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Außenseiterrolle für Aachen

Gruppe H: Der TSV Alemannia Aachen dürfte in dieser Gruppe nur eine kleine Chance auf die nächste Runde haben.

Vor Beginn der UEFA-Pokal-Gruppenphase am 21. Oktober nimmt uefa.com die Form der Teilnehmer der Gruppe H unter die Lupe.

* AEK ATHENS FC

AEK Athens FC durchlebt ein schweres Jahr, denn Präsident Demis Nikolaidis hat mit einem Schuldenberg in Höhe von 150 Millionen Euro zu kämpfen. Bekannte Spieler wie Theodoros Zagorakis, Vassilios Tsiartas und Mihalis Kapsis wurden verkauft, dafür stehen nun junge Nachwuchsakteure im Kader.

Dennoch ist AEK in der nationalen Meisterschaft und auf europäischer Bühne in der laufenden Saison noch ungeschlagen. In der Liga gab es bislang zwei Siege und ein Unentschieden, im UEFA-Pokal setzte sich das Team in der ersten Runde insgesamt mit 2:1 gegen den slowenischen Vertreter NK Gorica durch.

In zwei Wochen wird die Mannschaft aus dem Georgios Kamaras-Stadion in das prunkvolle Olympiastadion in Athen umziehen. Dadurch sollen zusätzlich zu den treuen Anhängern weitere Fans angelockt werden.

Die Neuzugänge waren bei AEK maßgeblich am guten Saisonstart beteiligt, vor allem der junge zypriotische Mittelfeldspieler Simos Krassas, Stürmer Leonidas Kabantais sowie die beiden Portugiesen Bruno Alves und Paulo Assunção, die auf Leihbasis kamen, überzeugten. Nikolaidis und Trainer Fernando Santos wollten vor der Saison keine Versprechungen machen, doch bislang sieht es so aus, als wenn die neu zusammengestellte Mannschaft einiges erreichen könnte.

* LOSC LILLE MÉTROPOLE

LOSC Lille Métropole setzte sich in der ersten Runde mit 4:1 gegen den irischen Klub Shelbourne FC durch.

Die Franzosen können voller Zuversicht in die Gruppenphase starten: nach dem Gewinn des UEFA Intertoto Cups im Sommer gewannen sie Anfang Oktober durch ein Tor des eingewechselten Stürmers Matt Moussilou mit 1:0 gegen Stade Rennais FC und eroberten die Tabellenspitze der Ligue 1. Auch für Trainer Claude Puel kam dies "unerwartet", ganz Frankreich zeigt sich erstaunt über das Team der Stunde.

Lille hat in den letzten fünf Spielen kein einziges Gegentor kassiert und hat 19 Punkte auf dem Konto. Aufgrund des besseren Torverhältnisses führt man vor Meister Olympique Lyonnais. Dabei kann das Team derzeit keinen richtigen Heimvorteil genießen, denn da das Grimonprez-Jooris-Stadion momentan umgebaut wird, finden die Heimspiele im nahe gelegenen Stadion Lille-Métropole statt. Neben Moussilou war der slowenische Spielmacher Milenko Acimovic bislang einer der Stars der Saison.

* TSV ALEMANNIA AACHEN

UEFA-Pokal-Debütant TSV Alemannia Aachen setzte sich in der ersten Runde locker mit 5:1 gegen den isländischen Meister FH Hafnarfjördur durch. Dieser tolle Start sollte dem Zweitligisten viel Selbstvertrauen vor Beginn der Gruppenphase verleihen.

Aachen verlor letzte Saison im DFB-Pokal-Finale gegen SV Werder Bremen und qualifizierte sich damit für den UEFA-Pokal, da Bremen in der UEFA Champions League spielt. Überdies verpassten die Aachener den Aufstieg nur knapp, im Anschluss verließen zahlreiche Spieler den Verein. Der neue Trainer Dieter Hecking hat 13 neue Spieler geholt, zudem stehen im Kader einige Akteure mit Bundesligaerfahrung.

Der niederländische Stürmer Erik Meijer, einst bei Bayer 04 Leverkusen, und Kai Michalke, der beim VfL Bochum 1848 spielte, konnten zahlreiche Erfahrungen in der höchsten deutschen Spielklasse sammeln und die Mannschaft enorm verstärken. Trotzdem wäre das Erreichen der nächsten Runde eine echte Sensation.

* SEVILLA FC

Sevilla FC belegt in der Primera División derzeit den dritten Platz, kam in seinem letzten Ligaspiel bei Real Racing Club de Santander allerdings nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Die Mannschaft musste die Partie mit zehn Mann beenden, da Verteidiger Pablo Alfaro vom Platz gestellt wurde. Nach einer Niederlage in sechs Spielen hat Sevilla fünf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter FC Barcelona.

Verteidiger Pablo Ruiz muss noch zwei Wochen pausieren, nachdem er sich am 22. September im Spiel gegen Villarreal CF eine Verletzung im Gesichtsbereich zugezogen hatte. Dafür hat Stürmer Julio Baptista seine Knieblessur auskuriert. Er dürfte im nächsten Ligaspiel gegen Valencia CF wieder einsatzbereit sein. Der spanische U21-Nationalverteidiger Sergio Ramos - bislang einer der besten Spieler bei Sevilla - hat seinen Vertrag unterdessen vorzeitig um ein Jahr bis Juni 2008 verlängert.

Ebenfalls auf sich aufmerksam machen konnte der brasilianische Mittelfeldspieler Renato, der bei seinem Debüt gegen Albacete Balompié ein Traumtor erzielte.

* FC ZENIT ST. PETERBURG

Unter dem tschechischen Trainer Vlastimil Petrzela läuft es für Zenit dieses Jahr richtig rund. Nach fünf Saisonspielen führt das Team die Tabelle der russischen Premier League an, wenn auch nur mit drei Punkten Vorsprung auf den viertplazierten FC Krylya Sovetov Samara. Zenit könnte dafür sorgen, dass der Meistertitel erst zum zweiten Mal nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion nicht von einem Klub aus Moskau gewonnen wird. Bislang konnte Zenit in seiner Vereinsgeschichte erst einmal den sowjetischen Pokal gewinnen, und das war 1944. 40 Jahre später wurde der erste Meistertitel bejubelt. Zenit stieg erst 1996 in die höchste russische Spielklasse auf.

Auch auf europäischer Bühne war Zenit in dieser Saison bislang erfolgreich. In der zweiten UEFA-Pokal-Qualifikationsrunde verlor das Team das Hinspiel beim SV Pasching mit 1:3, gewann aber das Rückspiel zu Hause mit 2:0 und zog damit in die erste Hauptrunde ein. In dieser setzten sich die Russen deutlich gegen FK Crvena Zvezda (Roter Stern Belgrad) durch. Einem 4:0-Heimsieg folgte ein 2:1-Erfolg in Belgrad. Torwart Viacheslav Malafeev und Stürmer Aleksandr Kerzhakov sind die Leistungsträger in einer Mannschaft, die an guten Tagen durch schnellen und herzerfrischenden Offensivfußball glänzt.