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Mikel Arteta im Interview über seine Liebe zu Arsenal und seine Freundschaft mit Luis Enrique

"Es hat mein Leben zum Besseren verändert", sagt Mikel Arteta im Vorfeld des Champions-League-Finales gegen Paris Saint-Germain über seine Zeit bei Arsenal.

Mikel Arteta steht vor seinem ersten Finale in der UEFA Champions League
Mikel Arteta steht vor seinem ersten Finale in der UEFA Champions League UEFA via Getty Images

Nach sieben Jahren voller verpasster Chancen und ständiger Weiterentwicklungen ist Mikel Artetas Arsenal-Mannschaft nun Premier-League-Champion – und nur noch einen Sieg davon entfernt, ein unvergessliches Double zu vollenden, wenn am 30. Mai in Budapest im Finale auf Paris Saint-Germain trifft.

Aktuelle Infos: Paris - Arsenal

Nach drei Vizemeisterschaften in Folge haben die Gunners Manchester City schließlich vom ersten Platz verdrängt und damit im Norden Londons für ausgelassene Jubelszenen gesorgt. Ihre Saison ist jedoch noch lange nicht vorbei, denn nun versuchen sie, als erst dritte Mannschaft überhaupt sowohl die Premier League als auch die Champions League in einer Saison zu gewinnen (nach Manchester United in den Spielzeiten 1998/99 und 2007/08 sowie Manchester City in der Saison 2022/23).

Im Gespräch mit der UEFA im Vorfeld des Endspiels in Ungarn blickt Arteta zunächst auf den knappen Sieg seiner Mannschaft im Halbfinal-Rückspiel gegen Atlético Madrid zurück und fasst das Ereignis mit einem Wort zusammen: "Wunderschön. Ich denke, die Vorbereitungen, der ganze Tag … Es war etwas Besonderes, es war einzigartig."

"Von dem Moment an, als wir mit dem Bus vorfuhren und all unsere Fans vor dem Stadion warteten, haben sie wirklich etwas Besonderes geschaffen, etwas, das wir in diesem Stadion so noch nie erlebt hatten. Und dann diese Leistung zu zeigen, dieses Ergebnis zu erzielen – und schließlich wieder das Champions-League-Finale zu erreichen – das war ein Moment, auf den wir alle schon so lange gewartet hatten. Es war einfach großartig."

"Man merkt, was das für die Menschen bedeutet. Wenn man ihnen in die Augen sieht, spürt man sofort etwas … etwas ganz anderes. Und dann war da dieses Gefühl von Glück und auch von Erleichterung, denn letztes Jahr standen wir im Halbfinale gegen Paris und haben es nicht ins Finale geschafft, und jetzt kommen wir unserem Ziel einen Schritt näher – was für ein Moment!"

Arteta hat eine besondere Bindung zu seiner Mannschaft aufgebaut, und es ist offensichtlich, wie viel es ihm bedeutet, dass sie es bis ins Finale geschafft haben. "Ich bin unglaublich stolz", sagt er. "Und man sieht nur einen Teil davon – nämlich das, was sie auf dem Platz leisten, wie sie spielen und was sie als Spieler und als Mannschaft ausstrahlen –, was einfach unglaublich ist."

"Diese Mannschaft ist einfach eine wahre Freude. Der Zusammenhalt, die Einheit, die Liebe und der Respekt, den sie einander entgegenbringen. Die Verbundenheit, die sie mit dem gesamten Stab, dem Verein und den Fans haben. Die Momente, die wir gemeinsam erleben, der Spaß und die Freude, die wir miteinander teilen – das ist etwas ganz Besonderes."

Der baskische Trainer verbrachte die letzten fünf Spielzeiten seiner aktiven Karriere bei Arsenal, sodass er insgesamt auf fast zwölf Jahre beim Verein zurückblicken kann. "Ich bin verliebt", gibt er zu, als er gefragt wird, wie er seine Beziehung zu den Gunners zusammenfassen würde. "Ich glaube, die Menschen, die Spieler, die Fans und die Mitarbeiter sind einfach ein Teil von mir."

"Es hat mein Leben zum Besseren verändert. Es hat mir auf jeder Ebene eine menschliche Erfahrung beschert, die ich mir nie hätte vorstellen können. Es ist eine Inspiration und zugleich eine Herausforderung in meinem Leben, und ich bin so dankbar für die Chance, die mir gegeben wurde, und genieße jede Minute davon."

Mikel Arteta (Mitte) nach dem Gewinn des FA Cups 2013/14 mit Arsenal
Mikel Arteta (Mitte) nach dem Gewinn des FA Cups 2013/14 mit ArsenalArsenal FC via Getty Images

Im Finale stehen Arsenal und Arteta jedoch der Titelverteidiger Paris im Weg, der von Artetas ehemaligem Teamkollegen und Freund Luis Enrique trainiert wird. "[Er ist] jemand ganz Besonderes", sagt Arteta über seinen spanischen Landsmann. "Ich habe ihn kennengelernt, als ich 16 war und bei Barcelona mit der ersten Mannschaft trainierte, und er war jemand, der sich unglaublich um die jungen Nachwuchsspieler kümmerte, sehr unterstützend war und den ich auch bewunderte – in erster Linie als Spieler."

"Wenn man sich seine Karriere ansieht, geht es nicht nur um den Trainer und das, was er taktisch zu bieten hat, sondern auch um ihn als Person, seine Ausstrahlung und die Art, wie er mit vielen Dingen umgeht. Und ich glaube, darin ist er einzigartig. Die Art, wie er seine Botschaft vermittelt, wie überzeugt er von dem ist, was er tut, und dass er – unabhängig von anderen Meinungen – an dem festhält, woran er glaubt – das ist meiner Meinung nach eine Superkraft."

"Er ist ein Kollege, und unsere Beziehung ist geprägt von gegenseitigem Respekt und auch von Bewunderung, denn wir wissen, wie schwer es ist und wie privilegiert wir beide sind, wieder im Finale zu stehen. Aber wenn der Tag gekommen ist, will man natürlich vor allem gewinnen."

Paris - Arsenal: Frühere Begegnungen

Obwohl diese Mannschaften in der vergangenen Saison dreimal gegeneinander antraten, glaubt Arteta nicht, dass diese Spiele einen Einfluss auf das diesjährige Finale haben werden: "Beide Mannschaften haben sich verändert. Es waren drei sehr unterschiedliche Spiele, drei sehr unterschiedliche Phasen innerhalb der Spiele.

Es sind zwei Mannschaften, die in ihrer Spielweise, ihrer Anpassungsfähigkeit und der Intensität, mit der sie spielen, außergewöhnlich sind. Und dann gibt es große individuelle Momente, und wenn man sich die Champions League ansieht, hängt vieles davon ab. Wir wissen also, dass wir unsere beste Leistung zeigen müssen, um zu gewinnen."

Abschließend reflektiert Arteta über die Bedeutung der Teilnahme an einem Champions-League-Finale: "Das ist etwas ganz Großes. Es ist ein riesiges Privileg. Man spürt sofort, welche Wirkung es hat, wenn man das Finale erreicht – wie die Menschen reagieren, dabei zu sein, dorthin gereist zu sein, und welche Anforderungen all das mit sich bringt.

Es ist der außergewöhnlichste Klub-Wettbewerb der Welt. Daran besteht kein Zweifel. Und ich möchte diesen Tag wirklich genießen – und natürlich gewinnen."

Dieses Interview wurde am 14. Mai 2026 geführt

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