Fakten: Bayern - Paris
Freitag, 17. Februar 2023
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Bayern München empfängt im Achtelfinal-Rückspiel der UEFA Champions League Paris Saint-Germain, gegen die sich die Münchner im Hinspiel knapp mit 1:0 durchsetzen konnten.
Beide Teams kennen sich bestens, in den letzten sechs Jahren trafen beide immer wieder aufeinander. Den wichtigsten Erfolg feierten die Bayern im August 2020 in Lissabon, als man Paris im Finale mit 1:0 besiegte und sich damit zum sechsten Mal die Königsklasse sichern konnte. Den entscheidenden Treffer erzielte damals Kingsley Coman, ein gebürtiger Pariser, der selber früher für PSG gespielt hat. Coman schoss auch im Hinspiel in der 53. Minute im Parc des Princes den einzigen Treffer der Partie, die die Bayern mit zehn Mann beenden mussten, weil Benjamin Pavard kurz vor Schluss Gelb-Rot sah.
Ein Jahr nach der Finalniederlage von Lissabon revanchierten sich die Pariser im Viertelfinale und warfen den Titelverteidiger nach zwei extrem engen Spielen aus dem Wettbewerb.
In dieser Saison schafften es die Bayern als erstes Team überhaupt, zum dritten Mal ihre Gruppenphase mit sechs Siegen zu beenden. In Gruppe C lagen die Münchner am Ende acht Punkte vor Inter. Paris blieb in Gruppe H ebenfalls ungeschlagen, musste sich aber hinter Benfica mit Platz 2 zufrieden geben.
Beide Teams verfügen über reichlich K.o.-Runden-Erfahrung, die Bayern stehen zum 15. Mal in den letzten 16 Jahren im Achtelfinale, Paris schaffte zum 11. Mal in Folge den Sprung in die K.o.-Runde.
Bisherige Begegnungen
Paris setzte sich im Viertelfinale 2020/21 dank der Auswärtstorregel durch. Im Hinspiel in München konnten die Franzosen durch Kylian Mbappé und Marquinhos zunächst mit 2:0 in Führung gehen, ehe Eric Maxim Choupo-Moting (37.) und Thomas Müller (60.) für Bayern zum Ausgleich trafen. Den Schlusspunkt einer wilden Partie im Münchner Schneegestöber setzte Mbappé mit seinem zweiten Tor des Abends
Im Rückspiel gewann Bayern dank eines Treffers von Choupo-Moting, doch den Gästen fehlte im Parc des Princes am Ende ein Tor, um die nächste Runde zu erreichen. Da war es für den FCB auch kein Trostpflaster, das nach vier Niederlagen erstmals ein Sieg in Paris zu Buche stand.
Beim Endspiel 2020 im Estádio do SL Benfica in Lissabon am 23. August hatte der ehemalige Pariser Kingsley Coman die Münchner in der 59. Minute zum sechsten Titel in der Königsklasse geköpft. So hatte Paris bei seiner ersten Final-Teilnahme das Nachsehen.
Die Gesamtbilanz bisher: beide Teams haben nach dem Hinspiel je sechs Siege auf dem Konto. Alle acht Partien zwischen den beiden Teams vor dem Finale 2020 hatte es in der Gruppenphase der UEFA Champions League gegeben und bis auf eine Ausnahme hatte dabei immer die Heim-Mannschaft gewonnen.
In der Gruppenphase 2017/18 gewann Paris mit 3:0 im Parc des Princes, wobei Neymar das letzte Tor seiner Mannschaft erzielte. Das Rückspiel ging 3:1 für Bayern aus, Mbappé erzielte das Tor für die Gäste.
Am 26. September 2000 traf der eingewechselte Laurent Leroy in der ersten Gruppenphase in der 90. Minute zum 1:0-Sieg für Paris. Im Rückspiel hatte der FC Bayern das bessere Ende für sich: Hasan Salihamidžić (3.) – jetzt Sportvorstand der Bayern – und der eingewechselte Paulo Sérgio (89.) erzielten die Tore. Bayern holte in der damaligen Saison am Ende zum vierten Mal den Titel.
