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Frankreich nach Thriller im Viertelfinale

Veröffentlicht: Montag, 6. Oktober 2003, 11.53MEZ
Tschechische Republik - Frankreich 1:2
Youri Djorkaeffs Tor entschied ein unterhaltsames Spiel und brachte die Franzosen ins Viertelfinale.
Frankreich nach Thriller im Viertelfinale
Thierry Henry machte das Führungstor für Frankreich ©Getty Images
Veröffentlicht: Montag, 6. Oktober 2003, 11.53MEZ

Frankreich nach Thriller im Viertelfinale

Tschechische Republik - Frankreich 1:2
Youri Djorkaeffs Tor entschied ein unterhaltsames Spiel und brachte die Franzosen ins Viertelfinale.

Durch Tore von Thierry Henry und Youri Djorkaeff kam Frankreich zum zweiten Sieg im zweiten Gruppenspiel und zog ins Viertelfinale ein. Die unterlegene Tschechische Republik, Finalist der EURO '96, ist damit ausgeschieden.

Henry hatte den amtierenden Weltmeister in der achten Minute in Führung gebracht, die zehn Minuten vor der Pause von Karel Poborský per Foulelfmeter egalisiert wurde. Der Treffer von Youri Djorkaeff zum 2:1 in der 60. Minute war gleichzeitig der Endstand dieser hochklassigen Begegnung. Er profitierte dabei von der Vorarbeit von Henry, der sich im Gewühl gegen Tomáš Řepka durchsetzte und zu seinem Teamkollegen ablegte.

Die Tschechen kämpften bis zum Schluss und hatten Pech, als ein Kopfball von Jan Koller nur auf dem Querbalken landete. Auf der anderen Seite vergab Laurent Blanc eine gute Kopfballchance. Frankreich brachte den knappen Sieg letztendlich über die Zeit und steht damit wie der nächste Gegner Niederlande im Viertelfinale, während es für die Tschechen zum Abschluss der Gruppe D gegen Dänemark nur noch um die Ehre geht.

Frankreichs Trainer Roger Lemerre hatte in letzter Minute noch einen Wechsel vorgenommen und besetzte die Position des linken Außenverteidigers mit Vincent Candela anstelle von Bixente Lizarazu. Trotzdem geriet Frankreich in der Anfangsphase mächtig unter Druck. Torhüter Fabien Barthez musste zunächst einen Gewaltschuss von Pavel Nedvěd parieren, und kurz darauf köpfte Jan Koller eine Flanke von Jiří Němec knapp vorbei.

Somit kam die französische Führung nach einem Fehler der tschechischen Abwehr völlig überraschend. Petr Gabriel wollte einen Pass zu einem Mitspieler schicken, aber der misslang, so dass Henry das Leder abfangen und einschieben konnte. Henry hätte in der 19. Minute fast die Führung der Franzosen ausgebaut. Nach einem cleveren Zuspiel von Zinédine Zidane ging sein Schuss nur um wenige Zentimeter am Pfosten vorbei.

Beide Mannschaften zeigten hochklassigen Fußball mit vielen Torszenen, und in der 35. Minute konnten die Tschechen ausgleichen. Nedvěd wurde nach einem Fehler von Emmanuel Petit von Vladimír Šmicer geschickt und dann von Didier Deschamps und einem weiteren Franzosen hart an der Strafraumgrenze in die Zange genommen und zu Fall gebracht. Poborský ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und verwandelte den fälligen Elfmeter.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit machten die Spieler dort weiter, wo sie im ersten Durchgang aufgehört hatten. Frankreich musste sich bei Barthez bedanken, der mehrfach das Unentschieden rettete. Nedvěd wurde von Šmicer erneut freigespielt und hätte ein Tor machen müssen, aber der Mann mit der Glatze konnte seinen Schuss abblocken. Dann jedoch hingen die EM-Hoffnungen der Tschechen plötzlich nur noch an einem seidenen Faden, denn Frankreich kam durch den zur Pause eingewechselten Djorkaeff zum Siegtreffer. Nach dem anschließenden Sieg der Niederländer gegen Dänemark war das Schicksal der Tschechen endgültig besiegelt.

Letzte Aktualisierung: 13.05.12 14.03MEZ

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