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Sherwoods Spurs spielen wie befreit auf

Tim Sherwoods Ernennung zum Trainer von Tottenham Hotspur FC im Dezember rief einiges an Verwunderung hervor - doch mit positiver Mentalität hat er an der White Harte Lane für gute Resultate gesorgt.

Tim Sherwood durfte erste Erfolge feiern
Tim Sherwood durfte erste Erfolge feiern ©AFP

Tim Sherwoods Ernennung zum Nachfolger von André Villas-Boas als Trainer von Tottenham Hotspur FC im Dezember hat für einige Verwunderung gesorgt, doch nach einem Monat Amtszeit hat der 44-Jährige mit positiver Mentalität an der White Hart Lane für neue Erfolge gesorgt.

Sherwood führte Tottenham zu fünf Siegen aus sechs Spielen in der Premier League. Es gab Auswärtssiege bei Southampton FC, Manchester United FC und Swansea City AFC, wodurch man erstmals seit der Double-Saison 1960/61 wieder fünf Auswärtsdreier in Folge landen konnte. Statt 4-4-2 wird nun 4-5-1/4-3-3 gespielt, die Kreativspieler verfügen über mehr Freiheiten als zuvor.

"Ich bin hochzufrieden damit, wie es gelaufen ist. Es war ein guter Start für mich, aber es wird noch schwerere Prüfungen geben", sagte Sherwood, der ursprünglich unter Harry Redknapp im Jahr 2008 zum Trainerteam hinzustieß. "Wir haben die Qualität im Offensivdrittel. Wenn wir den Ball zu diesen Spielern im letzten Drittel des Spielfelds bringen, dann werden sie meistens zeigen, was sie damit anfangen können. Das ist auch Entertainment. Wir haben ohne Ende Spieler, die Leute von den Sitzen reißen können, warum sollten wir ihnen dann dafür keine Bühne bieten?"

In den sechs Ligaspielen unter dem neuen Trainer gab es 14 Tore zu bewundern, während es zuvor 15 in 16 Ligabegegnungen unter Villas-Boas waren. Sherwoods Philosophie sowie die Freiheiten, die er seinen Spielern gestattet, kommen vielleicht aus seiner eigenen aktiven Zeit, als er Blackburn Rovers FC als Kapitän 1995 zur Meisterschaft in der Premier League führte.

Adebayor ist stark in Form
Adebayor ist stark in Form©Getty Images

"Im Moment läuft es bei ihm, er genießt den Fußball", sagte Sherwood über den Stürmer aus Togo, der in den letzten sechs Ligaspielen fünf Treffer erzielte. "Er spielt mit einem Lächeln auf dem Gesicht und trifft dabei auch noch. Ich habe nichts Besonderes zu ihm gesagt, sondern ihm nur die Bühne zum Spielen geboten, welche er eine Weile nicht hatte. Wir mussten ihn nur wieder zur Konstanz bringen. Ich bin sicher, dass er, wenn er weiter Spaß am Fußball hat, auch weiter gut spielen wird."

"Wir ermutigen die Jungs, ihm den Ball zu geben, denn dann passiert etwas. Er bestimmt unser Spieltempo und spielt den Ball gern auf die Außen, da er weiß, dass er dann vielleicht eine Hereingabe verwandeln kann." Schwere Spiele gegen Manchester City FC, Everton FC und Newcastle United FC stehen nun bevor, außerdem trifft man im Sechzehntelfinale der UEFA Europa League auf den FC Dnipro Dnipropetrovsk – der wahre Test für Sherwood wird sein, ob er die Form seiner Mannschaft erhalten und mit ihr die Qualifikation zur UEFA Champions League sichern oder vielleicht sogar einen Titel gewinnen kann.

"Der Klub muss Vierter werden", fügte Sherwood, einst englischer Nationalspieler, hinzu. "Alles andere wäre eine Enttäuschung. Aber realistisch gesehen sollten wir das schaffen können. Es wird auf die Spiele der Spitzenmannschaften untereinander ankommen." Wie weit Sherwoods Offensivfußball ihn und die Spurs bringen werden, ist also noch offen. Ein guter Anfang ist aber allemal gemacht.

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