Celtic mit Respekt vor Villarreal
Donnerstag, 8. April 2004
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Celtic FC-Trainer Martin O'Neill will vor dem Viertelfinal-Hinspiel gegen Villarreal CF von Überheblichkeit nichts wissen.
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Von Alex O'Henley in Glasgow
Celtic FC-Trainer Martin O'Neill hat vor dem Hinspiel des UEFA-Pokal-Viertelfinals am Donnerstag gegen Villarreal CF vor Überheblichkeit gewarnt. Seiner Meinung nach wird die spanische Mannschaft ein schwierigerer Gegner als der FC Barcelona werden, den der Tabellenführer der schottischen Premier League in der letzten Runde ausschalten konnte.
"Absolut selbstbewusst"
O'Neill beobachtete Villarreal, das sich mit dem torlosen Unentschieden am Wochenende im Camp Nou und dem Erfolg im Achtelfinale gegen den AS Roma den Respekt seiner Mannschaft verdient hat. Der Nordire weiß, dass Celtic gegen eine Mannschaft antreten muss, die vor Selbstvertrauen nur so strotzt. "Sie werden absolut selbstbewusst auftreten, weil sie in der letzten Runde die Roma aus dem Wettbewerb geworfen haben", meinte O'Neill.
"Heldenhafte Vorstellung"
"In Barcelona spielten wir fantastisch, und wir lieferten dort eine heldenhafte Vorstellung ab, aber wenn wir gegen Villarreal eine Chance haben wollen, müssen wir noch einmal so spielen. Ich kann Ihnen versichern, dass in unseren Reihen niemand überheblich ist. Ich rechne sogar damit, dass diese Begegnung wahrscheinlich schwerer wird als die Spiele gegen Barcelona."
Duo verlängert
Celtic konnte sich am Vorabend des Spiels über gute Nachrichten freuen, denn Chris Sutton und Alan Thompson verlängerten ihre Verträge bis zum Sommer 2007. Sutton konnte am Mittwoch wegen einer leichten Leistenverletzung nicht trainieren, er wird aber fit genug sein, um gegen Villarreal neben Henrik Larsson im Sturm zu spielen. Ausfallen werden weiter die Langzeitverletzen John Hartson, Sean Maloney und John Kennedy, der sich am Mittwoch in Colorado einer Operation am Knie unterziehen musste.
Zu Hause ungeschlagen
Celtic, das seit August 2001 in 76 Spielen zu Hause ungeschlagen ist, hätte am Samstag beinahe ein Ende dieser unglaublichen Serie erleben müssen, als Heart of Midlothian FC im Celtic Park mit 2:0 in Führung lag. Celtic fand aber ins Spiel zurück und schaffte in der Nachspielzeit noch ein Unentschieden. Thompson ist sich bewusst, dass sich seine Mannschaft gegen Villarreal solche Nachlässigkeiten nicht erlauben darf, wenn sie das Halbfinale erreichen will. "Es ist für uns mehr als wichtig, ohne Gegentor zu bleiben, und wenn wir es schaffen, selbst ein paar Treffer zu erzielen, dann haben wir gute Voraussetzungen für das Rückspiel in Spanien", meinte der 30-jährige.
Keine Angst
Villarreal kam voller Zuversicht in Glasgow an, das schaffen zu können, woran Barcelona scheiterte, indem sie im Celtic Park ein wertvolles Auswärtstor erzielen. "In der Vergangenheit wären wir viel früher ausgeschieden, aber jetzt haben wir eine sehr gute Mannschaft", sagte der Trainer der Gäste, Francisco García, "Celtics Stärke ist ihr Zusammenspiel, Henrik Larsson ist der bekannteste ihrer Spieler, aber aus fußballerischer Sicht fürchte ich niemanden."
Belletti gesperrt
Der brasilianische Rechtsverteidiger Juliano Belletti ist gesperrt, Villarreals Kapitän Quique Álvarez wird wahrscheinlich in die Mannschaft zurückkehren, nachdem er gegen Barcelona aufgrund einer Sperre nicht spielen durfte. Für Torwart José Reina ist diese Begegnung die Möglichkeit, seinem Vater nachzueifern, der mit Club Atlético de Madrid am 10. April 1974 im Halbfinale des Pokals der europäischen Meistervereine gegen Celtic spielte.
Auswärtstor
Die spanische Mannschaft verließ Glasgow vor 30 Jahren mit einem torlosen Unentschieden, aber Reina hofft, dass es Villarreal diesmal besser macht und ein Tor im Celtic Park erzielt, um das beeindruckende Debüt auf europäischer Bühne fortzusetzen. "Wenn wir ein Tor machen, wäre das für das Rückspiel ein großer Vorteil, weil es für die Gegner schwer ist, in unserem Stadion ein Tor zu schießen", sagte er.