Fakten: Real Madrid - Stuttgart
Dienstag, 10. September 2024
Artikel-Zusammenfassung
Frühere Begegnungen, Formkurve und mehr vor diesem Spiel in der Ligaphase der UEFA Champions League.
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Real Madrid beginnt die Mission Titelverteidigung mit einem Heimspiel im Santiago Bernabéu gegen Stuttgart, das nach 15 Jahren Abstinenz in die Champions League zurückkehrt.
Madrid sicherte sich am 1. Juni im Wembley-Stadion den 15. Titel in der Königsklasse und möchte nun die Serie fortsetzen, bei jeder Teilnahme die K.-o.-Phase erreicht zu haben.
Für Stuttgart ist es der vierte Auftritt in diesem Wettbewerb. Die vorherigen drei Teilnahmen fanden allesamt zwischen 2002/03 und 2009/10 statt.
Es ist das erste Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften.
Hintergrund
Real Madrid
Bilanz gegen deutsche Mannschaften: 42S 16U 24N, 155:121 Tore
Heimbilanz gegen deutsche Mannschaften: 29S 7U 3N
Dies ist Madrids viertes Champions-League-Spiel in Folge gegen einen deutschen Vertreter. In der letzten Saison besiegten sie die Bayern im Halbfinale mit 4:3 nach Hin- und Rückspiel (2:2 A, 2:1 H) und gewannen anschließend das Finale gegen Borussia Dortmund mit 2:0. Zuvor trafen sie in der Gruppenphase auf Union Berlin (1:0 H, 3:2 A) und im Achtelfinale auf Leipzig (1:0 A, 1:1 H).
Die 2:3-Pleite am 5. Spieltag der Saison 2022/23 in Leipzig ist Reals einzige Niederlage in den letzten 21 Spielen gegen Mannschaften aus der Bundesliga (15S 6U).
Eine 3:4-Niederlage gegen Schalke im Achtelfinal-Rückspiel 2014/15 (5:4 nach Hin- und Rückspiel) ist Madrids einzige Heimniederlage in den letzten 23 Partien gegen deutsche Vertreter (17S 5U).
2023/24 gewannen die Spanier zum 15. Mal die Königsklasse – und zum neunten Mal die Champions League, beides Rekordzahlen für diesen Wettbewerb. Tore von Dani Carvajal und Vinícius Júnior in den letzten 16 Minuten sicherten den Sieg gegen Dortmund am 1. Juni im Wembley-Stadion. Vinícius Júnior sicherte sich mit seinem Treffer einen weiteren Eintrag in die Geschichtsbücher, denn er wurde der erste Brasilianer, der in zwei Endspielen in der Königsklasse erfolgreich war.
In der vergangenen Saison besiegte das Team von Carlo Ancelotti Union Berlin am 1. Spieltag durch einen späten Treffer von Bellingham. Danach folgten je zwei Siege gegen Napoli (3:2 A, 4:2 H) und Braga (2:1 A, 3:0 H). Durch den 3:2-Last-Minute-Erfolg am letzten Spieltag bei Union gelang den Königlichen die perfekte Gruppenphase – wie schon in den Spielzeiten 2011/12 und 2014/15.
Im Achtelfinale setzten sich die Königlichen gegen Leipzig durch. Einem 1:0-Auswärtssieg in Deutschland folgte ein 1:1-Unentschieden zu Hause. Anschließend bezwangen die Spanier Manchester City mit 4:3 nach Elfmeterschießen (3:3 H, 1:1 A). Im Halbfinale gab es einen Erfolg gegen die Bayern. Nach einem 2:2 auswärts gelang im Rückspiel eine bemerkenswerte Aufholjagd. Joselu erzielte in der 88. und 91. Minute die Tore zum 2:1-Heimsieg.
Madrid blieb erstmals in ihrer Geschichte in einer Europapokal-Saison ungeschlagen (9S 4U).
Ancelotti erreichte sein sechstes Champions-League-Finale als Trainer (2003, 2005 und 2007 mit Milan; 2014, 2022 und 2024 mit Real Madrid) und feierte seinen fünften Triumph – jeweils Rekord in diesem Wettbewerb.
Der Italiener wurde im Viertelfinal-Hinspiel gegen Manchester City außerdem der erste Trainer, der bei 200 Champions-League-Spielen der Seitenlinie stand.
Madrid nimmt 2024/25 zum 29. Mal an der Champions League teil – ein Rekord, den sie sich mit Barcelona teilen. Zuletzt verpassten sie 1996/97 die Teilnahme und erreichten in allen 28 Spielzeiten die K.-o.-Runde.
Die Spanier haben 18 der letzten 27 Europapokal-Heimspiele gewonnen (5U 4N) und 17 der vorangegangenen 23 (4U 2N).
