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Wie legt die Schweiz Kylian Mbappé an die Kette?

"Wir haben keine Angst", sagt Silvan Widmer, aber wie wird die Nati mit Frankreichs Starspieler Kylian Mbappé umgehen? Schweiz-Teamreporter Vieri Capretta liefert die Analyse.

Silvan Widmer hat keine Angst vor Kylian Mbappé
Silvan Widmer hat keine Angst vor Kylian Mbappé UEFA via Getty Images

Als einer der besten Gruppendritten hat die Schweiz am Mittwochabend erfahren, dass sie im Achtelfinale auf den Nachbarn Frankreich trifft. Der Weltmeister verfügt über eine Reihe von Stars, von denen Kylian Mbappé zweifelsohne einer der größten ist. Mit Blick auf das Duell am Montag werden die Schweizer Pläne, die Nummer 10 und seine Teamkollegen in Schach zu halten, bereits in die Wege geleitet.

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"Er ist ein Zug", sagt Silvan Widmer. Der Basler Verteidiger soll auf der rechten Seite den Stürmer von Paris Saint-Germain in Schach halten, der für seine Schnelligkeit bekannt ist.

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Wenn die Mannschaft von Vladimir Petković im gewohnten 3-4-1-2-System aufläuft, werden zwei Spieler Mbappé bewachen: der rechte Innenverteidiger und der rechte Außenverteidiger - sowie einer der Mittelfeldspieler, der sich tief fallen lässt, um zu helfen. Die Nati wird versuchen, Mbappés Laufwege einzuschränken, indem sie die Franzosen unter Druck setzt und ihnen nicht erlaubt, den Ball leicht zu verteilen. Das würde zugleich das Spiel des Stürmers einschränken.

Widmer hat angedeutet, dass sich die Schweiz darauf vorbereitet, Frankreich mit hohem Tempo herauszufordern und sie von Anfang an zu bedrängen, um die Qualität, die sie am Ball haben, zu minimieren. Der Plan ist es, als Einheit aufzutreten, Mbappé einzuschränken und, wenn er in Ballbesitz kommt, an ihm dranzubleiben.

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Widmer, der für die Nati eine Option als rechter Außenverteidiger ist, weist darauf hin, dass der Franzose, obwohl er selbst ziemlich schnell ist, einfach auf einem anderen Niveau spielt: "Wenn du gegen einen Spieler wie Mbappé antrittst, brauchst du natürlich die Hilfe der ganzen Mannschaft. Wir müssen uns doppelt gegen ihn wehren." Der schnelle Kevin Mbabu könnte ebenfalls zum Einsatz kommen, nachdem er im Auftaktspiel gegen Wales beeindruckt hatte.

Negativ für Petković ist, dass Nico Elvedi, der in allen drei Gruppenspielen als rechter Innenverteidiger begonnen hatte, in dieser Woche wegen einer Fußverletzung nicht trainieren konnte. Nun wird er aber offenbar rechtzeitig fit, sein Ersatz könnte sich als ganz wichtig erweisen. Der Trainer hat sowohl Manuel Akanji als auch Fabian Schär in der Hinterhand. Um Mbappés Einflussbereich einzuschränken, müssen Remo Freuler und Granit Xhaka abwechselnd im rechten Mittelfeld agieren, um dort auszuhelfen.

Mbappé war erst 17 Jahre alt und stand noch nicht im Kader von Didier Deschamps, als die beiden Mannschaften das letzte Mal aufeinander trafen - es war ein torloses Remis bei der EURO 2016. Der 22-Jährige, der als FIFA-Weltmeister zu den führenden Kräften im Team zählt, kann selbst die härtesten Abwehrreihen verunsichern. "Ich bin überzeugt, dass wir ihn stoppen können", kontert Widmer. "Wir sind nicht ängstlich."

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