Mainz steht im UEFA-Pokal
Donnerstag, 25. August 2005
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IB Keflavík – 1. FSV Mainz 05 0:2
Tore von Michael Thurk und Tom Geißler machten den erstmaligen UEFA-Pokal-Einzug der 05er perfekt.
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Von Andreas Alf
Der 1. FSV Mainz 05 steht erstmals in seiner Vereinsgeschichte im UEFA-Pokal. Im Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde siegten die Rheinhessen in Reykjavik gegen den isländischen Vertreter IB Keflavík wie schon im Hinspiel mit 2:0. Michael Thurk und Tom Geißler trugen sich in die Torschützenliste ein.
Glanzparade von Johannsson
Vor rund 1.000 Zuschauern gab die Mannschaft von Jürgen Klopp von der ersten Minute an deutlich den Takt an. Erwartungsgemäß zwang der favorisierte Bundesligist die Platzherren nahezu permanent in die Defensive. Trotz gefälligem Kurzpassspiel dauerte es jedoch 14 Minuten, bis Mainz erstmals gefährlich vor dem gegnerischen Gehäuse auftauchte. Michael Thurk stellte Omar Johannsson mit einem präzisen Linksschuss auf die Probe, doch Keflavíks Schlussmann parierte sicher.
Thurk vollstreckt eiskalt
Sechs Minuten später hätte Benjamin Auer für die Führung verantwortlich zeichnen müssen, doch der Kopfball des Torjägers aus kürzester Distanz nach feiner Flanke von Antonio da Silva verfehlte den kurzen Pfosten um Zentimeter. Dafür machte es Thurk weitere vier Minuten darauf besser: Christof Babatz spielte einen langen Ball auf den im Strafraum lauernden Stürmer, der per Brustannahme Gegenspieler Gudjon Arni Antoniusson aussteigen ließ und vorbildlich per Direktschuss unhaltbar zur Führung in den rechten oberen Winkel einschoss.
Runarsson verpasst Ausgleich
Fortan schaltete der FSV einen Gang zurück, so dass die Isländer zehn Minuten vor dem Seitenwechsel zu ihrer ersten Torchance kamen. Ein Linksschuss von Holmar Örn Runarsson aus halblinker Position verfehlte das Tor von 05-Schlussmann Dimo Wache jedoch um mehrere Meter.
Mainz lässt nach
Nach der Pause präsentierten sich die Gäste zunächst erstaunlich unkonzentriert und konzeptlos im Spielaufbau, so dass Keflavík deutlich mutiger wurde. Einzig den beiden robusten Innenverteidigern Manuel Friedrich und Nikolce Noveski hatte es das Klopp-Ensemble zu verdanken, dass Wache dennoch einen ruhigen Abend erleben konnte.
Geißler setzt Schlusspunkt
Erst nach 75 Minuten fand Mainz gegen den aktuellen Tabellen-Vierten der isländischen Liga zu alter Ballsicherheit zurück. Vor allem der eingewechselte Tom Geißler sorgte noch einmal für frischen Schwung und schließlich auch für die endgültige Entscheidung: In der 85. Minute landete seine Volleyabnahme aus der Drehung zum 2:0-Enstand in den Maschen. Damit dürfen die Rheinhessen gespannt darauf warten, welcher Gegner ihnen bei der UEFA-Pokal-Auslosung morgen in Monaco zugelost wird.