McKennie köpft Schalke zum Sieg

Ohne zu glänzen holte sich Schalke 04 bei Lok Moskau seinen ersten Sieg in dieser Gruppenphase, das 1:0 war freilich kein Ruhmesblatt für die Knappen.

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Schalke 04 hat bei Lok Moskau sein Wunschergebnis erreicht und kehrt nach einem hart umkämpften und etwas glücklichen 1:0-Sieg mit drei Punkten in die Heimat zurück.

Domenico Tedesco setzte im regnerischen und kühlen Moskau im Mittelfeld auf die beiden Neulinge Sebastian Rudy und Omar Mascarell, bei den Russen stand der Ex-Schalker Benedikt Höwedes in der Startformation. Beide Teams hatten in ihrer Liga einen klassischen Fehlstart hingelegt und auch in der Königsklasse lief es für beide nicht nach Wunsch, Moskau hatte bei Galatasaray ein 0:3 kassiert, die Knappen waren vor eigenen Fans gegen Porto nicht über ein 1:1 hinausgekommen.

Die damit einhergehende Verunsicherung war beiden Mannschaften im ersten Durchgang deutlich anzumerken, es gab kaum nennenswerte Szenen, geschweige denn Torchancen. Die beste hatten noch die Gastgeber, doch einen Fernschuss von Dmitri Barinov parierte S04-Keeper Ralf Fährmann glänzend.

Wer auf Besserung im zweiten Durchgang gehofft hatte, sah sich schnell getäuscht, das Tempo blieb weiterhin sehr überschaubar. Wenigstens hatte Schalke die Partie jetzt ganz gut im Griff und ließ keine Tormöglichkeiten der Gastgeber mehr zu, hatte freilich selbst auch keine Chance auf das so wichtige Auswärtstor, sehenswert einzig ein 16-Meter-Schuss von Mark Uth, der aber den gegnerischen Kasten um ein paar Zentimter verfehlte. Als alle sich schon mit einem 0:0 abgefunden hatten, schlug Yevhen Konoplyanka eine Ecke in die Mitte und Weston McKennie gelang in der 88. Minute per Kopf der Lucky Punch zum 1:0-Siegtreffer. 

Stimmen zum Spiel

S04-Trainer Domenico Tedesco
Das Tor war in der zweiten Halbzeit nur noch eine Frage der Zeit. Wir haben viel Druck gemacht, waren dominant. Weston McKennie hat sich mit seinem Treffer für ein gutes Spiel belohnt. Er ist zwar nicht der Größte, hat aber eine gute Sprungkraft und einen zielgerichteten Kopfball. Erfolgserlebnisse wie gegen Mainz und jetzt in Moskau tun uns gut, die haben uns gefehlt. Diese Siege, beide ohne Gegentor, hat sich die Mannschaft erarbeitet.

Torschütze Weston McKennie
Es ist ein Traum, wirklich geil. Eigentlich treffe ich wirklich nicht häufig, heute hat es aber mal geklappt, was mich natürlich freut. Wir hatten die Partie nach der Pause im Griff und uns dadurch belohnt. Die Erleichterung ist groß, wir sind happy. Aber es geht so schnell, dass wir jetzt schon wieder an das kommende Spiel denken müssen, schließlich haben wir in der Bundesliga noch Nachholbedarf. Heute haben wir gemeinsam gewonnen. Das ist sicher nicht allein mein Verdienst.

Abwehrchef Naldo
Wir haben das in der zweiten Hälfte deutlich besser gemacht. Der Trainer hat in der Pause auf einige Dinge hingewiesen. Das Umschaltspiel war dann effektiver. Ich freue mich für Weston, er arbeitet hart, um sich täglich zu verbessern. Man merkt einen Fortschritt in seinen Leistungen, jetzt belohnt er sich auch noch mit einem Treffer. Er ist wichtig für unser Team. Der Erfolg gegen Mainz hat uns etwas Druck von den Schultern genommen, sodass wir freier als zuvor aufspielen konnten.

Benedikt Höwedes
Glückwunsch, Schalke. Es war ein merkwürdiges Spiel für mich nach so langer Zeit im Schalke-Trikot. Beide Teams haben je 14 Mal aufs Tor geschossen. Wir müssen das nächste Mal mehr Zielwasser trinken. Hoffentlich holen wir unsere Punkte in den nächsten Spielen.

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