Conference League Next Level Teamwork: Die Flanken und Tiefenläufe von AEK Athen und Mainz
Freitag, 16. Januar 2026
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Die Game Insight Unit der UEFA analysiert zwei entscheidende Tore aus den letzten beiden Spieltagen der Ligaphase der UEFA Conference League.
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Die Technischen Beobachter der UEFA, Dušan Fitzel und Rui Faria, analysieren ausführlich das erste Tor von Sota Kawasaki bei Lech Poznań und den Ausgleich von Dereck Kutesa in der Nachspielzeit gegen Universitatea Craiova in der UEFA Conference League.
Beide Tore basierten auf kontrolliertem Ballbesitz und schnellen Verlagerungen, um die organisierten Abwehrblöcke aus dem Gleichgewicht zu bringen, gefolgt von Flanken auf den langen Pfosten, die durch Läufe in den Raum hinter der Abwehrlinie genutzt wurden.
Tor 1: Spieltag 5 – Sota Kawasaki (Lech Poznań gegen MAINZ)
Dušan Fitzel über Sota Kawasakis Tor:
"Dies ist ein hervorragendes Beispiel für die Zusammenarbeit bei Ballbesitz, an dem viele Spieler beteiligt sind, vor allem Verteidiger, die den Ball von einer Seite zur anderen verlagernen. Dies war entscheidend, um den Gegner zu überraschen, als sie mit einem diagonalen Pass von links nach rechts schnell umschalteten: Entscheidend war, dass die angreifende Mannschaft auf beiden Seiten die Breite beibehielt.
Bei einer so schnellen Spielverlagerung mussten auch die Gegner schnell reagieren und verloren dabei für einen Moment ihre direkten Gegenspieler aus den Augen. Dadurch hatten die Stürmer die Chance, freie Räume zu finden und den Ball zu bekommen. Genau das passierte auch: Nach dem diagonalen Pass auf den rechten Flügel folgte eine schnelle Bewegung nach innen und eine Hereingabe auf den langen Pfosten."
"Im Moment der Flanke gab es eine 2-gegen-1-Situation mit einem letzten Verteidiger, einem Stürmer vor ihm und einem weiteren hinter ihm – der Verteidiger entschied sich, sich auf die Gefahr vor ihm zu konzentrieren und öffnete in diesem Moment den Raum hinter sich für den Torschützen. Obwohl die Verteidiger im Strafraum zahlenmäßig überlegen waren (7 gegen 6), standen die Stürmer am langen Pfosten 2 gegen 1.
Da dieses Tor vier Minuten nach Ablauf der Nachspielzeit fiel, stand die verteidigende Mannschaft sehr tief in ihrer eigenen Hälfte und verteidigte ohne Aggressivität. Selbst mit einer tief stehenden Abwehr gelang es ihnen nicht, ordentlich zu verteidigen."
Rui Faria über Sota Kawasakis Tor:
"Die Hereingabe auf den langen Pfosten, außerhalb der Reichweite des Torwarts, zeigt deutlich, wie die Räume hinter der Abwehr ausgenutzt werden. Alle konzentrieren sich darauf, die Räume vor sich zu verteidigen, sodass der Ball genau im richtigen Moment hinter der Abwehrreihe landet, wo der Spieler ihn erwartet."
Tor 2: Spieltag 6 – Dereck Kutesa: (AEK ATHEN gegen Universitatea Craiova)
Dušan Fitzel über Dereck Kutesas Tor:
"Im letzten Drittel war dies ein sehr ähnliches Tor. Sie nutzten das Umschaltspiel, um über die Mitte anzugreifen, und in der Nähe des Strafraums dann die Breite und die Einzelaktion des Flügelspielers. Dieser bewegte sich nach innen und spielte einen letzten Pass hinter die Abwehrreihe auf den langen Pfosten.
Es war die gleiche Situation (6 gegen 7) wie beim Tor von Mainz, aber der Unterschied war, dass die meisten Stürmer von Verteidigern gedeckt wurden. Es gab nur eine späte Reaktion des linken Flügelspielers, der eigentlich den rechten Außenverteidiger des Gegners decken sollte, der dann auch das Tor erzielte. Als Trainer fordert man seine Spieler immer dazu auf, schnell zu reagieren, wenn sie den Ball verlieren, und in diesem Moment fehlte diese Reaktion."
"Dieses Tor war, wie das oben genannte Tor von Mainz, das Ergebnis einer großartigen Hereingabe in den Raum am langen Pfosten und hinter die Abwehr, wo es für Verteidiger nicht einfach ist, einen von außen in den Strafraum laufenden Gegner zu sehen. Dies zeigt eine der Möglichkeiten, eine organisierte Abwehr zu überwinden, selbst wenn der Stürmer gedeckt ist: Durch die Nutzung dieses toten Winkels."
Rui Faria über Dereck Kutesas Tor:
"Der Ballbesitz wurde gegen einen tief stehenden Block von einer Seite zur anderen verlagert, wobei ein langer Pass zum Seitenwechsel und zum Verschieben des Abwehrblocks genutzt wurde. Darauf folgte eine Hereingabe auf den langen Pfosten, entgegen der Bewegung des Blocks und außerhalb der Reichweite des Torhüters.
Gleichzeitig gab es Bewegungen in die Tiefe, um die Räume hinter der Abwehr zu suchen."