1997/98 gewannen die Bayern das Hinspiel zu Hause mit 5:1, als Giovane Elber und Carsten Jancker jeweils doppelt trafen; Thomas Helmer erzielte das letzte Tor. Den Ehrentreffer für Paris markierte Marco Simone. Das Rückspiel endete 3:1 für Paris, die Tore schossen Franck Gava (17.), Florian Maurice (73.) und Leroy (75.). Markus Babbel hatte zwischenzeitlich den Ausgleich für Bayern erzielt.
1994/95 gewann Paris beide Spiele. George Weah und Daniel Bravo trafen beim 2:0-Heimsieg und Weah schoss in München das einzige Tor des Spiels.
Hintergrund
Bayern
Bayern nimmt zum 26. Mal an der Gruppenphase der UEFA Champions League teil, nur die Rekordhalter Real Madrid und Barcelona verzeichnen eine Teilnahme mehr, die Münchner sind außerdem zum 15. Mal in Serie dabei.
Der deutsche Rekordmeister, der den sechsten und bislang letzten Europapokaltitel 2020 holte, gewann in dieser Saison zum fünften Mal in Folge seine Gruppe und wurden insgesamt 19 Mal Gruppenerster - nur zweimal weniger als Rekordhalter Barcelona. Seit 2007/08, als man im UEFA-Pokal spielte, erreichte man jedes Mal die K.-o.-Phase und kam seit 2002/03 immer aus der ersten Gruppenphase weiter.
2021/22 gewannen die Bayern zum zweiten Mal alle sechs Gruppenspiele. Man beendete die Gruppe E somit vor Benfica, Barcelona und Dynamo Kyiv. Im Achtelfinale setzte man sich gegen Salzburg durch (1:1 A, 7:1 H), scheiterte dann aber im zweiten Jahr in Folge im Viertelfinale, als man Villarreal unterlag (0:1 A, 1:1 H).
Das letzte Mal, dass Bayern drei Spielzeiten in Folge nicht ins Halbfinale der UEFA Champions League kam, war 2008/09.
Das Team von Julian Nagelsmann wurde 2021/22 zum zehnten Mal in Serie und 32. Mal insgesamt Meister und baute damit den eigenen Rekord weiter aus.
Bayern startete mit einem 2:0-Erfolg bei Inter Mailand in die Königsklasse und legte zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren eine perfekte Gruppenphase ohne Punktverlust hin. Außerdem gab es Siege gegen Barcelona (2:0 zuhause und 3:0 auswärts) sowie Viktoria Plzeň (5:0 zuhause und 4:2 auswärts), den Abschluss markierte ein 2:0 im eigenen Stadion gegen Inter.
Mit der 2:3-Heimpleite gegen Paris im Achtelfinal-Hinspiel 2020/21 endete Bayerns Serie von acht Heimsiegen hintereinander, von den letzten 17 Heimspielen in der UEFA Champions League haben die Münchner nur zwei nicht gewonnen, das Spiel gegen PSG und das Unentschieden letzte Saison gegen Villarreal.
Bilanz der Bayern im Achtelfinale: S14, N4. Gegen Liverpool (2018/19, 0:0 auswärts, 1:3 zuhause) gab es das einzige Aus in den letzten elf Achtelfinal-Auftritten.
Bei der Niederlage gegen Paris in der Saison 2020/21 endete Bayerns Serie von sieben aufeinander folgenden Siegen gegen französische Klubs in K.-o.-Runden. Darunter waren auch drei Endspiele. Sieben von bisher neun Duellen gegen Klubs aus der Ligue 1 in K.-o.-Runden wurden gewonnen.
