Sarajevo mit Kantersieg

FK Sarajevo war am Mittwoch der große Gewinner, als die letzten Hinspiele der ersten Qualifikationsrunde der UEFA Champions League stattfanden.

FK Sarajevo war am Mittwoch der große Gewinner, als die letzten Hinspiele der ersten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League stattfanden. Der Meister aus Bosnien-Herzegowina schaffte auswärts beim Marsaxlokk FC sechs Tore und steht dadurch mit einem Bein in der zweiten Qualifikationsrunde, ebenso wie FH Hafnarfjördur, der seinerseits gegen HB Tórshavn vier Treffer erzielen konnte. Aber nicht in allen Hinspielen ist schon eine Entscheidung gefallen - uefa.com fasst alle Spiele zusammen.

Marsaxlokk FC - FK Sarajevo 0:6
Sarajevo trifft mit fast hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit in der zweiten Qualifikationsrunde nach dem Kantersieg in Malta auf den KRC Genk. Schon nach 20 Minuten gab es über den Sieger keine Zweifel mehr, als die Gäste durch einen Doppelpack von Admir Rašcic und einem Treffer von Emir Obuća einen komfortablen Vorsprung herausgeschossen hatten. Marko Maksimović steuerte in der 41. Minute das 4:0 bei und der Malteser Meister schien dankbar zu sein, als kurz vor dem Pausenpfiff das Flutlicht ausfiel und das Spiel unterbrochen wurde. Als das Licht wieder funktionierte war Sarajevo allerdings sofort wieder auf der Höhe. Obuća erzielte sein zweites Tor in der 65. Minute, ehe Malcolm Licari per Eigentor für den Endstand sorgte, der für die Hausherren alles andere als ein gelungenes Debüt in der Königsklasse darstellte.

FC Sheriff - FC Rànger's 2:0
Evgheni Gorodetchil und Aleksei Kuchuk schossen Sheriff mit ihren Treffern zu einem hart erkämpften Heimsieg gegen neun Spieler von Rànger's aus Andorra, wodurch die Hausherren einer Begegnung gegen Beşiktaş JK in der nächsten Runde einen Schritt näher gekommen sind. Torhüter Gregorio Rodriguez sah als Erster den Roten Karton, nachdem er in der 15. Minute außerhalb des Strafraums Hand gespielt hatte. Ende der ersten Halbzeit erzielte Kuchuk dann den Führungstreffer, elf Minuten vor Schluss markierte Gorodetchil mit seinem Tor die Vorentscheidung für die Moldawier, als er das Leder aus der Distanz in die Maschen beförderte. In den Schlussminuten wurde auch Teba noch des Feldes verwiesen.

FH Hafnarfjördur - HB Tórshavn 4:1
Hafnarfjördur nutzte den Heimvorteil und erzielte je zwei Treffer pro Halbzeit. Die Isländer erwischten einen perfekten Start und gingen durch Freyr Bjarnason nach zehn Minuten in Führung, drei Minuten später erhöhte Matthías Vilhjálmsson mit einem Abstauber von Sigurvin Ólafssons Kopfball gar auf 2:0. Hafnarfjördurs nordische Nachbarn von den Färöer Inseln durften nach dem Anschlusstreffer per Eigentor von Tommy Nielson in der 45. Minute wieder neue Hoffnung schöpfen, die allerdings nach Wiederanpfiff von Ólafsson und Vilhjálmsson zu Nichte gemacht wurden. Die Hausherren stehen damit kurz vor einer Partie in der zweiten Qualifikationsrunde mit dem Sieger aus APOEL FC gegen den FC BATE Borisov.

NK Domžale - KF Tirana 1:0
Siniša Jankovićs Traumtor aus der Distanz sicherte den Slowenen den ersten Erfolg in der UEFA Champions League. Janković hielt aus 25 Metern in der Nachspielzeit der ersten Hälfte voll drauf und belohnte mit seinem Treffer die Heimmannschaft für einen offensiv und unterhaltsam geführten ersten Durchgang. Die Gäste aus Albanien beschränkten sich aufs Kontern, brachten aber den Torhüter der Heimmannschaft, Dejan Nemec, kaum in Gefahr. Domžale machte nach dem Wiederanpfiff weiter Druck, doch der eingewechselte Slaviša Dvorančič vergab zwei hochkarätige Chancen, wodurch weiterhin spannend bleibt, wer in der nächsten Runde auf den Sieger des Duells zwischen dem FK Khazar Lenkoran und dem NK Dinamo Zagreb treffen wird.

FK Pobeda - FC Levadia Tallinn 0:1
Konstantin Nahk erzielte anfangs des zweiten Durchgangs den goldenen Treffer für den Meister aus Estland, der dadurch in der E.J.R. Mazedonien einen wichtigen Auswärtserfolg verbuchen konnte. Die Entscheidung war in der 52. Minute gefallen, als Nahk die Kugel mit einem flach getretenen Freistoß aus 25 Metern an der Mauer und Torhüter Darko Tofiloski vorbei ins Netz beförderte. Die Hoffnungen der Gastgeber, noch einmal ins Spiel zurückzufinden, erhielten einen Dämpfer, als Verteidiger Nebojša Stojković wegen eines Foulspiels an Vitoldas Cepauskas in der 74. Minute des Feldes verwiesen wurde. Levadia hätte danach eigentlich nichts mehr zulassen sollen und brachte den Sieg über die Runden, auch wenn Vitali Leitan noch zwei gute Chancen ausließ. In der nächsten Runde wartet auf den Sieger der FK Crvena.

Derry City FC - FC Pyunik 0:0
John Robertsons Team muss in zwei Wochen im Rückspiel die Kohlen aus dem Feuer holen, nachdem die Truppe reihenweise guter Chancen gegen den Gegner aus Armenien ausließ. Pat McCourt scheiterte schon in der Anfangsphase mit einer großen Möglichkeit, was für den Verlauf des Spiels sinnbildlich sein sollte. Ciaran Martyn vergab Derrys beste Gelegenheit, weil er nicht genug Kraft in seinen Schussversuch gegen Gevord Kasparov legte, während McCourt und Barry Molloy ebenfalls Chancen gegen Ende des Spiels vergaben, weshalb das Heimteam mit dem torlosen Unentschieden nicht zufrieden sein kann. Pyunik wird im Rückspiel seine Chance auf ein Weiterkommen erkennen, wo in der nächsten Runde der FC Shakhtar Donetsk auf den Sieger dieser K.o.-Begegnung trifft.

F91 Dudelange - MŠK Žilina 1:2
Žilina kämpfte sich in Luxemburg von einem Rückstand zurück ins Spiel. Der slowenische Meister dominierte die erste Halbzeit und sowohl Adam Nemec als auch Mário Breška vergaben exzellente Möglichkeiten, aber eine Minute vor dem Pausenpfiff gingen die Hausherren in Führung. Tomas Hubocan brachte Joris Di Gregorio im Strafraum zu Fall und der Stürmer selbst verwandelte den fälligen Elfmeter. Žilina ließ sich dadurch allerdings nicht aus der Ruhe bringen. Robert Jez schaffte nur vier Minuten nach dem Wiederanpfiff den Ausgleich mit einem weiteren Strafstoß und der eingewechselte Ivan Lietava köpfte die Gäste in der 73. Minute sogar zum Sieg. In der zweiten Qualifikationsrunde wartet auf den Sieger nach Hin- und Rückspiel der SK Slavia Praha.

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