Favoritenschreck Qarabağ will wieder zuschlagen
Mittwoch, 27. Juli 2011
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Club Brugge hat ohne Zweifel den bekannteren Namen, doch vor dem Drittrundenspiel in der Qualifikation zur UEFA Europa League mag so mancher Belgier mit Grausen an den Gegner Qarabağ FK gedacht haben.
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Club Brugge KV hat ohne Zweifel den bekannteren Namen, doch vor dem Drittrundenspiel in der Qualifikation zur UEFA Europa League mag so mancher Belgier mit Grausen an den Gegner Qarabağ FK gedacht haben.
In den letzten beiden Jahren hat das Team aus Aserbaidschan nämlich schon einige Favoriten das Fürchten gelehrt, 2009/10 warfen die Azeris Norwegens Aushängeschild Rosenborg BK raus, letzte Saison gehörte Wisła Kraków zu den Opfern, ehe Borussia Dortmund sich in den Play-offs als das bessere Team erwies.
Diesses Mal soll nun der 13-fache belgische Meister dran glauben: "Die Fans glauben an Qarabağ und erwarten große Dinge", erklärte Vizepräsident Tahir Gozal. "Es ist an der Zeit, dass wir uns für die Gruppenphase qualifizieren. Das ist unser einziges Ziel."
Unter Trainer Gurban Gurbanov wehrt sich Qarabağ erfolgreich gegen den im Land vorherrschenden Trend, auf ausländische Spieler statt auf Talente aus der eigenen Nachwuchsförderung zu setzen. Einziger Neuzugang war diese Saison Bakhtiyar Soltanov, 22, vom Bakı FK, der auch prompt beim 7:0-Triumph in der ersten Qualifikationsrunde gegen FK Banga traf.
Qarabağ setzte sich dann in der zweiten Runde nur dank der Auswärtstorregel gegen das färingische Team EB/Streymur durch, doch Mittelfeldspieler Namig Yusifov sieht noch Luft nach oben. "Es ist immer schwer, gegen Teams zu spielen, die mit zehn Mann hinten drin stehen", sagte er . "Wir spielen gegen gute Gegner immer viel besser, man sollte also mit Vorhersagen sehr vorsichtig sein."
Die Mannschaft aus Baku, deren ursprüngliche Heimatstadt Agdam seit dem bewaffneten Konflikt zwischen Armenien und der Republik Bergkarabach 1994 zerstört und verwaist ist, möchte nun unbedingt für positive Schlagzeilen sorgen. "Unser großes Ziel ist es, in Belgien ein Tor zu erzielen", sagte Gurbanov, 39, dessen zwölf Tore in der Nationalmannschaft noch immer Landesrekord sind. "Ein Auswärtstor würde unsere Chancen erheblich verbessern. Ich verspreche, dass wir besser spielen als gegen EB/Streymur."