Undankbare Aufgabe in Senica
Dienstag, 2. August 2011
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Das Rückspiel in der dritten Runde gegen den FC Salzburg ist für FK Senica ohne Zweifel das größte Spiel der Vereinsgeschichte - die Österreicher dagegen können sich eigentlich nur blamieren.
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Das Rückspiel in der dritten Runde der Qualifikation zur UEFA Europa League gegen den FC Salzburg ist für FK Senica ohne Zweifel das größte Spiel der Vereinsgeschichte.
Zwölf außergewöhnliche Monate liegen hinter Trainer Stanislav Griga und seiner Mannschaft, jetzt will man Geschichte schreiben. Vor zwei Jahren Sechster der slowakischen Liga, spielte Senica letzte Saison lange um den Titel mit und gab sich am Ende ŠK Slovan Bratislava nur knapp geschlagen.
Jetzt ist der slowakische Vizemeister nur noch einen Sieg von den Play-offs der UEFA Europa League entfernt, doch Griga sieht die Aufgabe, das 0:1 aus dem Hinspiel in Salzburg wettzumachen, realistisch. "Salzburg ist auf jeder Position besser besetzt", erzählte er UEFA.com. "Wir sind sicher nicht der Favorit, aber wir werden alles versuchen, um unsere Fans glücklich zu machen."
Senica siegte am Sonntag in der Liga gegen TTS Trencin mit 4:0 und kletterte wieder auf den zweiten Platz. Die 20.000-Einwohner-Stadt, im Westen der Slowakei gelegen, fiebert der Partie entgegen, auch wenn die Österreicher über ein rund 15 Mal so großes Budget verfügen wie Senica. "Der Unterschied ist gewaltig", sagte Griga. "Als ob wir gegen einen Viertligisten spielen würden. Aber wenn man gut in der Abwehr steht, ist der Unterschied nicht so groß."
Grigas Team hat in der Sommerpause zwei wichtige Abgänge verzeichnen müssen, Abwehrspieler Filip Lukšík ging zu ADO Den Haag und Torjäger Ondřej Smetana wechselte zu K. Sint-Truidense VV. "Es war schwer, die beiden zu ersetzen, aber es hätte ja auch noch schlimmer kommen können; ich bin sehr froh, dass meine anderen Schlüsselspieler geblieben sind."
Im Kader von Senica finden sich viele Spieler aus fernen Ländern wie Argentinien (Abwehrspieler Nicolas Gorosito), Südafrika (Mittelfeldspieler Bridget Motha), Brasilien (Kaká und Bolinha) sowie der Niederländer Stef Wijlaars. Die meisten Spieler stammen freilich aus der benachbarten Tschechische Republik.
Jaroslav Diviš, der letzten Monat von Slovan Liberec ausgeliehen wurde, ist bereits der zehnte Tscheche im Kader. Ein anderer ist Torhüter Petr Bolek, der Salzburg im Hinspiel schier zur Verzweiflung brachte. Auf ihn dürfte es vor der Rekordkulisse von 4500 Zuschauern wohl erneut ankommen. Salzburg ist jedenfalls gewarnt, ein Spaziergang dürfte es für Ricardo Moniz und seine Truppe nicht werden.