In The Zone: Wie Atleti seine Chancen eiskalt nutzte
Donnerstag, 9. April 2026
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Der Technische Beobachter der UEFA, Ole Gunnar Solskjær, lobt die Effizienz von Atlético de Madrid vor dem Tor beim gestrigen Spiel im Camp Nou.
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"Fußball ist wunderbar, weil Effizienz entscheidend ist. Und wir waren extrem effizient." So brachte es Diego Simeone auf den Punkt, als er erklärte, wie sein Atleti-Team am Dienstagabend im Hinspiel des Viertelfinals der Champions League als erste Gastmannschaft im renovierten Camp Nou ein Spiel gewinnen konnte.
Wie die folgende Analyse, präsentiert von FedEx, zeigt, war Atletis Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor der Schlüssel zum Erfolg: Gerade einmal neun Ballkontakte im Strafraum von Barcelona, dazu fünf Abschlüsse – gegenüber 18 der Gastgeber. Nach der 11. Minute kam Atleti sogar nur noch zu zwei Abschlüssen und münzte beide Abschlüsse in Treffer um.
"Durch gutes Teamwork konnten wir die entscheidenden Momente nutzen", ergänzte Simeone. Seine Mannschaft verteidigte tief, geduldig und gewohnt diszipliniert – und lauerte auf Chancen gegen Barcelonas hoch stehende Abwehr. So etwa bei der Szene, die zum Platzverweis von Verteidiger Pau Cubarsí führte und schließlich den Freistoß brachte, den Julián Álvarez kurz vor der Pause zum 1:0 verwandelte.
Álvarez, der nach der Partie zum Spieler des Spiels gekürt wurde, hatte am Vortag im Training "fünf oder sechs" Freistöße geschossen und "keinen getroffen, aber der wichtige war heute dabei", wie er erklärte. Es war sein dritter direkt verwandelter Freistoß in der Königsklasse und bereits sein neunter Treffer in der laufenden Champions-League-Saison – Vereinsrekord bei Atleti.
Der Technische Beobachter der UEFA, Ole Gunnar Solskjær, hob hervor, dass Álvarez den Ball mit dem Spann hart traf, die Mauer überwand und der Schuss weiter anstieg. "Die Art, wie er schießt, ist explosiv", so Solskjær.
Sorløth liebt das Camp Nou
Atletis zweiter Treffer setzte die beeindruckende Serie von Joker Alexander Sorløth gegen Barcelona fort: Es war bereits sein fünftes Tor im Camp Nou und sein siebtes insgesamt gegen die Katalanen. "Ich weiß nicht, ob es an irgendetwas Bestimmten liegt. Am Hotel, an der Stadt, keine Ahnung – aber ich habe hier einfach ein gutes Gefühl und fühle mich gefährlich, sobald ich den Platz betrete", erklärte Sorløth.
Sein Landsmann und selbst ehemaliger Stürmer Solskjær verwies auf den mentalen Faktor: "Ich bin mir sicher, dass Alexander mit dem Gedanken auf den Platz gegangen ist: 'Ich treffe heute.'" Gleichzeitig lobte er Sorløths klassisches Stürmerspiel, das schließlich in seinem wuchtigen Flachschuss mündete.
Mit Blick darauf, wie Sorløth sich gegen Innenverteidiger Gerard Martín behauptet, erklärte Solskjær weiter: "Er lässt den Verteidiger nicht vor sich kommen. Er bringt seinen Körper zwischen Gegner und Ball. Ich sage meinen Stürmern immer: Wenn der Ball leicht hinter dir ist, musst du ihn mit dem näheren Fuß nehmen. Dann hat der Verteidiger keine Chance, an den Ball zu kommen."
"Eine gute Flanke von Matteo [Ruggeri] und maximale Effizienz", lautete Simeones Fazit, der die Kaltschnäuzigkeit seiner Mannschaft wiederholt hervorhob.
Solskjær, selbst ein legendärer Stürmer mit sechs Premier-League-Titeln bei Manchester United und dem entscheidenden Treffer im Champions-League-Finale 1998/99, führte später Molde zu zwei Meisterschaften in Norwegen und erreichte als Trainer von Manchester United das Finale der UEFA Europa League 2020/21.