Finanzspritze für die Hearts

Vorsitzender Chris Robinson wird seinen Anteil an Heart of Midlothian FC an einen Geschäftsmann aus Litauen verkaufen.

Vorsitzender Chris Robinson hat beschlossen, seinen Anteil an Heart of Midlothian FC an einen Geschäftsmann aus Litauen zu verkaufen.

Summe akzeptiert
Robinson hat das Angebot von 1,25 Millionen Euro für seine Anteile von 19,6 Prozent am schottischen Klub angenommen. Wenn das Geschäft mit Vladimir Romanov am 8. Dezember endgültig unter Dach und Fach ist, will er alle Verbindungen zu den Hearts beenden. Die Fans des Klubs hoffen, dass der Investor aus Litauen den Verkauf des vereinseigenen Tynecastle-Stadions, das bereits 118 Jahre alt ist, verhindern kann.

Verkauf des Stadions
Der Vorstand der Hearts hat beschlossen, das Stadion für 30 Millionen Euro an Cala Management zu verkaufen, sofern man bis Januar 2005 keine finanzielle Lösung findet. Jetzt ruhen alle Hoffnungen auf Romanov, der schon einer der Mitbegründer von Litauens Spitzenmannschaft FBK Kaunas war. Er soll sicherstellen, dass der Verein bis zum Bau eines neuen Stadions in Tynecastle bleiben kann, und nicht in der nächsten Saison nach Murrayfield, dem Stadion von Edinburghs Rugby-Verband, umziehen muss.

"Akzeptable Alternative"
Vorstand George Foulkes meldete sich aus Portugal zu Wort, wo sich die Hearts derzeit auf das Rückspiel der ersten UEFA-Pokal-Runde gegen den SC Braga vorbereiten: "Wenn die Bedingungen so sind, dass sich nach dem Verkauf der Anteile von Chris Robinson auch noch der Verkauf des Stadions anschließen muss, verfügt der Klub mit dem Umzug nach Murrayfield über eine akzeptable Alternative."

"Attraktive Investition"
Romanov, der vorher schon mit Dundee FC, Dundee United FC und Dunfermline AFC in Verbindung gebracht wurde, ist Mehrheitseigner in einer Gesellschaft, die im Besitz einer litauischen Bank, der Ukio Bankas, ist. Ein Sprecher des Geschäftsmannes teilte mit: "Wir glauben, dass sich eine Investition in die Hearts als sehr attraktiv erweisen könnte."