Bayern hat 11 der letzten 13 Spiele gegen französische Klubs gewonnen (heim und auswärts). Die einzigen Ausnahmen: 0:3 in Paris im September 2017 sowie die Hinspiel-Pleite im Viertelfinale 2020/21.
Bayerns Heimbilanz gegen Teams aus der Ligue 1: S11 U2 N4. Mit der 2:3-Niederlage gegen PSG von 2021 endete eine Serie von vier Heimsiegen in Folge gegen französische Teams, davor waren die Bayern in diesen Duellen vier Mal sieglos geblieben (U2 N2).
Bayern ist in 27 K.o.-Runden-Duellen nur einmal ausgeschieden, wenn man das Hinspiel gewonnen hat, 2010/11 gegen Inter im Achtelfinale der UEFA Champions League (1:0 A, 2:3 H). Dies war das bislang letzte von sechs Malen, dass die Münchner das Hinspiel auswärts mit 1:0 gewonnen hatten, davor war ihnen dieses Kunststück in der Saison 2000/01 gelungen – gegen Manchester United im Viertelfinale (2:1 H) und gegen Real Madrid im Halbfinale (2:1 H). Das bisher letzte Mal setzten sich die Münchner nach einem Hinspielsieg 2020/21 im Achtelfinale gegen Lazio durch (4:1 A, 2:1 H).
Bayerns Europapokal-Bilanz in sechs Elfmeterschießen: S5 N1:
4:3 - Åtvidaberg, 1973/74, erste Runde im Landesmeisterpokal
9:8 - PAOK, 1983/84, zweite Runde im UEFA-Pokal
5:4 - Valencia, 2000/01 Finale der UEFA Champions League
3:1 - Real Madrid, 2011/12, Halbfinale der UEFA Champions League
3:4 - Chelsea, 2011/12 Finale der UEFA Champions League
5:4 - Chelsea, 2013. Duell um den UEFA-Superpokal
Paris
Für Paris ist dies die 15. Saison in der UEFA Champions League (den französischen Rekord hält Lyon mit 16 Teilnahmen) und bereits die elfte in Folge (Lyons Bestmarke liegt bei zwölf Teilnahmen hintereinander zwischen 2000/01 bis 2011/12). In den letzten elf Spielzeiten gelang immer der Einzug in die K.-o.-Runde. Das letzte Aus in der Gruppenphase hatte es 2004/05 gegeben.
In der Saison 2021/22 - damals noch unter Mauricio Pochettino - wurde Paris in der Gruppe A Zweiter hinter Manchester City (11 Punkte aus 6 Spielen). Im Achtelfinale gewann PSG das Hinspiel im eigenen Stadion gegen Real Madrid mit 1:0 und war nach einem Treffer von Mbappé im Rückspiel auf Kurs, zum dritten Mal in Folge das Viertelfinale zu erreichen. Doch dann drehten die Königlichen auf und erzielten drei Tore in der letzten halben Stunde - Paris war ausgeschieden.
Die bisher erfolgreichste Saison in der UEFA Champions League gab es für die Franzosen 2019/20, als man es bis ins Finale schaffte, in Lissabon aber mit 0:1 gegen die Bayern verlor.
Paris feierte 2021/22 zum zehnten Mal die Meisterschaft in der Ligue 1 und stellte damit den 41 Jahre alten, nationalen Rekord von St. Étienne ein. Für PSG war es der achte Meistertitel in den letzten zehn Jahren.
Pochettino wurde im Sommer durch Christophe Galtier ersetzt, der 2020/21 mit LOSC Lille die Meisterschaft gewonnen hatte. Auch mit Nizza konnte er Paris ärgern: Auf dem Weg zum Pokalfinale in der letzten Saison gewann seine Mannschaft im Achtelfinale im Elfmeterschießen gegen die Hauptstädter.
