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Abwehr gegen Angriff in Manchester

Beim Duell zwischen Zenit St. Petersburg und Rangers FC im UEFA-Pokal-Finale in Manchester stehen sich eine offensiv- und eine defensivstarke Elf gegenüber.

Am nächsten Mittwoch muss ein neuer Name in die Siegerliste des UEFA-Pokals eingetragen werden - ganz egal, wer das Finale im City-of-Manchester-Stadion gewinnt, der FC Zenit St. Petersburg oder Rangers FC.

Hoffnung bei Zenit
Zenit hat es zum ersten Mal ins Endspiel eines europäischen Vereinswettbewerbs geschafft. Die Russen wollen den Erfolg ihrer Landsleute vom PFC CSKA Moskva wiederholen, die vor drei Jahren als erste russische Mannschaft einen kontinentalen Titel holen konnten. Die Rangers standen dreimal im Finale des Europapokals der Pokalsieger, 1972 konnten sie den Titel holen - gegen eine russische Mannschaft, den FC Dinamo Moskva, was die Schotten als gutes Omen sehen.

Pogrebnyak gesperrt
Sollten sie wirklich gewinnen, wäre es ein Triumph der Abwehr über den Angriff. Die Rangers, die ursprünglich in der UEFA Champions League in diese Saison gestartet sind, haben im UEFA-Pokal lediglich zwei Gegentreffer kassiert. Zenit muss zudem ohne den gesperrten Torjäger Pavel Pogrebnyak auskommen, der im laufenden Wettbewerb zehnmal getroffen hat. Er hat beim triumphalen 4:0-Sieg gegen den FC Bayern München im Halbfinal-Rückspiel die Gelbe Karte gesehen, was Trainer Dick Advocaat jedoch nicht aus der Ruhe bringt. "Wir haben großes Potential und hoffentlich eine große Zukunft", sagte der Niederländer. "Nach den Siegen gegen Villarreal, Olympique de Marseille und jetzt Bayern denke ich, dass wir auch einen Sieg im Finale verdient hätten."

Alte Freunde
Advocaat trifft in Manchester auf seinen alten Verein, er arbeitete von 1998 bis 2002 bei den Rangers und führte sie in dieser Zeit zu zwei schottischen Meisterschaften. Advocaat wurde 1998 Nachfolger des aktuellen Rangers-Trainers Walter Smith und knüpfte nahtlos an die Erfolge des Schotten an. Smith gewann während seiner ersten Amtszeit bei den Rangers siebenmal in Folge die Meisterschaft, ein europäischer Titel mit den Rangers wäre für den 60-Jährigen jedoch ein völlig neues Gefühl. "Der Einzug in ein Europapokalfinale ist für alle bei diesem Klub und für unsere Fans ein fantastischer Erfolg", sagte er nach dem Halbfinal-Sieg gegen ACF Fiorentina im Elfmeterschießen. "Dick Advocaat hat ein tolles Ergebnis mit Zenit geholt. Ich freue mich für ihn, weil er früher bei den Rangers war. Jetzt bin ich schon voller Vorfreude auf das Finale."

Abwehr entscheidend
Abgesehen vom Elfmeterschießen gegen die Fiorentina sind die Rangers in diesem Wettbewerb seit acht Stunden ohne Gegentreffer. Sie haben in jedem Spiel unermüdlich gearbeitet, nun kommt es darauf an, ob sie nach einer langen Saison im Endspiel noch einmal über sich hinauswachsen können. Die Saison in Russland hat im Gegensatz dazu gerade erst begonnen, Zenit stand seit dem Sieg gegen die Bayern nicht mehr auf dem Platz. Im vergangenen Mai in Glasgow konnte sich Sevilla FC im Elfmeterschießen gegen RCD Espanyol zum zweiten Mal in Folge diesen Titel sichern. Die immer müder werdenden Rangers hoffen, dass diesmal 90 Minuten ausreichen, um das Spiel zu gewinnen.