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Stevens sauer, Larnaca enttäuscht

Das 0:0 in der Gruppe J der UEFA Europa League war sowohl für die Spieler des FC Schalke 04 als auch für die Mannschaft des AEK Larnaca FC eine Enttäuschung - der Gästetrainer indes war zufrieden.

Huub Stevens war mit der Nullnummer gegen Larnaca ganz und gar nicht zufrieden
Huub Stevens war mit der Nullnummer gegen Larnaca ganz und gar nicht zufrieden ©Getty Images

Die Augen von Schalke-Trainer Huub Stevens funkelten böse, als er nach dem Spiel gegen Larnaca zur Pressekonferenz erschien. "Wenn Du in so einem Spiel vor so einer Kulisse so eine Leistung ablieferst, dann ist das eine Enttäuschung", erklärte der Niederländer wütend, und legte gleich nach: "Unser bester Mann war heute der Torwart. Das sagt doch alles."

Der angesprochene Lars Unnerstall war in der Tat der einzige Schalker, der an diesem Abend seine Bestform abrief. Wohl auch deshalb forderten die 52 077 Zuschauer ihren Torhüter nach Spielende sogar zu einer Ehrenrunde auf. Unnerstall selbst überraschte das weniger als eine andere Tatsache: "Nach dem klaren Ergebnis im Hinspiel [5:0] hätte ich nicht damit gerechnet so oft Eins-gegen-Null-Situationen gegenüberzustehen. Ich bin froh, dass ich so viele von ihnen entschärfen konnte."

AEK-Trainer Ton Caanen machte derweil seiner Mannschaft ein Kompliment. "Das 0:0 zur Pause war gerecht. In der Kabine habe ich dann den Spielern gesagt, dass sie eine Chance haben, hier etwas zu holen, wenn sie alle zusammenhalten. Das haben sie toll gemacht, sind aber leider nicht mit einem Sieg belohnt worden", sagte Caanen. Nach kurzem Zögern legte er dann aber doch noch ein paar Sätze nach: "Ich würde aber auch im Nachhinein nicht sagen, dass wir hier hätten gewinnen müssen. Es ist immer noch Schalke und da müssen wir mit einem 0:0 zufrieden sein."

Überhaupt nicht zufrieden war natürlich Schalkes Abwehrspieler Christian Fuchs. Der Österreicher sagte nachher: "Wir haben den Gegner heute selbst stark gemacht. Wir wollten heute zu Hause das Heft in die Hand nehmen - vor allem nach diesem Hinspiel. Aber das ist uns überhaupt nicht gelungen. Am Ende müssen wir mit dem einen Punkt leben und es bei den nächsten Spielen besser machen."

AEK-Mittelfeldspieler Gonzalo García sah seine Mannschaft aufgrund der vielen vergebenen Großchancen am Ende als unglücklichen "Punkt-Gewinner". Er erklärte: "Wir hätten heute einen Sieg verdient gehabt, haben so hart dafür gekämpft und die Chancen für einen Sieg hatten wir auch." Der Mann, der das verhinderte, blieb angenehm bescheiden. "Heute habe ich ein paar gute Dinger rausgeholt und die Null gehalten", sagte Torwart Unnerstall. "Beim nächsten Mal patze ich vielleicht und dann schießen die Jungs vorne ein Tor mehr für mich." In der UEFA Europa League gibt es dazu am 1. Dezember die nächste Möglichkeit. Dann ist der FC Steaua Bucureşti zu Gast auf Schalke.

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