Endspiel der Champions League: Müller und das "Wort zum Sonntag"

"Wir dürfen die Wichtigkeit dieses Spiels nicht in unsere Köpfe lassen" - Thomas Müller im Interview mit UEFA.com.

Läuft am Sonntag zum vierten Mal in einem #UCLFinal auf: Thomas Müller
Läuft am Sonntag zum vierten Mal in einem #UCLFinal auf: Thomas Müller UEFA via Getty Images

Nur noch ein Sieg und der FC Bayern könnte sich erneut als "Triple-Sieger" bezeichnen. Am Sonntagabend um 21 Uhr MEZ wartet mit Paris Saint-Germain in Lissabon aber eine hohe Hürde.

Thomas Müller erklärt im Interview mit UEFA.com, warum im Finale "alles passieren" kann und warum die Vorbereitung auf das Spiel "nichts Spezielles und trotzdem so speziell" ist.

Thomas Müller über...

... die Handschrift von Hansi Flick

Die Gründe für die Veränderung unserer Spielweise liegen ganz klar beim Trainerteam, hauptsächlich bei Hansi Flick. Er hat vom ersten Tag an, als er im Herbst 2019 interimsweise übernommen hat, sofort gesagt: "Ich will, dass wir das Risiko nehmen und ich will, dass wir vorne mutig draufgehen. Ich will, dass wir keine Angst haben, hinten eine stabile Linie zu haben." Er setzt auch viel auf Kommunikation. Dementsprechend hat die Mannschaft das gut angenommen.

Mir selbst kommt eine klare Struktur entgegen. Vor allem bin ich in diesem Pressingsystem auch aufgewachsen. Hier beim FC Bayern wollen wir immer Dominanz ausstrahlen. Das ging unter Louis van Gaal los, auch unter Pep Guardiola waren wir gegen den Ball sehr dominant. Deswegen fühle ich mich da sehr wohl, vor allem in der Rolle im Zentrum. Ich habe auch persönlich gute Leistung in der ganzen Zeit unter Hansi Flick zeigen können und fühle mich sehr wohl.

... über die Erfahrungswerte früherer Endspiele (2010, 2012, 2013)

Endspiel-Highlights 2013: Bayern - Dortmund 2:1
Endspiel-Highlights 2013: Bayern - Dortmund 2:1

Die Jahre 2012 und 2013 haben mit der aktuellen Situation eigentlich gar nichts zu tun. Es sind ganz andere Mannschaften und andere Voraussetzungen. Der Fußball wandelt sowieso sehr schnell. Was man grundsätzlich aus diesen gesammelten Erfahrungen ziehen kann: In den engen Spielen - und im Fußball sowieso - kann alles passieren.

90 Minuten fühlen sich lang an, aber sie sind doch sehr schnell vorbei. Die Chance, die man jetzt hat, muss man nutzen. Deshalb müssen wir voll da sein. Wir dürfen nicht zögern und dürfen die Wichtigkeit dieses Spiels gar nicht zu sehr in unseren Kopf lassen. Die Anspannung muss man komplett in Freude ummünzen. Das ist mein Wort zum Sonntag.

... die Vorbereitung auf das Spiel gegen Paris

Die beste Vorbereitung ist, wenn man Interviews für die Klubmedien des FC Bayern und für die UEFA machen darf. Da kann man sich alles von der Seele reden und ist komplett fokussiert auf das Spiel. Ansonsten ist es die normale Vorbereitung, die das Team miteinander und das Trainerteam vorgibt. Es ist nichts Spezielles und trotzdem ist es so speziell.