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Enttäuschung und Freude in Österreich

Nach den Hinspielen der ersten Runde des UEFA-Pokals könnte die Stimmung bei den beiden österreichischen Vertretern kaum unterschiedlicher sein. Salzburg steht vor dem Aus, Wien hat gute Karten.

Salzburgs niederländischer Trainer Co Adriaanse steht nach dem 0:2 zum Auftakt gegen Sevilla FC vor dem Aus im UEFA-Pokal
Salzburgs niederländischer Trainer Co Adriaanse steht nach dem 0:2 zum Auftakt gegen Sevilla FC vor dem Aus im UEFA-Pokal ©Getty Images

Nach den Hinspielen der ersten Runde des UEFA-Pokals könnte die Stimmung bei den beiden österreichischen Vertretern kaum unterschiedlicher sein. Der FC Salzburg steht nach seiner 0:2-Auftaktniederlage bei Sevilla FC vor dem Aus, der FK Austria Wien kann sich nach dem 2:1-Heimerfolg gegen KKS Lech Poznań berechtigte Hoffnungen auf den Einzug in die Gruppenphase machen.

Adriaanse geschockt
"Ich bin wirklich sehr enttäuscht. Wir sind hierher gekommen, um zu gewinnen. Und dann noch so ein Tor in allerletzter Sekunde", sitzt der Schock bei Salzburgs Trainer Co Adriaanse über das späte 2:0 von Sevilla FC in der 92. Minute durch Adriano tief. "Im Rückspiel wird es dadurch sehr schwer für uns werden. Das 2:0 ist für Sevilla eine ideale Ausgangsposition. Sie haben eine sehr starke Mannschaft, gegen die es schon schwer geworden wäre ein 0:1 aufzuholen."

Ochs realistisch
Ebenso hart fiel das Fazit von Salzburgs Torhüter Timo Ochs aus, der bei beiden Treffern der Spanier ohne Chance war. "Wir können uns jetzt hinstellen und allen erzählen, wie toll wir in der zweiten Spielhälfte waren. Das Wichtigste im Fußball ist aber immer noch das Ergebnis, und da steht ein 0:2. Auch wenn es den Spielverlauf nicht widerspiegelt, nur davon können wir uns nichts kaufen", fasste der Keeper die Geschehnisse zusammen und sein Teamkollege Alexander Zickler sprach das aus, was alle Salzburger dachten: "Wir brauchen jetzt ein Wunder, aber wir werden es versuchen."

Austria glücklich
Ganz anders zeigten sich natürlich die Spieler und Verantwortlichen des FK Austria Wien nach ihrem 2:1-Auftakterfolg gegen Posen. "Wir haben einen Sieg auf dem Konto, das ist viel wert. Ich bin letzten Endes zufrieden. Jeder Einzelne hat viel Laufarbeit und Kampfkraft ins Spiel gebracht. Wir haben uns aus dem Spiel nicht viele Chancen erarbeitet, aber Posen stand auch sehr gut. Daher glaube ich, dass in Polen vielleicht mehr Chancen entstehen können, wenn wir auf Konter spielen", analysierte Austria-Trainer Karl Daxbacher die Partie und blickte schon auf das Rückspiel am 2. Oktober voraus.

Schmerzendes Gegentor
In diesem müssen die Österreicher wegen des Auswärtstores der Polen weiterhin sehr wachsam sein, was auch Doppeltorschütze Franz Schiemer betont: "Der Gegentreffer schmerzt. Man hat gesehen, Lech ist eine sehr starke, aggressive Mannschaft. Der Sieg war Pflicht, das ist sehr schön. Ich glaube, wir werden sie jetzt auch auswärts bezwingen." Sein Teamkollege Matthias Hattenberger nahm die Situation ebenfalls selbstbewusst zur Kenntnis. "Sie haben ein Tor bei uns geschossen, aber das können wir ja auch. Vom Spielverlauf her haben wir sie im Griff gehabt. Es wird schwer, aber wir kommen weiter", sagte der Mittelfeldspieler.

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