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Bayern erwartet defensives Bolton

Der FC Bayern München, der in der Liga zuletzt über zwei torlose Remis nicht hinauskam, erwartet im UEFA-Pokal stark defensiv agierende Engländer.

Der FC Bayern München, der in der Liga zuletzt über zwei torlose Unentschieden nicht hinauskam, erwartet stark defensiv agierende Engländer im UEFA-Pokal.

Zwei Nullnummern in Folge
Die Souveränität des Saisonbeginns ist dem FC Bayern München in den letzten Partien ein wenig abhanden gekommen. Schon das erste Gruppenspiel im UEFA-Pokal beim FK Crvena Zvezda wurde nur dank eines Endspurts noch mit 3:2 gewonnen, und danach folgten in der Bundesliga zwei glanzlose Nullnummern beim BV Borussia Dortmund und zu Hause gegen Eintracht Frankfurt.

Keine Verunsicherung
Der Vorsprung in der Liga auf den Zweitplatzierten, den Hamburger SV, ist auf lediglich zwei Punkte zusammengeschrumpft. Macht sich Unzufriedenheit breit in München? "Wir brauchen nicht verunsichert zu werden, wir haben gut gespielt. Die Frankfurter haben im Spiel selbst gesagt, ihnen wird ganz schwindelig", sagt Mittelfeldmotor Mark van Bommel. Dass der HSV und Bremen wieder näher gerückt sind, hat für Trainer Ottmar Hitzfeld sogar etwas Positives: "Es ist zum jetzigen Zeitpunkt der Saison gefährlich, wenn man ständig sechs, sieben Punkte Vorsprung hat. Dann schleicht sich schon mal Schlendrian ein, so aber bleibt die Spannung bei uns hoch."

Spitze auch im UEFA-Pokal
Auch in der UEFA-Pokal-Gruppe F grüßt der deutsche Rekordmeister nach dem ersten Spieltag von der Tabellenspitze und empfängt nun in der heimischen Arena den Bolton Wanderers FC, der vor zwei Wochen kurz vor Schluss noch den 1:1-Ausgleich gegen den SC Braga hinnehmen musste. "Wir sind immer Favorit, ob wir gegen Bolton spielen oder zwei Tage später in Stuttgart", stellt Hitzfeld fest.

"Defensiver als Frankfurt"
Vom Gegner, der momentan auf Rang 19 von 20 Mannschaften der englischen Premier League zu finden ist, erwarten die Bayern ein ähnlich defensives Auftreten, wie es die Frankfurter Eintracht am vergangenen Wochenende hinlegte. "Sie werden ein englisches Spiel machen, taktisch geprägt und mit weiten Schlägen", so Mittelfeldspieler Franck Ribéry. "Bolton ist vielleicht noch defensiver als Frankfurt. Die einfachste Lösung ist ein schnelles Tor. Aber gerade in solchen Spielen wie gegen Frankfurt und Bolton brauchen wir auch starke Standards."

Megson der Bayern-Bezwinger
"Wenn wir am Donnerstag gewinnen, ist man mit sechs Punkten qualifiziert", hofft Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge auf ein schnelles Weiterkommen der Bayern, die in dieser Woche nach der Rückkehr des zuvor am rechten Knie verletzten Willy Sagnol erstmals wieder mit dem kompletten Kader trainieren konnten. Bei den Engländern, bei denen der Einsatz des profilierten Stürmers Nicolas Anelka fraglich ist, weiß ein Mann ganz genau, wie man die Bayern in München schlagen kann: Trainer Gary Megson saß 1993 als Einwechselspieler auf der Bank, als Norwich City FC mit 2:1 den Bayern die einzige Heimniederlage in 13 Spielen gegen englische Mannschaften beibrachte.