Oğuzhan Özyakup über Wenger, Aybaba, Bilić, Güneş

Oğuzhan Özyakup war einer der Schlüsselspieler auf dem Weg von Beşiktaş zurück in die UEFA Champions League; mit uns hat er über seine vier verschiedenen Trainer gesprochen, unter denen er gearbeitet hat.

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Oğuzhan Özyakup wird am Freitag erst 24, doch schon jetzt verfügt er über eine Menge Erfahrung.

Geboren und aufgewachsen in den Niederlanden, begann der türkische Nationalspieler seine Laufbahn bei AZ Alkmaar, ehe er vor Vollendung seines 16. Geburtstags zu Arsenal wechselte. 2012 zog es den talentierten Mittelfeldspieler zu Beşiktaş, wo er unter dem äußerst erfahrenen Samet Aybaba und dem ehemaligen kroatischen Nationaltrainer Slaven Bilić arbeitete, ehe Şenol Güneş – der hatte die Türkei bei der FIFA-WM 2002 auf Platz drei geführt – im Sommer 2015 übernahm.

Özyakup erreichte in der vergangenen Saison seine bislang beste Form, als Beşiktaş erstmals nach sieben Jahren wieder Meister wurde. Am Mittwoch geht es in der Gruppe B der UEFA Champions League daheim gegen Dynamo Kyiv, nachdem am ersten Spieltag bei Benfica in der Schlussphase noch ein Punkt gelungen war. Özyakup sprach mit UEFA.com darüber, wie jeder seiner vier Trainer seine Karriere beeinflusst hat.
 

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Über Arsène Wenger ...

Ich spielte in der Jugendmannschaft [bei Arsenal], und in meinem letzten Jahr habe ich fast immer mit der ersten Mannschaft trainiert. Ich bestritt zwei Pokalspiele und gehörte bei Spielen in der Premier League und der Champions League zum Kader.

Arsenal hat eine sehr starke Akademie, und am Training der ersten Mannschaft teilzunehmen und dort zuzuschauen, wäre für jeden Spieler profitabel.

Sie haben dort Weltstars, und sie jeden Tag im Training zu sehen und zu sehen, wie sie zusätzliche Dinge tun, das gibt einen Einblick darin, was man tun sollte. Es sagt eine Menge über Arsène Wenger, dass er schon 20 Jahre beim Klub ist, aber immer noch jeden Tag mit der gleichen Motivation ins Training kommt.

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Über Samet Aybaba ...

Mein Trainer während meines ersten Jahres bei Beşiktaş. Er hat mir in meinem persönlichen Leben sehr geholfen, außerhalb des Platzes. Es war mein erstes Mal in Istanbul und alles war neu für mich.

Ich musste mich hier an die Umgebung anpassen, weil ich in Amsterdam geboren wurde und in London gelebt habe, aber nie in Istanbul gewesen war. Ich hatte nur Verwandte in Trabzon und Ankara besucht. Ich war nicht einmal zwei Wochen in Istanbul und nun musste ich hier leben. Und so hat er mir in meinem persönlichen Leben eine Menge geholfen.

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Über Slaven Bilić ...

In meinem zweiten und dritten Jahr hatten wir Slaven Bilić. Er ist eine sehr warmherzige Person - einige Trainer sind distanziert, während sie einem das Selbstvertrauen und das gute Gefühl geben, das man braucht, aber Bilić war näher an seinen Spielern dran als so manch anderer Trainer, und das gibt den Spielern eine andere Art von Selbstvertrauen. Er war immer für Scherze offen, und jeder Spieler fühlte sich bei ihm wohl.

Er war der Freund eines jeden Spielers, und das ist für manche Spieler wichtig und gibt ihnen Selbstvertrauen.

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Über Şenol Güneş ...

Mit der Verpflichtung von Şenol Güneş machte ich in meiner Leistung einen richtigen Schritt nach vorn. Er zeigte, welches Vertrauen er in mich setzte und das gab meinem Selbstvertrauen einen gewaltigen Aufschwung.

Aus diesem Grund habe ich sehr hart gearbeitet. Ich hatte bereits in der Vorbereitung auf die letzte Saison ein gutes Gefühl, und das nächste Spiel zu gewinnen, war in jedem Spiel und in jeder Trainingseinheit für uns sehr wichtig. Ich glaube auch, dass das Vertrauen, dass Şenol Güneş in mich gesetzt hat, mir geholfen hat, als Spieler und Persönlichkeit zu reifen. Ich habe angefangen, mehr Verantwortung zu übernehmen und bin Dinge aus einem anderen Blickwinkel heraus angegangen.

Wie ich schon sagte, war die wichtigste Periode das vergangene Jahr. Meister zu werden, ist ein sehr schönes Gefühl. Wir haben als Mannschaft wirklich hart gearbeitet, und auch ich persönlich habe wirklich hart gearbeitet. Ich habe während der Saison alles gegeben, um meinem Trainer zu zeigen, dass er die richtige Entscheidung getroffen hat.

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