Mit Paris gewann Galtier vier der sechs Spiele in der Gruppe H. Beide Partien gegen Juventus wurden mit 2:1 gewonnen, außerdem gab es gegen Maccabi Haifa ein 3:1 auswärts sowie ein 7:2 zuhause. Gegen Benfica endeten beide Spiele 1:1. Am letzten Spieltag konnten die Portugiesen mit fünf Toren in der letzten halben Stunde gegen Maccabi den Gruppensieg erringen. Wegen der weniger erzielten Auswärtstore rutschte Paris auf Rang zwei ab.
Paris hat 12 seiner letzten 25 Auswärtsspiele in der UEFA Champions League gewonnen (U5 N8), doch der Erfolg in Turin am letzten Spieltag der Gruppenphase war erst der zweite Sieg in den letzten acht Auswärtspartien (U3 N3).
Mit den vier siegen aus der Gruppenphase bringt es PSG auf neun Siege in den letzten 20 Europapokalspielen (U5 N6).
Die Achtelfinal-Bilanz von Paris: 6S, 4N. Letzte Saison gab es gegen Real Madrid das vierte Aus in den letzten sechs Achtelfinal-Duellen
Mit dem Sieg bei den Bayern im Viertelfinale vor zwei Jahren endete für Paris e4ine Serie von drei Niederlagen in Folge in Deutschland; ihre Gesamtbilanz dort: S4 U2 N6.
Die 1:3-Niederlage in München in der Saison 2017/18 beendete die Pariser Serie von sieben ungeschlagenen Spielen gegen deutsche Teams (S5 U2). Seither gab es: S5 U1 N5.
Die Finalniederlage von 2020 gegen die Bayern ist das einzige Mal, das Paris gegen einen Bundesligisten in einer K.o.-Runde ausgeschieden ist. Zuvor gab es fünf Siege gegen Borussia Dortmund (1:2 A, 2:0 H) und Leipzig (3:0 N) in der Saison 2019/20, 2008/09 hatte man sich im UEFA-Pokal in der Runde der letzten 32 gegen Wolfsburg durchgesetzt (2:0 H, 3:1 A) und 2013/14 im Achtelfinale der UEFA Champions League gegen Bayer Leverkusen (4:0 A, 2:1 H), ehe man sich 2020/21 gegen die Bayern behaupten konnte.
Paris hat in K.o.-Runden nur sechs Mal das Hinspiel zuhause verloren und ist daraufhin jedes mal ausgeschieden, zuletzt gegen Manchester City im Halbfinale 2020/21 (1:2 H, 0:2 A). Zwei mal scheiterte man nach einer 0:1-Heimniederlage im Hinspiel; gegen Juventus in der zweiten Runde des UEFA-Pokals 1989/90 (1:2 A) und 1994/95 im Halbfinale der UEFA Champions League gegen den AC Milan (0:2 A).
Die Europapokal-Bilanz der Pariser in Elfmeterschießen: S0 N1:
3:4 - Rangers, 2001/02, dritte Runde im UEFA-Pokal
Verschiedenes
Coman wurde in Paris geboren und spielte ab 2004 in der Jugend des Pariser Klubs. Im Februar 2013 gab er im Alter von 16 Jahren und 250 Tagen sein Debüt in der Profimannschaft gegen Sochaux und ist somit der jüngste Spieler des Klubs. Im Juli 2014 wechselte er nach nur vier Einsätzen bei den Profis von Paris zu Juventus.
Choupo-Moting trug zwischen August 2018 und dem 5. Oktober 2020 das Trikot von Paris. Anschließend unterschrieb er beim FC Bayern. In Frankreich gewann er zwei Meisterschaften und den Coupe de France 2019/20. In 51 Partien markierte er neun Tore. Seinen letzten Auftritt hatte er im Finale gegen Bayern in Lissabon, als er in der Schlussphase eingewechselt wurde.
Renato Sanches war zwischen 2016 und 2019 für den FC Bayern aktiv. In 53 Pflichtspielen gelangen ihm zwei Tore. Er wurde zwei Mal Meister und gewann 2018/19 den DFB-Pokal.
