Jelavić sorgt für Rapid-Sensation
Donnerstag, 27. August 2009
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Aston Villa FC - SK Rapid Wien 2:1 (Gesamt 2:2, Rapid weiter)
Aufgrund der Auswärtstorregel konnte Rapid als erste österreichische Mannschaft jemals ein englisches Team ausschalten.
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Der SK Rapid Wien schaltete trotz einer 2:1-Auswärtsniederlage den haushohen Favoriten Aston Villa FC aus. Nach einem 0:2-Rückstand wurde Nikica Jelavić mit seinem erlösenden Treffer der gefeierte Held; schon beim 1:0-Sieg im Hinspiel war es der Kroate, der das Tor erzielt hatte. Noch nie zuvor konnte eine österreichische Mannschaft einen englischen Vertreter aus dem Europapokal werfen.
Elfmeterkiller Payer
Rapid ließ sich von der beeindruckenden Kulisse im Villa-Park nicht einschüchtern und übernahm von Beginn an die Kontrolle. Kapitän Steffen Hofmann scheiterte nach etwas mehr als einer Viertelstunde per Freistoß nur am Außennetz, der haushohe Favorit aus England konnte der anfänglichen Drangperiode der Gäste kaum etwas entgegen setzen. In der 32. Minute wurde der durchbrechende Ashley Young von Markus Heikkinen im Strafraum gestoßen. Der Gefoulte trat beim anschließenden Elfmeter selbst an, Torhüter Helge Payer parierte aber glänzend.
Der zweite Strafstoß sitzt
Nur sechs Minuten später dasselbe Bild, wieder wurde Young im Strafraum zu Fall gebracht, wieder entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß. Dieses Mal durfte aber James Milner sein Glück probieren und erledigte die Aufgabe ungleich besser als sein Vorgänger. Der satte Schuss passte genau ins Eck. Selbst nach diesem Rückschlag gab sich Rapid aber nicht geschlagen und versuchte weiterhin, das Offensivspiel zu forcieren. Nach dem Seitenwechsel gaben die Gastgeber ordentlich Gas. In der 53. Minute nutzte John Carew einen Abwehrfehler der Grün-Weißen, zog in den Strafraum und ließ Payer mit seinem Schuss ins kurze Eck keine Chance. Dieses Resultat hätte der Mannschaft aus Birmingham, die zunächst das Ergebnis souverän verwaltete, genügt.
Erlösendes Auswärtstor
Die Gäste, die von 1 500 mitgereisten Fans angetrieben wurden, gaben sich aber nicht geschlagen und drängten in der berühmten Rapid-Viertelstunde auf den so wichtigen Auswärtstreffer. Der Kroate Jelavić vergab den Abpraller eines Fallrückziehers von Stefan Maierhofer aus wenigen Metern noch fahrlässig, bevor er es in der 76. Minute besser machte. Wieder war es Maierhofer, der zuvor an Torhüter Bradley Guzan scheiterte. Der US-amerikanische Schlussmann konnte den Ball aber nicht festhalten und Jelavić behielt die Nerven und schob zum 2:1 ein. Kurz danach hatte Steffen Hofmann die Riesen-Möglichkeit auf den Ausgleich, der Schuss aus fünf Metern ging aber auf die Tribüne. In den letzten Minuten warf Aston Villa alles nach vorne, die Rapid-Abwehr stand jedoch sicher und ließ nichts mehr anbrennen. Aufgrund der tollen kämpferischen Leistung, mehr Ballbesitz und der Überlegenheit im Hinspiel ging der sensationelle Aufstieg auch in jedem Fall in Ordnung. "Dass wir Aston Villa ausschalten, war nicht zu erwarten, aber wir haben zwei gute Tage erwischt und sind verdient weitergekommen", sagte Verteidiger Markus Katzer nach dem Abpfiff.