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Nicht schlecht, aber doch zu wenig

Salzburg hat bei der 0:2-Niederlage gegen Manchester City laut Torhüter Gerhard Tremmel "phasenweise einen sehr guten Fußball" gespielt, doch letztendlich waren die Engländer eine Nummer zu groß.

Nicht schlecht, aber doch zu wenig
Nicht schlecht, aber doch zu wenig ©UEFA.com

Mit 0:2 hat der FC Salzburg zum Auftakt der Gruppe A der UEFA Europa League gegen Manchester City FC verloren, doch dabei zumindest "phasenweise einen sehr guten Fußball" gespielt, wie Torhüter Gerhard Tremmel festgestellt hat.

"Ich habe phasenweise keinen Klassenunterschied gesehen, man hat allerdings gemerkt, dass es immer gefährlich war, wenn sie schnell in die Spitze gespielt haben", meinte der Schlussmann der Bullen nach der Partie. Tremmel musste schon nach acht Minuten zum ersten Mal hinter sich greifen, damit war das taktische Konzept seiner Mannschaft völlig über den Haufen geworfen. "Das spielte natürlich genau in ihre Karten."

Für Franz Schiemer hat die individuelle Klasse letztendlich den Ausschlag gegeben. "Sie haben ihre Chancen genützt, wir nicht, und deshalb geht der Sieg auch in Ordnung", meinte der defensive Mittelfeldspieler. "Sie sind wirklich gespickt mit Stars, vor allem in der Offensive waren sie sehr stark und haben uns immer wieder Probleme bereitet. Aber ich glaube, wir haben Manchester City auf jeden Fall ärgern können."

Auch der eingewechselte Jakob Jantscher konnte durchaus positive Ansätze erkennen: "Ich glaube, dass heute auch Manchester City bezwingbar gewesen wäre. Wenn wir mit mehr Druck nach vorne gespielt hätten, hätten wir das ein oder andere Tor erzielen können. Aber man merkt schon, dass das Weltklassespieler sind, die machen sehr wenig Fehler."

Die Niederlage ist aber auf jeden Fall kein Beinbruch, da war man sich im Lager der Salzburger einig. "Ich glaube, gegen Manchester City kann man verlieren, so realistisch muss man sein", sagte Schiemer. Allerdings nimmt der Druck dadurch jetzt zu, ein weiterer Patzer in zwei Wochen bei KKS Lech Poznań ist wohl kaum mehr zu verkraften.

"Ich denke, Lech Posen ist jetzt in etwa unsere Kragenweite. Wir werden versuchen, dort zu punkten. Auswärts kann man auch mit einem Unentschieden leben, aber dann müssen wir die Heimspiele gewinnen. Aber das ist noch Zukunftsmusik", so Schiemer weiter. Die Leistung aus dem letzten Jahr kann Salzburg nicht mehr wiederholen, damals konnte der österreichische Meister alle sechs Gruppenspiele in der UEFA Europa League gewinnen.

Das war aber natürlich auch nicht das primäre Ziel der Bullen, sondern sie wollen schlicht und einfach in die Runde der letzten 32 einziehen. Und das ist auf jeden Fall noch möglich. "Wir haben natürlich noch Hoffnung. Wir haben noch fünf Partien, da kann alles passieren", erklärte Jantscher. Doch dazu muss Salzburg nicht nur phasenweise guten Fußball spielen, sondern konstant über 90 Minuten. 

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