Champions League Performance Insights: Wie Real Madrid die Grundlage für seine gefährlichen Konter gegen Inter schuf
Freitag, 11. September 2026
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Die Experten der UEFA nehmen das Champions-League-Spiel zwischen Real Madrid und Inter unter die Lupe und erläutern, wie die Arbeit der Offensivspieler von Real ohne Ballbesitz dazu beigetragen hat, den Weg für ihre starke Durchschlagskraft nach Balleroberungen zu ebnen.
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Dank der Schnelligkeit und des Könnens ihrer vier Stürmer gehört Real Madrid zu den weltbesten Mannschaften, wenn es um offensive Umschaltphasen geht.
Das war das herausragende Merkmal bei ihrem 2:1-Sieg gegen Inter in dieser Woche. In einem Spiel, in dem sie den niedrigsten Ballbesitzanteil (36 %) in einem Heimspiel der UEFA Champions League in diesem Jahrzehnt verzeichneten, verbuchten sie gleichzeitig den höchsten Anteil an Torschüssen aus dem Strafraum in diesem Zeitraum.
Für die Experten der UEFA war ein besonders interessanter Aspekt ihr Spielaufbau in Ballverlustsituationen, der die Grundlage für ihre Torgefährlichkeit nach Balleroberungen bildete – und insbesondere die Rolle der Offensivspieler.
Dieser Ansatz lässt sich in drei Teile untergliedern, die wir anhand der folgenden Videos näher beleuchten.
Kollektives hohes Pressing
Im Vorfeld des Treffers von Federico Valverde in der 23. Minute wechselte Madrid von einer zonalen Verteidigung in einem tiefen Block zu einem Vorstoß nach vorne, wobei die Stürmer aggressiv in Manndeckung gingen. Der Erfolg stellte sich ein, als Valverde nach vorne rückte, um Torhüter Josep Martínez unter Druck zu setzen und ihn so zu einem Fehler zwang.
Laut Madrids Trainer José Mourinho war das Tor kein Zufall. Gegenüber Movistar+ sagte er: "Ich möchte meinen Spielern ein Lob aussprechen, denn den Druck haben wir trainiert – das Erkennen der Auslöser für das Pressing, wie man presst, wo man presst und welche Spieler man bedrängt. Das ist das Ergebnis harter Arbeit, und Valverdes Tor ist das Ergebnis dieser Arbeit."
Aggressiv in einem tiefen Block
Die nächste Spielsequenz zeigt, wie kollektiver Druck zu einem Konter führt. Hervorzuheben ist, dass die Flügelspieler von Madrid in der tiefen Abwehrformation eine bestimmte Aufgabe hatten, die Mourinho im Anschluss näher erläuterte.
"Gegen eine Mannschaft, die mit einer Dreierkette spielt und deren Außenverteidiger so weit nach vorne rücken, ist es für die Flügelspieler nicht", sagte er. "Die Arbeit von [Vinícius Júnior] und Brahim [Díaz] war sehr gut: Sie sind nach innen gezogen, damit die Außenverteidiger außen Druck ausüben konnten."
Die Offensivkraft maximieren
In den letzten 30 Minuten waren die Offensivspieler von Madrid häufiger weiter vorne zu sehen, um bei Kontern freie Räume auszunutzen. Dies lässt sich am Beispiel der Position von Vinícius Júnior in der obigen Grafik sowie im abschließenden Video erkennen.
Madrid ist nicht die einzige Mannschaft, die so vorgeht, und die Experten der UEFA stellten fest, dass Paris Saint-Germain in der vergangenen Saison bei Liverpool einen ähnlichen Ansatz verfolgte, als – wie Luis Enrique es formulierte – "wir jederzeit einen Konter starten und das Spiel entscheiden können".
Angreifer im vorderen Bereich stehen zu lassen, ist eine Abwägung zwischen Vorteil und Risiko – das Video zeigt die Vorteile, als Madrid mit einem 4-gegen-3-Konter in die Hälfte von Inter vorstößt.
Reflexion zum Training: Vorbereitung auf eine Bedrohung wie die von Madrid
Wie sollten Trainer vorgehen, wenn sie auf eine Mannschaft treffen, die bei Kontern sehr gefährlich sind? Der Technische Beobachter der UEFA, Ole Gunnar Solskjær, gibt folgende Empfehlungen:
• Gute Restverteidigung und Reaktionsfähigkeit; in jeder Phase und in jeder Situation im Voraus auf diese Ballverluste vorbereitet sein.
• Den Ball halten und von einer Seite zur anderen spielen sowie um eure Gegner herum. Geht nicht zu früh Risiken ein, sei es durch das dicht gestaffelte Mittelfeld oder in der Nähe eures eigenen Tores.