Juan Bernat wechselte 2018 von Bayern nach Paris. Er trug vier Jahre lang das Trikot der Bayern, gewann jedes Mal die Meisterschaft und wurde ein Mal Pokalsieger.
Als Barcelona im Halbfinale 2014/15 gegen Bayern gewann, schoss Neymar ein Tor beim 3:0 in Spanien und zwei Tore beim 2:3 in Deutschland. Müller traf im Rückspiel in München; Neuer spielte ebenfalls für Bayern.
Neymar hat gegen Bayern in der UEFA Champions League schon vier Tore erzielt. Nur gegen Celtic und Paris selbst hat er eine bessere Ausbeute (je 7).
Sergio Ramos verhalf Real Madrid mit einem Doppelpack zu einem 4:0-Auswärtssieg gegen die Bayern im Halbfinal-Rückspiel 2013/14. Von der damaligen Bayern-Mannschaft sind nur noch Müller und Neuer aktiv.
Nagelsmann war Trainer von Leipzig, als der Bundesligist am 18. August 2020 in Lissabon das Halbfinale der UEFA Champions League gegen Paris mit 0:3 verlor.
Haben ebenfalls in Deutschland gespielt:
Nordi Mukiele (Leipzig 2018–22)
Achraf Hakimi (Borussia Dortmund 2018–20, auf Leihbasis)
Nagelsmann war zwischen 2019 und 2021 Trainer von Mukiele bei Leipzig.
Haben ebenfalls in Frankreich gespielt:
Sadio Mané (Metz 2011–12)
Benjamin Pavard (LOSC Lille 2005–16)
Dayot Upamecano (Valenciennes 2013–15)
Mathys Tel (Rennes 2020–22)
Bouna Sarr (Lyon 2005–09, Metz 2009–2015, Marseille 2015–20)
Lucas Hernández wurde in Marseille geboren, hat jedoch nie in Frankreich gespielt. Im Alter von vier Jahren zog er nach Spanien und wurde 2007 mit elf Jahren Teil der Atlético-Jugend.
Haben zusammen gespielt:
Nordi Mukiele & Dayot Upamecano (Leipzig 2018–21)
Teamkollegen in der Nationalmannschaft:
Presnel Kimpembe, Kylian Mbappé & Lucas Hernández, Benjamin Pavard, Dayot Upamecano, Kingsley Coman (Frankreich)
Achraf Hakimi & Noussair Mazraoui (Marokko)
Danilo, Vitinha, Renato Sanches, Nuno Mendes & João Cancelo (Portugal)
Kimmich traf beim 1:1-Remis auswärts in der UEFA Nations League gegen Italien mit Torwart Gianluigi Donnarumma (4. Juni 2022). Er und Müller erzielten zehn Tage später beim 5:2-Heimsieg erneut ein Tor gegen den Keeper der Azzuri.
Lionel Messi führte Argentinien bei der FIFA-WM 2022 als Kapitän zum Triumph im Endspiel gegen Frankreich (mit Upamecano und dem eingewechselten Coman). Messi erzielte beim 3:3-Remis nach Verlängerung einen Doppelpack, sein PSG-Teamkollege Mbappé war dreifacher erfolgreich. Beide Spieler konnten im Elfmeterschießen ihre Versuche verwandeln. Coman scheiterte jedoch und Argentinien behielt mit 4:2 die Oberhand.
Aktuelles
Bayern
Kaderänderungen in der UEFA Champions League
Neu dabei: Daley Blind, João Cancelo, Yann Sommer
Nicht mehr dabei: Benjamin Ballis, Justin Janitzek, Gabriel Marušić, Jakob Thomas Mayer, Marcel Sabitzer
Im Januar holten die Bayern mit dem vereinslosen Blind, der bis Saisonende unterschrieb, Mönchengladbachs Sommer (bis 2025) und João Cancelo, der auf Leihbasis bis Saisonende von Manchester City verpflichtet wurde, drei Neuzugänge. Marcel Sabitzer wechselte unterdessen leihweise bis Saisonende zu Manchester United.
