Hearts wollen Vereinsgeschichte schreiben

Heart of Midlothian FC absolviert heute eines der wichtigsten Spiele der Vereinsgeschichte.

Von Alex O'Henley

John Robertson, Trainer von Heart of Midlothian FC, hat an seine Spieler appelliert, durch ein Weiterkommen im UEFA-Pokal Vereinsgeschichte zu schreiben.

Nur ein Sieg zählt
Robertsons Mannschaft trifft am Donnerstag im eigenen Stadion auf Ferencvárosi TC und benötigt unbedingt einen Sieg, um die nächste Runde zu erreichen. Gleichzeitig muss sie darauf hoffen, dass Feyenoord im anderen Spiel des Abends gegen den FC Basel 1893 mindestens einen Punkt holt.

Duell mit Bayern
Erinnerungen an den letzten großen Europapokalauftritt der Schotten werden wach, als sie 1989 das Viertelfinale des UEFA-Pokals erreichten und dort erst am FC Bayern München scheiterten. Robertson, der damals selbst auf dem Platz stand, verriet uefa.com, welch große Chance seine Truppe hat, sich in den Geschichtsbücher der Hearts zu verewigen.

"Riesiger Ansporn"
"Die Spieler haben am Donnerstagabend einen riesigen Ansporn. Alle Fans erinnern sich an den großartigen Lauf bis ins Viertelfinale vor 15 Jahren. Zwar können wir nur die Runde der letzten 32 erreichen, aber es wäre trotzdem ein absoluter Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Die Spieler dürfen für alles, was sie bisher erreicht haben, stolz auf sich sein, aber es wäre fantastisch, wenn wir noch eine Runde weiterkommen.

Gefährliche Ungarn
Allerdings weiß Robertson den Gegner nicht zu unterschätzen, schließlich können sich die Ungarn nach dem Unentschieden gegen Feyenoord ebenfalls noch für die nächste Runde qualifizieren. Hätten sie in der Schlussphase des Spiels gegen Basel nicht einen Elfmeter vergeben, wären sie auch dort nicht mit leeren Händen ausgegangen. Deshalb warnt der schottische Trainer vor Ferencvárosi.

"Starke Stürmer"
"Wir haben sie zwei Mal beobachtet und zwei oder drei ihrer Spieler auf Video analysiert", verrät Robertson. "Sie haben zwei sehr starke Stürmer und ihr Spielmacher [Dénes] Rósa ist unheimlich gefährlich. Wir wissen also, über welch qualitativ hochwertige Mannschaft sie verfügen und werden unser Bestes geben, um sie zu schlagen."

Schwierige Aufgabe
Die Innenverteidigung der Hearts, bestehend aus Steven Pressley und Andy Webster, wird sich zumindest an einen der ungarischen Spieler erinnern. Bei Ungarns 3:0-Erfolg über Schottland im Hampden Park zu Beginn des Jahres schoss Szabolcs Huszti gleich zwei Treffer. Allerdings ist Kapitän Pressley zuversichtlich, auch wenn er weiß, welch schwierige Aufgabe auf seine Mannschaft zukommt.

"Traumtor"
"Huzti hat gegen uns ein Traumtor erzielt und ist einer der wenigen Nationalspieler in den Reihen von Ferencváros", sagt Pressley. "Sie haben eine starke, gut organisierte Mannschaft, die momentan in Ungarn Tabellenführer ist. Wir wissen, dass uns ein schwieriges Spiel erwartet, und die Leute sollten wissen, dass ein Sieg kein Selbstläufer ist."

Zukunftspläne
Die Hearts sind zuversichtlich, dass mehr als 30.000 Fans den Weg ins Murrayfield-Stadion finden werden. Sobald die Partie absolviert ist, will sich Robertson mit dem zukünftigen Klubbesitzer, dem litauischen Geschäftsmann Vladimir Romanov, zusammensetzen, um die Zukunft der Schotten zu planen.

Schwere Entscheidungen
Vor allem geht es dabei um die Zukunft von zwölf Spielern, darunter auch Pressley und der niederländische Stürmer Mark de Vries, deren Verträge im Sommer auslaufen. "Natürlich will ein Trainer seine besten Spieler behalten, da bin ich keine Ausnahme", sagte er. "Aber manchmal ist es finanziell schwierig, dies zu bewerkstelligen. Deshalb werden wir uns nach dem Spiel zusammensetzen und Details besprechen."