Die Qualifikations-Play-offs der Champions League: Worauf ihr achten solltet
Samstag, 15. August 2026
Artikel-Zusammenfassung
In den Play-offs geht es um die letzten Plätze in der Ligaphase der UEFA Champions League 2026/27.
Top-Medien-Inhalte des Artikels
Artikel-Aufbau
In den Play-offs geht es um die letzten sieben Plätze in der Ligaphase der UEFA Champions League 2026/27.
Wir stellen euch die einzelnen Begegnungen vor.
Die Play-offs
Hinspiele
Dienstag, 18. August
Levski Sofia - AEK Athen
GNK Dinamo - Viking
Fenerbahçe - Lyon
Mittwoch, 19. August
Hapoel Beer-Sheva - Sabah
Celtic - LASK
Slovan Bratislava - Celje
N.E.C. - Bodø/Glimt
Rückspiele
Dienstag, 25. August
Sabah - Hapoel Beer-Sheva (18:45)
LASK - Celtic
Bodø/Glimt - N.E.C.
Mittwoch, 26. August
AEK Athen - Levski Sofia
Viking - GNK Dinamo
Celje - Slovan Bratislava
Lyon - Fenerbahçe
Alle Anstoßzeiten 21 Uhr MEZ, wenn nicht anders angegeben
Nachdem sie sich zuletzt 2008 bzw. 2019 qualifiziert hatten, ist der Hunger von Fenerbahçe und Lyon auf Champions-League-Fußball groß. Die beiden Teams trafen in den 2000er Jahren viermal in der Hauptrunde dieses Wettbewerbs aufeinander – wobei Lyon alle vier Partien gewann –, doch ihre jüngste Begegnung fand in der Europa League statt: ein torloses Unentschieden in der Ligaphase im Januar 2025.
Fenerbahçe setzte sich auf dem Weg in die Play-offs gegen den polnischen Klub Górnik Zabrze und Sturm Graz aus Österreich durch, während Lyon, das in der dritten Qualifikationsrunde eingestiegen war, gegen Sparta Praha das bessere Ende für sich hatte.
Um sich erstmals seit 2006 für die Hauptrunde der Champions League zu qualifizieren, muss Levski Sofia seine Bilanz in europäischen Play-offs verbessern. Die bulgarische Mannschaft war sowohl 2023 als auch 2025 in der letzten Qualifikationsrunde zur UEFA Conference League gescheitert.
Marko Nikolićs erste Saison als Trainer von AEK verlief hingegen herausragend: Das Team gewann die griechische Meisterschaft und erreichte das Viertelfinale der Conference League, wo man knapp mit 3:4 nach Hin- und Rückspiel gegen den späteren Finalisten Rayo Vallecano ausschied. Beide Mannschaften können also auf reichlich aktuelle Erfahrung im Europapokal zurückgreifen.
Sich knapp gegen Bodø/Glimt durchzusetzen und damit den ersten norwegischen Meistertitel seit 34 Jahren zu holen, war für Viking ein besonderer Triumph. Die Rückkehr in diesen Wettbewerb ist für Trainer Bjarte Lunde Aarsheim von besonderer Bedeutung; er verbrachte mehr als ein Jahrzehnt als Spieler bei dem Klub.
Mit GNK Dinamo treffen die Norweger nun allerdings auf einen Klub, der mit solchen Anlässen bestens vertraut ist. Der kroatische Meister ist bereits zum 21. Mal in Folge auf europäischer Bühne vertreten.
Wie funktioniert die Play-off-Runde?
An der Play-off-Runde nehmen 14 Teams teil: zehn aus dem Meisterweg (vier steigen in dieser Runde ein, zusammen mit den sechs Siegern der dritten Qualifikationsrunde) und vier aus dem Ligaweg (die vier Sieger der dritten Qualifikationsrunde).
Die Sieger der jeweiligen Duelle ziehen in die Ligaphase der Champions League ein, während die unterlegenen Mannschaften in die Ligaphase der UEFA Europa League wechseln.
Der Umschwung bei den Bhoys, nachdem Martin O’Neill im Januar das Ruder übernommen hatte, war erstaunlich und gipfelte im Gewinn des Doubles aus Meisterschaft und Pokal. Allerdings erwies sich die Champions-League-Qualifikation in den letzten Jahren als Achillesferse des Vereins, und der österreichische Meister wird hochmotiviert sein, den erstmaligen Einzug in die Gruppen- bzw. Ligaphase zu schaffen.
Miguel Freckleton, der im Sommer zum LASK stieß, gehörte in der vergangenen Saison zum Team von St Mirren, das Celtic im Finale des schottischen Ligapokals besiegte – wird er ihnen erneut das Leben schwer machen?
Wie viele Vereine haben im Europapokal in den vergangenen fünf Jahren immer die K.o.-Phase erreicht? Nicht viele – und sicherlich ist es nur dem norwegischen Klub Bodø/Glimt gelungen, dies zu schaffen und dabei trotzdem seinen Status als Außenseiter zu wahren. Doch diesmal gehen sie als Favorit in das Duell mit N.E.C., einer Mannschaft, die noch nie zuvor in der Champions-League-Gruppenphase vertreten war.
Die Niederländer, die auf prominente Spieler wie Dušan Tadić und Emre Mor zählen können, haben zuletzt gegen Olympiakos für eine Überraschung gesorgt und streben nun den nächsten Coup an. Bodø/Glimt selbst setzte sich in der vorangegangenen Runde nur mit viel Glück gegen Union SG durch.
"Während meiner ersten Zeit im Verein waren wir auf europäischer Ebene nicht konkurrenzfähig, doch mittlerweile ist das zur Normalität geworden und man sieht ja, wo wir jetzt stehen!", sagt Benjamin Verbič, der diesen Sommer nach elf Jahren zu seinem Jugendverein Celje zurückgekehrt ist. Ironischerweise erzielte der 32-Jährige das Tor, das den Einzug in die Play-offs und damit mindestens die Teilnahme an der Europa League sicherte.
Natürlich strebt die Mannschaft, die zuletzt zwei Spielzeiten in Folge in der UEFA Conference League angetreten ist, nach mehr; doch gegen Slovan Bratislava, einen Gegner, gegen den man vor zwei Jahren nach Hin- und Rückspiel mit insgesamt 1:6 den Kürzeren zog, steht dem Team eine schwere Aufgabe bevor. Zudem kann sich der slowakische Meister auf die Erfahrung eines bekannten Trainers stützen: Yaya Touré, Champions-League-Sieger von 2009.
Eines dieser beiden Teams wird definitiv sein Champions-League-Debüt feiern, da keines der beiden Teams zuvor in der Gruppen- oder Ligaphase vertreten war. Der aserbaidschanische Meister Sabah wurde erst vor neun Jahren gegründet; der Klub aus Masazir, einem Vorort von Baku, erreichte die Play-offs durch vier Treffer in der zweiten Hälfte gegen Aarhus.
Auch Hapoel Be’er Scheva überzeugte und setzte sich nach Hin- und Rückspiel mit insgesamt 3:0 gegen den ehemaligen Europapokalsieger Crvena Zvezda (Roter Stern Belgrad) durch. Das Hinspiel findet im rumänischen Bukarest statt.