Die Bilanz der Bayern in Pflichtspielen im Jahr 2023 lautet: 6S 3U 1N. Am 26. Februar gewannen sie zu Hause mit 3:0 gegen Union Berlin, am Samstag mit 2:1 in Stuttgart.
Bayern hat damit 100 Tore in Auswärtsspielen gegen Stuttgart erzielt; zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesliga hat ein Klub die Marke von 100 Auswärtstoren bei einer Mannschaft erreicht.
Thomas Müller bereitete am Samstag den Treffer von Eric Maxim Choupo-Moting vor. Damit steht er bei 300 Torbeteiligungen in der Bundesliga (141 Tore, 159 Assists); er ist erst der zweite Spieler seit 2004/05, der diese Marke erreicht, nach seinem früheren Teamkollegen Robert Lewandowski (367 insgesamt; 312 Tore, 55 Assists).
Choupo-Moting hat in seinen letzten 18 Partien für die Bayern 15 Tore erzielt.
Mit seinem Tor gegen Union Berlin wurde Choupo-Moting zum dritten Spieler, der gegen alle 18 aktuellen Bundesligisten getroffen hat, nach Robert Lewandowski und Vedad Ibišević.
Kingsley Coman erzielte fünf Tore in seinen letzten fünf Spieken für Bayern.
Jamal Musiala hat in der laufenden Bundesliga-Saison bereits elf Tore geschossen, so viele wie in den letzten beiden Spielzeiten zusammen. Damit ist er Bayerns bester Torschütze in 2022/23, einen Treffer vor Choupo-Moting.
Die Münchner waren 20 Pflichtspiele in Folge ungeschlagen (16S 4U), ehe sie am 18. Februar in der Bundesliga mit 2:3 bei Borussia Mönchengladbach unterlagen. Bayern musste dabei mehr als 80 Minuten in Unterzahl spielen, nachdem Dayot Upamecano früh vom Platz gestellt worden war.
Dies war die zweite Saisonniederlage für Bayern, nach dem 0:1 bei Augsburg am 17. September; ihre Gesamtbilanz steht ansonsten bei 25S 7U.
Die Mannschaft von Julian Nagelsmann hatte zehn Spiele in Folge gewonnen, bevor sie Anfang 2023 in der Bundesliga dreimal in Folge 1:1-Unentschieden spielte, in Leipzig sowie zu Hause gegen Köln und Frankfurt.
Am 1. Februar erreichten die Bayern mit einem 4:0-Sieg beim Bundesliga-Rivalen Mainz das Viertelfinale des DFB-Pokals. Dort geht es am 4. April zu Hause gegen Freiburg.
Müller absolvierte gegen Union Berlin sein 430. Bundesligaspiel für Bayern und überholte damit Oliver Kahn (429). Lediglich Torhüter Sepp Maier (473) hat noch mehr Bundesligaspiele für Bayern bestritten als Müller (aktuell 431).
Leroy Sané verletzte sich am 27. Februar im Training am Knöchel, wurde aber am Samstag in der zweiten Halbzeit eingewechselt.
Sadio Mané, der nach einer Operation am rechten Wadenbeinköpfchen seit dem 8. November nicht mehr für die Bayern gespielt hatte, feierte gegen Union Berlin sein Comeback als Einwechselspieler. Auch gegen Stuttgart wurde er eingewechselt.
Noussair Mazraoui hat 2023 wegen einer Herzbeutel-Entzündung nach Erkrankung noch kein Spiel bestritten, ist aber am 23. Februar wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.
Manuel Neuer fällt seit dem 9. Dezember wegen eines Unterschenkelbruchs aus.
Lucas Hernández fehlt seit dem 22. November wegen einer Knieverletzung.
