Lewandowski-Doppelpack öffnet Bayern die Tür

Ein Dreier der Kategorie "Arbeitssieg": Bayern nimmt durch ein 2:0 gegen AEK Kurs in Richtung Achtelfinale.

Der FC Bayern hat sein zweites Heimspiel der UEFA Champions League mit 2:0 gegen AEK Athen gewonnen, konnte dabei aber die kritischen Stimmen an der momentanen Form nicht zum Verstummen bringen.

In einer lebhaften Anfangsphase ließen beide Teams erstklassige Kopfballchancen liegen. Vasilis Lampropoulos schnupperte an der Führung für AEK, auf der Gegenseite fehlten Leon Goretzka nur ein paar Zentimeter zum 1:0.

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Danach verflachte die Partie. Das Spiel der Bayern war oft rechtslastig, aber wenig zwingend. Den nächsten Höhepunkt der Partie gab es erst nach einer halben Stunde, als der Schiedsrichter nach einem Trikotzerren an Robert Lewandowski auf Elfmeter entschied. Der Pole verwandelte den Elfer sicher.

Kaum Kombinationen

Die Hausherren hatten nach der eher durchschnittlichen ersten Halbzeit auch nach dem Seitenwechsel noch keine zündenden Ideen. Eine Flanke von Joshua Kimmich mit einem glücklosen Schuss von Goretzka sowie ein verschwenderischer Abschluss von Lewandowski alleine vor Torwart Vassilis Barkas - die Elf von Niko Kovač wirkte nicht so, als hätte sie in der Pause die richtigen Antworten gefunden.

Über eine Standardsituation fand man zum 2:0: Kimmichs Ecke wurde von einem AEK-Spieler auf den langen Pfosten verlängert, wo Lewandowski blitzschnell reagierte und den Ball akrobatisch über die Linie beförderte.

AEK, das schon ab der 60. Minute nicht mehr ganz so frisch gewirkt hatte, leistete jetzt kaum noch Widerstand. Serge Gnabry und Kimmich hatten Möglichkeiten, den dritten Treffer nachzulegen, doch am Ende blieb es beim 2:0.

Spieler des Spiels: Robert Lewandowski
Der Bayern-Knipser hätte gerne ein oder zwei mehr Tore erzielen können, doch an einem Abend, an dem die Bayern mal wieder nicht mit Effizienz um sich warfen, war er zwei Mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

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Viel Breite, wenig Kreativität
Nach Flanken konnte der FC Bayern die eine oder andere gute Chance verzeichnen, aber das Kombinationsspiel wirkte im Vergleich zu dem, was man in den letzten Champions-League-Spielzeiten vor eigenem Publikum fast auf Knopfdruck abrufen konnte, fast schon harmlos.

Gäste-Fans in Höchstform
Schon beim Aufwärmen der beiden Teams hatten die AEK-Fans im Stadion den Ton angegeben und nahmen die beeindruckende Lautstärke auch mit in die Anfangsphase der Partie. Als der Anhang der Griechen in der 19. Minute nochmals so richtig den Dezibel-Pegel in die Höhe trieb, nahmen die Bayern-Fans die Herausforderung an.

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