YB will etwas mitnehmen
Mittwoch, 3. Oktober 2012
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Beim FC Anji Makhachkala kämpft der BSC Young Boys um erste Punkte in der Gruppenphase. Ein gutes Ergebnis wäre für Trainer Martin Rueda "keine Sensation".
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Beim FC Anji Makhachkala kämpft der BSC Young Boys am 2. Spieltag der UEFA Europa League um erste Punkte in der Gruppenphase. Ein gutes Ergebnis wäre für Trainer Martin Rueda "keine Sensation".
Die Berner Young Boys reisen nach Moskau, und für Trainer Martin Rueda ist es die Rückkehr an den Ort eines großen Erfolges: Im August 2010 schlug er mit dem FC Lausanne-Sport den FC Lokomotiv Moskva in den Play-offs zur UEFA Europa League und qualifizierte sich mit dem damaligen Zweitligisten für die Gruppenphase. "Das sind wunderbare Erinnerungen", sagte der YB-Trainer. "Wir hatten nichts zu verlieren und traten unbeschwert auf und haben so das Wunder geschafft."
Zwar ist Rueda mit seinen Young Boys wohl auch diesmal Außenseiter, wenn es gegen Anji Makhachkala geht, den Ersten der russischen Premier-Liga – aber nicht mehr im selben Ausmaß wie damals mit Lausanne. "Es wäre sicher keine Sensation, wenn wir gegen Anji gewännen", so Rueda. Und um seine Ansprüche zu untermauern, ergänzte er: "Wir sind auch nicht hierhergekommen, um nur zu verteidigen. Wir wollen mutig auftreten und etwas mitnehmen."
Dass die Berner ein positives Resultat brauchen, ist offenkundig. Nach dem vielerorts kritisierten Auftritt beim 3:5 gegen Liverpool FC im ersten Gruppenspiel ließe ein Punktgewinn die Hoffnung auf ein Weiterkommen wieder aufkeimen; zudem würde man Selbstvertrauen gewinnen, das man trotz des 6:2-Erfolgs gegen Servette FC am Sonntag auch für die nationalen Ziele benötigt. "So könnten wir eine Siegesserie starten", sagte Mittelfeldspieler Raphaël Nuzzolo, "und die braucht es wohl, wollen wir nächstes Jahr wieder international dabei sein."
Im Kampf um ein gutes Ergebnis und Selbstvertrauen müssen die Berner jedoch auf zwei namhafte Mittelfeldspieler verzichten: Christoph Spycher und Alexander Farnerud fallen aus; Spycher schmerzt das Knie, Farnerud plagen die Adduktoren. "Das ist sehr bitter", gibt Rueda zu, "aber zum Glück haben wir einen großen Kader." Elsad Zverotic und Moreno Costanzo werden die beiden wohl vertreten.