Bouna Sarr, der am 13. September am Knie operiert worden war, stand fünf Spiele in Folge im Kader, wurde aber nicht eingewechselt; am Wochenende war er nicht auf Aufgebot.
João Cancelo wurde in die FIFA FIFPRO Weltelf 2022 gewählt, die am 27. Februar bekanntgegeben wurde.
Choupo-Moting verlängerte seinen Vertrag am 3. März bis 2024. Auch Arijon Ibrahimovic (2025), Josip Stanišić (2026) und Sven Ulreich (2024) haben seit November ihre Verträge verlängert.
Coman (sechs Einsätze), Upamecano (fünf), Hernández (einer) und Benjamin Pavard (einer) gehörten allesamt zur französischen Nationalmannschaft, die bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2022 das Finale erreichte. Bei der Niederlage gegen Argentinien im Endspiel verschoss der eingewechselte Coman im Elfmeterschießen.
Paris
Kaderänderungen in der UEFA Champions League
Neu dabei: Ilyes Housni*, Timothée Pembélé
Nicht mehr dabei: Ayman Kari, Keylor Navas, Pablo Sarabia
*B-Liste
Navas wechselte im Januar auf Leihbasis zu Nottingham Forest. Ebenfalls auf die Insel zog es Sarabia, der bei den Wolverhampton Wanderers unterschrieb. Kari wird den Rest der Saison auf Leihbasis in Lorient verbringen.
Am Samstag gab Paris zu Hause gegen Nantes zunächst eine 2:0-Führung aus der Hand, gewann letztendlich aber mit 4:2 und erzielte damit zum dritten Mal in Folge drei oder mehr Treffer. Insgesamt hat Paris dabei elfmal getroffen.
Lionel Messi besorgte per Elfmeter die Führung, es war bereits sein 13. Saisontreffer in der Ligue 1; anschließend folgte ein Eigentor. Nach dem Ausgleich von Nantes besorgte Danilo das 3:2, ehe Kylian Mbappé in der Nachspielzeit den Schlusspunkt setzte.
Dies war Mbappés 201. Tor für Paris, damit zog er an Edinson Cavani vorbei und ist nun alleiniger Rekordtorschütze des Klubs, in seinem 247. Einsatz.
Am 19. Februar beendete Paris eine Serie von drei Niederlagen in Folge mit einem 4:3-Heimsieg gegen LOSC Lille. Mbappé war dabei zweimal erfolgreich, Messi erzielte in der Nachspielzeit per Freistoß den Siegtreffer.
Am 26. Februar feierte Tabellenführer Paris in der Ligue 1 einen 3:0-Erfolg beim Tabellenzweiten, Marseille, zweimal Mbappé und Messi waren die Torschützen.
Messi steht in der laufenden Ligue 1 bei 13 Toren und 12 Assists.
Im Hinspiel gegen Bayern kassierten die Pariser erstmals seit Dezember 2021 eine dritte Niederlage in Folge. Am 8. Februar unterlagen sie im Achtelfinale des französischen Pokals mit 1:2 in Marseille, und am 11. Februar setzte es in der Ligue 1 ein 1:3 in Monaco.
Die Niederlage gegen Bayern war für Paris die erste im eigenen Stadion seit einem 1:2 gegen Manchester City im Halbfinal-Hinspiel der UEFA Champions League am 28. April 2021. Die vorherigen zwölf Pflichtspielniederlagen hatte es allesamt auswärts gegeben.
Paris lag in Monaco bereits nach 18 Minuten mit 0:2 zurück; für die Pariser war es erst das zweite Mal in den letzten elf Spielzeiten der Ligue 1, dass sie innerhalb von 20 Minuten mit zwei Treffern zurücklagen, nach einem 1:3 bei Nantes am 18. Februar 2022.
Die erste Saisonniederlage in allen Wettbewerben mussten die Pariser am 1. Januar hinnehmen, als sie in der Ligue 1 mit 1:3 in Lens unterlagen. Es war die erste Pleite seit dem 0:3 in Monaco in der Ligue 1 am 20. März, womit eine Serie von 32 ungeschlagenen Spielen (25S 7U) endete. Von den folgenden 13 Partien wurden 4 verloren (8S 1U).
