. Aber er lobte den Dreifachschützen Pierre-Emerick Aubameyang.
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- Dortmund-Trainer Thomas Tuchel beklagt nach dem 3:1 gegen Qäbälä die Unachtsamkeit seines Teams in der Anfangsphase
- Für ihn ist der dreifache Torschütze Pierre-Emerick Aubameyang in dieser Form unersetzlich
- Aubameyang selbst möchte mit Dortmund nun ins Finale
Thomas Tuchel, Dortmund-Trainer
Nach gutem Beginn haben wir völlig den Faden verloren. Wir haben die Chancen selbst eingeleitet, die nötige Aufmerksamkeit und Giftigkeit in den Zweikämpfen vermissen lassen. Es war schlecht verteidigt in allen Bereichen, sowohl im Umschaltverhalten der Offensivreihe als auch im eigentlichen Zweikampfverhalten. Wir haben Glück gehabt, nicht in Rückstand zu geraten. Das hätte die Aufgabe noch schwerer gemacht als sie ohnehin schon war.
Als Favorit ist es unheimlich wichtig, das erste Tor zu schießen und dem Gegner eigentlich keine Möglichkeit zu geben, so nah an unser Tor zu kommen. Wenn wir ihm wie heute so viele Torchancen erlauben, dann kommt bei ihm der Glaube auf, dass eine Sensation möglich ist, dass er uns schlagen kann. Das wollten wir vermeiden, ist uns aber nicht gelungen. Ein Gegentor hätte die Ausgangssituation noch mal erschwert.
Auba [Pierre-Emerick Aubameyang] hat uns auf den Weg gebracht mit dem ersten und dem zweiten Tor. Er hat ein drittes nachgelegt in der zweiten Halbzeit und dafür gesorgt, dass wir einen ungefährdeten Sieg eingefahren haben. Er hatte die Möglichkeit auf ein viertes oder fünftes Tor und ist in seiner Ausstrahlung absolut vorbildlich. Wir können nur hoffen, dass alle anderen nachziehen. Man hat gemerkt, dass Miki [Henrikh Mkhitaryan] nicht da war, der auch diesen Hunger auf Tore ausstrahlt. Wir sind eigentlich in der Lage, aus unterschiedlichen Positionen heraus Treffer zu erzielen. Heute war Auba zum Glück für uns da. In dieser Form ist er für uns unersetzlich.
Pierre-Emerick Aubameyang, dreifacher Dortmunder Torschütze
Ich bin glücklich über die drei Tore, hätte sogar noch ein viertes erzielen können. Aber letztlich zählt, dass wir gewonnen haben. Wir haben jede Menge Qualität in der Mannschaft. Da wollen wir das Maximum erreichen. Natürlich versuchen wir ins Finale zu kommen, um das dann zu gewinnen.
Roman Weidenfeller, Dortmund-Keeper
Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis und dass wir gewonnen haben. Es war ein Arbeitssieg, das haben wir schon im Vorfeld gewusst. Der Platz hat nicht viel mehr zugelassen, aber wir haben es angenommen, wir haben gewonnen, und so können wir zufrieden nach Hause fahren.
Hans-Joachim Watzke, BVB-Chef über die 500 mitgereisten Fans
Das war absolut vorbildlich. So kennen wir unsere Fans eigentlich. Sie haben in Baku eine vorbildliche Visitenkarte hinterlassen. Danke für die tolle, für die friedliche Unterstützung. Wir wissen, was für Strapazen sie auf sich genommen haben und wünschen allen eine gute Heimreise.