Interview mit Iñigo Pérez: Der Trainer von Rayo Vallecano über das Duell gegen Crystal Palace im Finale der UEFA Conference League in Leipzig
Montag, 25. Mai 2026
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"Wir hoffen, dass unsere Geschichte ein Happy End nimmt", sagt Iñigo Pérez gegenüber der UEFA, während Rayo Vallecano darauf hofft, das Finale der UEFA Conference League gegen Crystal Palace in Leipzig zu gewinnen.
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Rayo Vallecano, das aus dem Vorort Vallecas stammt, hat eine Hürde nach der anderen genommen und steht zum ersten Mal überhaupt in einem großen Finale. Trainer Iñigo Pérez hofft, dass seine Elf im Endspiel der UEFA Conference League gegen Crystal Palace erneut eine beeindruckende Leistung zeigen wird.
Der 38-Jährige verfügt über mehr Finalerfahrung als jeder andere in seinem Kader, da er 2012 beim 0:3 des Athletic Club gegen den spanischen Rivalen Atleti im Finale der Europa League auf dem Platz stand. Auch wenn das eine negative Erfahrung war, hofft er, dass seine Elf in Leipzig auf der großen Bühne besteht und ihren "Mut mit Ball" unter Beweis stellt.
Über Rayos Einzug ins erste europäische Finale überhaupt
Wir schweben immer noch auf Wolke sieben nach dem, was wir in Straßburg geschafft haben. Ich glaube, wir sind uns noch gar nicht ganz bewusst, welchen Meilenstein wir erreicht haben, und es wird noch eine Weile dauern, bis wir das alles wirklich realisiert haben. Weil es ein langer Weg war, würdigen wir bereits die ersten Schritte, die wir gemacht haben, die gewonnenen Erkenntnisse und die Erfahrungen, die wir sammeln. Der letzte Schritt liegt nun natürlich in Leipzig, und wir hoffen, dass unsere Geschichte ein Happy End nimmt.
[Nach dem Schlusspfiff im Halbfinale] fühlte ich mich ruhiger und gelassener, als man vielleicht erwarten würde. Es war der Moment, in dem wir etwas erreichten, wonach wir uns gesehnt hatten, wonach wir gesucht hatten – etwas, das so viele Komponenten umfasste: Stunden und Tage harter Arbeit, verbunden mit der Verantwortung für so viele Menschen. Und so verspürt man in diesem Moment eine innere Ruhe. Ich habe dem gegnerischen Trainer die Hand geben und mich dann einfach dem natürlichen Lauf der Dinge hingegeben.
Über die Fans von Rayo
In Vallecas – nicht nur bei Rayo Vallecano, sondern in Vallecas selbst, dem Stadtteil, in dem das Stadion liegt – herrscht eine authentische Atmosphäre, die man anderswo kaum findet. Nicht, weil Rayo besser wäre oder seine Fans besser wären, sondern weil die gesamte Kultur rund um diesen Klub aus seinen Ursprüngen hervorgegangen ist und auf eine Weise bewahrt wird, die anderswo kaum nachzuahmen ist. Dieser Klub wäre ohne unsere Fans undenkbar, denn in den schwierigsten Momenten waren sie immer für uns da, ohne Ausreden, bedingungslos.
Ich bin in einem Arbeiterviertel namens Txantrea in Pamplona geboren, meine Wurzeln sind also dieselben. Wir wissen, dass man Erfolg haben kann, nicht immer, aber es ist möglich, wenn man hart arbeitet und diszipliniert ist. Was unsere Lebenseinstellung angeht, verbindet uns also eine ganz besondere Verbundenheit.
Über Finalgegner Crystal Palace
Zu Beginn des Wettbewerbs hätten wohl die meisten Fans, und selbst viele von uns, Crystal Palace als möglichen Sieger genannt, wenn man uns gebeten hätte, eine Liste aufzustellen. Aber wir wissen ja, wie es im Fußball läuft. Das Schöne daran ist, dass er unberechenbar ist und man einfach spielen muss. Aber es ist ein Team mit enormem Potenzial. Sie haben sich bisher sehr gut geschlagen.
Der Trainer hat seinen Rücktritt angekündigt, und das löst immer eine ganz besondere Stimmung aus, etwa: „Lasst uns diesen Abschnitt abschließen und dem Trainer und den Spielern dieses Finale schenken.“ Aus fußballerischer Sicht ist das, was sie haben, also sehr wichtig. Es ist ein Team, das sowohl in der Offensive als auch in der Defensive sehr gut organisiert ist.
Darüber, was Rayo im Finale braucht, um zu gewinnen
Das Wichtigste ist die emotionale und mentale Vorbereitung im Vorfeld: Die Emotionen im Griff zu behalten und mit der Verantwortung umzugehen. Zu viel Verantwortung ist nicht hilfreich. Und dann ist es ein Spiel, in dem deine Persönlichkeit und deine Identität taktisch gesehen über allem anderen stehen müssen. Denn wenn wir an das anknüpfen können, was wir in Straßburg gezeigt haben und was wir zuvor gegen große Gegner geleistet haben, werden wir uns wohlfühlen und nicht zu viel nachdenken.
Die Herangehensweise an diese Saison war hervorragend, besser hätte man es kaum machen können. Wir haben im Hinblick auf das Finale darüber gesprochen, was wir tun müssen, um den emotionalen und mentalen Bereich zu berücksichtigen. Wenn man das tut und sich ganz auf das Spiel konzentriert, fällt es viel leichter, im Flow zu bleiben. Dann ist es viel einfacher. Sie denken nicht darüber nach, ob mehr als 30.000 Zuschauer da sind, ob sie ein Tor schießen, ob das Spiel unentschieden steht, sondern sie konzentrieren sich darauf, das zu tun, was das das Team, unseren Fußballs ausmacht, eine mutige Spielweise mit Ball, die meiner Meinung nach all die anderen großartigen Eigenschaften untermauert hat.