Ancelottis Elf hat in dieser Saison bereits den ersten Titel gewonnen. Tore von Federico Valverde und Kylian Mbappé in der zweiten Halbzeit sicherten den Königlichen am 14. August im UEFA-Superpokal in Warschau einen 2:0-Sieg gegen Atalanta. Es war Madrids sechster Triumph in diesem Wettbewerb – ein neuer Rekord.
Real beendete die La-Liga-Saison 2023/24 mit zehn Punkten Vorsprung vor Barcelona. Es war ihr zweiter Meistertitel in Serie und der 36. insgesamt.
Stuttgart
Bilanz gegen spanische Mannschaften: 3S 4U 8N, 12:22 Tore
Auswärtsbilanz gegen spanische Mannschaften: 1S 2U 5N
Stuttgart traf zuletzt in der Gruppenphase der UEFA Europa League 2010/11 mit Getafe auf einen spanischen Vertreter. Die Schwaben konnten beide Duelle für sich entscheiden (1:0 H, 3:0 A).
Der Heimerfolg gegen Getafe beendete eine zwölf Spiele andauernde Sieglos-Serie gegen spanische Mannschaften (4U 8N), die bis zum ersten Duell zurückreichte – einer 0:1-Heimniederlage gegen Real Sociedad im Viertelfinale des UEFA-Pokals 1988/89.
Stuttgart hat in der Champions League noch nie gegen einen spanischen Vertreter gewonnen und vier der sechs Spiele verloren. Ihre letzte Königsklassen-Teilnahme endete mit einer 0:5-Niederlage nach Hin- und Rückspiel gegen Barcelona im Achtelfinale 2009/10 (1:1 H, 0:4 A).
Dies ist Stuttgarts vierter Auftritt in der Champions League und der erste seit 2009/10.
Bei ihrer letzten Teilnahme vor 15 Spielzeiten wurden die Schwaben Gruppenzweiter hinter Sevilla und erreichten das Achtelfinale, wo sie gegen Titelverteidiger Barcelona ausschieden (1:1 H, 0:4 A).
Stuttgart hat lediglich zwei der elf Auswärtsspiele in der Champions League gewonnen (3U 6N).
Der VfB nahm zuletzt 2013/14 am Europapokal teil. In der dritten Qualifikationsrunde gewannen die Schwaben aufgrund der Auswärtstorregel gegen den bulgarischen Vertreter Botev Plovdiv (1:1 A, 0:0 H), schieden dann aber in den Play-offs gegen Rijeka aus Kroatien aus (1:2 A, 2:2 H).
Sebastian Hoeneß führte Stuttgart in seiner ersten vollen Saison als Cheftrainer, nachdem er im April 2023 übernommen hatte, auf den zweiten Platz in der Bundesliga 2023/24. Am Ende trennten den VfB 17 Punkte von Meister Leverkusen. Es war Stuttgarts beste Platzierung seit dem Gewinn ihres fünften und letzten Meistertitels 2006/07.
Verschiedenes
Antonio Rüdiger durchlief die Jugendabteilung der Stuttgarter und spielte vier Saisons zwischen 2011 und 2015 in der ersten Mannschaft, wo er insgesamt 80 Einsätze absolvierte.
Haben in Deutschland gespielt:
David Alaba (Bayern München 2009–21, Hoffenheim 2010/11 auf Leihbasis)
Jude Bellingham (Borussia Dortmund 2020–23)
Dani Carvajal (Bayer Leverkusen 2012/13)
Jesús Vallejo (Eintracht Frankfurt 2016/17)
Carlo Ancelotti war zwischen 2016 und 2017 Bayern-Trainer und gewann in der Saison 2016/17 die deutsche Meisterschaft. Zu einem Duell mit dem VfB kam es nicht, da die Stuttgarter zu diesem Zeitpunkt in der zweiten Liga vertreten waren.
Haben zusammen gespielt:
Aurélien Tchouaméni & Alexander Nübel (Monaco 2021/22)
Aurélien Tchouaméni & Enzo Millot (Monaco 2020/21)
Jude Bellingham & Dan-Axel Zagadou (Borussia Dortmund 2020–22)
Teamkollegen in der Nationalmannschaft:
Antonio Rüdiger & Maximilian Mittelstädt, Chris Führich, Deniz Undav, Angelo Stiller, Alexander Nübel (Deutschland)
Stuttgarts Ameen Al-Dakhil gab sein Länderspieldebüt an der Seite von Thibaut Courtois beim 1:1-Unentschieden Belgiens gegen Österreich in der Qualifikation zur EURO 2024 am 17. Juni 2023.
Aktuelles
Real Madrid
Madrid ist mit drei Siegen und zwei Unentschieden aus den ersten fünf Spielen in die spanische Liga gestartet. Seit der 1:3-Niederlage bei Atlético de Madrid am 24. September, der einzigen Niederlage in La Liga in der Saison 2023/24, sind die Königlichen nun seit 37 Ligaspielen ungeschlagen.
