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In the Zone: Paris ringt Leipzig nieder

Die Technischen Beobachter der UEFA haben den 3:2-Sieg von Paris gegen Leipzig genau unter die Lupe genommen.

Paris fought back to beat Leipzig 3-2
Paris fought back to beat Leipzig 3-2

Paris Saint-Germain konnte sich beim 3:2-Erfolg über Leipzig am 3. Spieltag auf Kylian Mbappé und Lionel Messi verlassen. Durch den Dreier belegt Paris zur Halbzeit der Gruppe A die Tabellenspitze, Leipzig ist mit null Punkten das Schlusslicht. Allerdings zeigt ein Bericht der Technischen Beobachter der UEFA, dass Leipzig dem französischen Star-Ensemble durchaus Probleme bereitet hat.

Tore

Highlights: Paris - Leipzig 3:2
Highlights: Paris - Leipzig 3:2

1:0: Kylian Mbappé (9.)
Nach Ballgewinn am eigenen Strafraum setzte Paris zum Konter an, bei dem Mbappé von Julian Draxler bedient wurde. Von der linken Seite machte sich Mbappé auf den Weg in den Strafraum und markierte mit einem platzierten Flachschuss den Führungstreffer.

1:1: André Silva (28.)
Der Portugiese eroberte den Ball in der eigenen Hälfte, anschließend wanderte der Ball über Christopher Nkunku zu Angeliño, der eine Flanke zum langen Pfosten. Inzwischen war Silva dort hingesprintet und markierte sein erstes Champions-League-Tor seit viereinhalb Jahren.

1:2: Nordi Mukiele (57.)
Auch vor diesem Tor wechselte Leipzig gut die Seite und brachte Angeliño auf links ins Spiel. Dessen Hereingabe fand Mukiele, der aus fünf Metern volley vollendete.

2:2: Lionel Messi (67.)
Achraf Hakimi hatte Tyler Adams unter Druck gesetzt und so kam Mbappé an den Ball. Nach seinem Querpass versuchte es Messi direkt und scheiterte zwar zunächst am Pfosten, doch den Abpraller konnte er mühelos über die Linie drücken.

3:2: Lionel Messi (74.)
Klassischer Panenka: Der Argentinier blieb beim Elfmeter ganz cool und verwandelte mit einem frechen Chip in die Mitte, nachdem Mbappé den Strafstoß herausgeholt hatte.

Bester Spieler

Die Auszeichnung UEFA Champions League Spieler des Spiels ging an Mbappé. Er war schnell, zweikampfstark und suchte immer den direkten Weg zum Tor. Leipzig bekam ihn zu keiner Zeit in den Griff. Von der französischen Zeitung L'Èquipe gab es das Prädikat "omnipräsent".

Auffällig

Paris setzte oft auf Konter. Die Elf von Mauricio Pochettino ging ungefähr auf Höhe der Mittellinie ins Pressing und versuchte, nach Ballgewinn die Sturmreihe gegen Leipzigs Dreierkette ins Laufen zu bringen.

Leipzig hatte gute Phasen und zeigte Qualitäten wie Schnelligkeit und Anpassungsfähigkeit, außerdem hatte man technisch starke Spieler in allen Positionen und eine klare Identität. Immer wieder versuchte Leipzig, das Spiel breit zu machen und über die Flügel Flanken hereinzuschlagen.

Schwächen offenbarte Leipzig in Punkto Balance beim Spiel gegen den Ball während der Konter von Paris.

Team-Formationen

Paris lief im 1-4-3-3 auf
Paris lief im 1-4-3-3 aufUEFA

Paris agierte in einem 1-4-3-3. Im Spiel gegen den Ball war Verratti (6) ein Schlüsselspieler, der mit Disziplin und Lauffreude den Aufbau der Leipziger störte. Bei Ballbesitz ließ sich Hakimi (2) ins Offensivspiel mit einbinden und Messi (30) rückte nach innen, um dort seine bekannten Qualitäten einzusetzen.

Leipzig spielte in einem 1-3-5-2
Leipzig spielte in einem 1-3-5-2

Leipzig probierte es in einem 1-3-5-2, das oft wie ein 1-3-1-4-2 wirkte. Beim Spielaufbau ging es oft über Adams (14), aber auch Amadou Haidara (8) und Konrad Laimer (27) waren als Achter sehr involviert. Die beiden Angreifer waren defensiv sehr fleißig.

Trainerstimmen

Mauricio Pochettino, Paris: "Leipzigs Mittelfeldspieler haben viel Druck auf Verratti gemacht, damit er sein Passspiel nicht aufziehen konnte. Wir haben gut begonnen, aber dann haben wir etwas nachgelassen. Unser Stellungsspiel in der Mitte war nicht optimal und wir haben die Räume im Mittelfeld zu offen gelassen. Dazu kamen viele einfache Fehler und Ballverluste. Leipzig hat mit viel Energie und Aggressivität gespielt. Aber wir haben Charakter gezeigt und die Partie gedreht, das stimmt mich sehr zufrieden."

Jesse Marsch, Leipzig: "Wir haben gut gespielt und hatten die meiste Zeit auch die Kontrolle über die Partie. Nach der Führung waren wir in einer guten Position, haben aber einen schweren Fehler gemacht. Messi und Mbappé brauchen nicht viel Zeit und Platz, um Tore zu erzielen. Aber wir nehmen viele positive Erkenntnisse mit. Wir waren mutig und haben im Spiel gegen den Ball gut agiert. Aber jetzt stehen wir [in der Gruppe] mit dem Rücken zur Wand und es wird schwierig. Wir müssen in den kommenden Spielen weniger Fehler machen."