Warren Zaïre-Emery wurde beim 3:1-Auswärtssieg gegen Châteauroux am 6. Januar mit 16 Jahren und 304 Tagen zum jüngsten Spieler, der je für Paris in der Startelf stand. Damit brach er den Rekord von Mamadou Sakho (17 Jahre, 1 Tag) aus dem Jahr 2007.
Zaïre-Emery avancierte mit seinem Treffer beim 3:1-Sieg in der Ligue 1 in Montpellier am 1. Februar zum jüngsten Torschützen in der Vereinsgeschichte, er traf auch am 11. Februar in Monaco. Gegen Bayern wurde er mit 16 Jahren und 343 Tagen zum jüngsten Spieler, der in der K.-o.-Runde der UEFA Champions League in der Startelf stand.
Am 23. Januar erzielte Mbappé bei seinem ersten Auftritt als Paris-Kapitän beim 7:0-Auswärtssieg gegen den Sechstligisten Pays de Cassel in der Runde der letzten 32 des französischen Pokals den ersten Fünferpack der Vereinsgeschichte.
Neymar erzielte gegen LOSC das zweite Tor von Paris, musste aber kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit wegen einer Knöchelverletzung vom Platz und hat seitdem nicht mehr gespielt.
Presnel Kimpembe kam am 11. Februar gegen Monaco spät als Einwechselspieler zum Einsatz. Seit dem 13. November war er zuvor wegen einer Achillessehnenverletzung ausgefallen, weswegen er nicht an der WM teilnehmen konnte. In Marseille verletzte er sich erneut, damit ist die Saison für ihn voraussichtlich beendet.
Renato Sanches fällt seit seiner frühen Auswechslung beim 2:1 gegen Toulouse am 4. Februar wegen einer Oberschenkelverletzung aus.
Nordi Mukiele, der ebenfalls an einer Oberschenkelverletzung laborierte, feierte gegen Marseille sein Comeback, sein erster Einsatz seit dem 15. Januar. Am Samstag stand er in der Startelf, ehe er in der zweiten Halbzeit ausgewechselt werden musste.
Achraf Hakimi musste gegen Bayern wegen einer Oberschenkelverletzung vom Platz und hat seitdem nicht mehr gespielt.
Paris-Kapitän Marquinhos fehlte gegen LOSC wegen einer Oberschenkelverletzung, in Marseille stand er allerdings 90 Minuten auf dem Platz. Auch am Samstag stand er in der Startelf, musste in der Schlussphase aber wegen Rückenproblemen ausgewechselt werden.
Am 1. März verstarb der frühere französische Nationalspieler Just Fontaine mit 89 Jahren in Toulouse. Fontaine war Sportdirektor von Paris, als der Klub 1974 erstmals in die Ligue 1 aufstieg. Er hält noch immer den Rekord für die meisten Tore bei einer Weltmeisterschaft, 1958 in Schweden traf er 13 Mal. Vor dem Spiel am Samstag im Parc des Princes gab es eine Schweigeminute.
Messi erzielte beim Sieg Argentiniens bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2022 sieben Tore in ebenso vielen Spielen, unter anderem eines in allen vier Partien der K.-o.-Runde. Zudem bereitete er drei Tore vor. Der Offensivstar wurde mit dem Goldenen Ball als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet.
Zwei seiner sieben WM-Treffer erzielte Messi beim Finalsieg gegen Frankreich, bei denen sein Pariser Teamkollege Mbappé als zweiter Spieler überhaupt einen Dreierpack im Endspiel einer Weltmeisterschaft schaffte. Mbappé wurde mit acht Treffern Torschützenkönig und hat nun insgesamt vier Tore in WM-Endspielen erzielt, mehr als jeder andere Spieler.