Am Samstag sorgten Vinícius Júnior und Kylian Mbappé mit ihren Elfmetertoren in der zweiten Halbzeit für einen 2:0-Erfolg bei Real Sociedad, in fünf Ligaspielen dieser Saison verwandelte Real damit vier Elfmeter.
Brahim Díaz traf für Marokko beim 4:1-Heimsieg gegen Gabun am 6. September und beim 1:0-Sieg gegen Lesotho drei Tage später, beides in der Qualifikation für den Afrika-Cup.
Rodrygo erzielte am 6. September den Siegtreffer beim 1:0-Sieg von Brasilien gegen Ecuador in der Qualifikation für die WM 2026.
Díaz musste am Samstag Mitte der ersten Halbzeit wegen Adduktorenproblemen ausgewechselt werden.
David Alaba erlitt im Dezember einen Kreuzbandriss im linken Knie und fällt weiterhin aus.
Eduardo Camavinga zog sich im Training vor dem UEFA-Superpokal eine Knieverletzung zu und wartet in dieser Saison noch auf seinen ersten Einsatz.
Jude Bellingham fällt seit dem 18. August wegen einer Verletzung an der Unterschenkelmuskulatur aus.
Dani Ceballos (verstauchter Knöchel) fällt seit dem 1. September aus; Éder Militão hatte sich im gleichen Spiel eine Muskelverletzung zugezogen, er stand am Samstag wieder 90 Minuten auf dem Platz.
Aurélien Tchouaméni erlitt beim 2:0-Sieg gegen Real Betis am 1. September eine Verletzung am Fuß und hat seitdem nicht mehr gespielt.
Stuttgart
Stuttgart feierte am Samstag seinen ersten Saisonsieg, mit 3:1 bei Borussia Mönchengladbach. Deniz Undav erzielte das erste Tor, ehe Ermedin Demirović nach der Pause zweimal erfolgreich war, er machte damit in den letzten sieben Spielen für Klub und Land fünf Tore.
Die Schwaben waren zuvor mit einem Unentschieden und einer Niederlage in die neue Bundesliga-Saison gestartet.
Trotz des ersten Treffers von Neuzugang Demirović in der zweiten Minute verlor Stuttgart zum Auftakt am 24. August in Freiburg mit 1:3, bevor es eine Woche später gegen Mainz ein 3:3-Unentschieden gab, wobei der Gegentreffer zum 3:3 in der Nachspielzeit fiel. Fabian Rieder, ebenfalls ein Neuzugang, erzielte gegen Mainz sein erstes Tor für seinen neuen Klub.
Am 27. August gewann Stuttgart in der ersten Runde des DFB-Pokals mit 5:0 beim Zweitligisten Münster. Neben Demirović traf auch Neuzugang Nick Woltemade, der sein erstes Tor für den Verein erzielte.
Am 17. August verlor Stuttgart im deutschen Supercup in Leverkusen. Enzo Millot und Undav erzielten die Tore beim 2:2, bevor es eine 3:4-Niederlage im Elfmeterschießen gab.
Am 7. September erzielte Demirović ein Tor bei der 2:5-Niederlage von Bosnien und Herzegowina in der UEFA Nations League gegen die Niederlande.
Am gleichen Tag feierte Angelo Stiller als Einwechselspieler beim 5:0-Sieg von Deutschland gegen Ungarn sein Debüt für die deutsche Nationalmannschaft.
Undav feierte am 10. September beim 2:2-Unentschieden gegen die Niederlande sein Startelfdebüt für Deutschland und erzielte dabei sein erstes Länderspieltor.
Woltemade traf doppelt beim 10:1-Sieg von Deutschland in Estland am 10. September in der Qualifikation für die UEFA-U21-EM 2025.
Anthony Rouault, der sich im Superpokal eine Schulterverletzung zugezogen hatte, feierte am Samstag sein Comeback als Einwechselspieler.
Dan-Axel Zagadou wurde ebenfalls in Mönchengladbach eingewechselt und machte damit sein erstes Spiel seit einer im Februar erlittenen Knieverletzung.
Leonidas Stergiou wartet aufgrund von Rückenproblemen noch auf seinen ersten Einsatz in dieser Saison.
Neuzugang Ameen Al-Dakhil, der sich im Februar als Spieler von Burnley eine Hüftverletzung zugezogen hatte, absolvierte am 10. September erstmals wieder eine individuelle Einheit.
Am 31. August gab Stuttgart bekannt, dass Maximilian Mittelstädt seinen Vertrag bis 2028 verlängert hat. Auch Atakan Karazor (2028) und Thomas Kastanaras (2026) unterzeichneten in der Sommerpause neue Verträge.