Halbfinale der UEFA Conference League: Worauf wir uns in den Hinspielen freuen können
Mittwoch, 23. April 2025
Artikel-Zusammenfassung
Real Betis empfängt die Fiorentina und Chelsea reist zum Halbfinal-Hinspiel der UEFA Conference League zu Djurgården.
Top-Medien-Inhalte des Artikels
Artikel-Aufbau
Die Sieger der beiden Halbfinals zwischen Real Betis und der Fiorentina sowie zwischen Chelsea und Djurgården werden im Finale der Conference League in Wroclaw aufeinandertreffen.
UEFA.com blickt auf die Halbfinal-Hinspiele am 1. Mai voraus.
Alle Anstoßzeiten sind 21:00 Uhr MEZ.
Real Betis - Fiorentina
Real Betis bestreitet nach dem Sieg gegen Jagiellonia im Viertelfinale sein erstes europäisches Halbfinale. "Wir haben versucht, das Spiel zu kontrollieren, um unsere Aufgabe zu erfüllen und das haben wir geschafft", freute sich Trainer Manuel Pellegrini nach dem 3:1-Gesamtsieg und dem 1:1-Unentschieden. "Jetzt müssen wir uns auf das Duell mit der Fiorentina konzentrieren, um das Finale zu erreichen."
Ihr Gegner geht als der erfahrenere Halbfinalist in die Partie, da er in den vergangenen beiden Spielzeiten bereits jeweils das Conference-League-Halbfinale – und danach auch das Finale – erreicht hat. Aber auch in der Mannschaft von Betis gibt es einige Akteure, die genau wissen, worauf es bei diesem Duell ankommen wird.
Pablo Fornals gehörte zur Mannschaft von West Ham, die im Finale 2023 die Fiorentina besiegte. Der Mittelfeldspieler ist davon überzeugt, dass Betis nach einem schwachen Start in den Wettbewerb gute Chancen hat, am Ende erfolgreich zu sein. "Wie man immer sagt, kommt es nicht darauf an, wie Dinge beginnen, sondern wie sie enden. Und wir hoffen, dass sie mit einem großartigen Schluss enden werden", erklärte der 29-Jährige.
Stürmer Cédric Bakambu wird bei diesem Vorhaben einer der Schlüsselspieler sein. Der Nationalspieler der Demokratischen Republik Kongo hat in der Conference League bisher sieben Tore erzielt – nur Jagiellonias Afimico Pululu liegt in dieser Statistik noch vor ihm.
Die Fiorentina, die in den letzten beiden Conference-League-Saisons das Finale verloren hat, ist fest entschlossen, mit einem Sieg gegen Betis im Halbfinale den nächsten Schritt zu machen. "Wir möchten dieses Mal einen Schritt weiter gehen", erklärte Außenverteidiger Fabiano Parisi im Anschluss an den knappen Viertelfinalsieg gegen Celje.
Das 2:2-Unentschieden zu Hause und der 4:3-Gesamtsieg stellte die Nervenstärke und den Charakter der Mannschaft von Raffaele Palladino unter Beweis und der italienische Trainer lobte seine Spieler für diesen Einsatz: "Es war gut, dass wir sofort reagiert und die Qualifikation gesichert haben, auch wenn wir ein wenig gelitten haben", betonte er, nachdem Moise Kean mit seinem Treffer Celjes Hoffnungen auf ein Comeback zerstört hatte.
Zuversichtlich stimmt auch die herausragende Leistung von Rolando Mandragora, der mit seinem fünften Treffer in sechs Conference-League-Spielen den Torreigen eröffnete. "Das war ein wichtiges Tor, das uns den Einzug in die nächste Runde ermöglicht hat", sagte der 27-Jährige. "Wir genießen erst einmal den Moment und denken dann darüber nach, was als nächstes kommt."
Djurgården - Chelsea
Wie Betis steht auch Djurgården zum ersten Mal in einem europäischen Halbfinale. Der kommende Gegner Chelsea hat mit zwei Titeln in der UEFA Champions League und zwei in der UEFA Europa League deutlich mehr europäische Erfahrung, aber eine starke Saison hat auch den Gastgebern einiges an Selbstvertrauen gegeben.
Wie schon im Achtelfinale konnten die Schweden auch im Viertelfinale eine Niederlage aus dem Hinspiel wettmachen und das Halbfinale erreichen, nachdem sie den SK Rapid im Rückspiel in Wien mit 4:1 nach Verlängerung besiegten.
Keita Kosugi und Tobias Gulliksen erzwangen mit ihren Treffern zunächst die Verlängerung und brachten Djurgården dann in Führung. Trainer Jani Honkavaara war besonders beeindruckt davon, wie seine Spieler auf den frühen Platzverweis von Rapids Mamadou Sangaré reagierten. "Die Rote Karte zu Beginn hat uns auch ein wenig aus dem Konzept gebracht, aber wir haben unser Spiel in den Griff bekommen", erklärte der finnische Trainer.
Außenverteidiger Kosugi freut sich derweil schon auf die Herausforderung gegen die Blues. "Gegen Chelsea zu spielen, wird eine große Erfahrung für mich sein", sagte der japanische Juniorennationalspieler. "Ich habe noch nie gegen eine solche Mannschaft gespielt. Es wird ein schweres Spiel, aber wir können Chelsea schlagen."
Chelsea sicherte sich an der Stamford Bridge den Einzug ins Halbfinale, doch die 1:2-Niederlage im Rückspiel gegen Legia Warschau hinterlässt einen bitteren Beigeschmack. "Das ist ein Rückschritt für uns", sagte Trainer Enzo Maresca, dessen Mannschaft zuvor alle neun Spiele in der Conference League gewonnen hatte.
Die Blues reisen mit dem Ziel nach Stockholm, wieder auf die Siegerstraße zu finden, doch dieser Weg wird nicht unbedingt einfach sein. "Der Grund, warum sie hier sind, ist, dass sie es gut gemacht haben", sagte Maresca über Djurgården. "Man darf keine Mannschaft unterschätzen, was wir von Beginn an nicht getan haben."
Außenverteidiger Marc Cucurella, der Schütze des einzigen Chelsea-Treffers an diesem Abend, schloss sich der Enttäuschung seines Trainers an, versicherte aber, dass Chelsea dennoch in einer starken Position sei. "Das Wichtigste ist, dass wir im Halbfinale stehen und darum kämpfen, in einem europäischen Finale zu spielen", erklärte der spanische Nationalspieler.
Ein weiterer Lichtblick des Rückspiels ist Jadon Sancho, der nach zwei Assists im Hinspiel nun auch den Ausgleich durch Cucurella auflegte. Seine insgesamt fünf Assists im laufenden Wettbewerb werden nur noch von Halbfinalgegner Tokmac Nguen und Celjes Svit Sešlar übertroffen.
Der Weg nach Wroclaw
Das Endspiel der UEFA Conference League 2025 wird am Mittwoch, den 28. Mai, im Stadion Wrocław ausgetragen.
Das 2011 fertiggestellte Stadion Wrocław war Schauplatz von drei Spielen, als Polen gemeinsam mit der Ukraine die UEFA EURO 2012 ausrichtete und dient auch weiterhin als Austragungsort für Spiele der Nationalmannschaft. Es liegt nordwestlich von Wroclaw, der drittgrößten Stadt Polens und Hauptstadt der Region Schlesien („Śląsk“ auf Polnisch).