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Madrids Defensive besser als ihr Ruf

Laut Carlos Queiroz verdankt Real seinen Sieg gegen die Bayern vor allem "Konzentration, Disziplin und Entschlossenheit".

Von Andy Hall aus Madrid

Carlos Queiroz, der Trainer von Real Madrid CF, war hocherfreut über den Einzug ins Viertelfinale der UEFA Champions League in seiner ersten Saison im Santiago Bernabéu-Stadion und zog den Hut vor seiner Abwehr, die den FC Bayern München in einer spannenden Achtelfinalbegegnung auf Distanz halten konnte.

Eine Frage der Einstellung
"Wir haben dieses Spiel überstanden, weil die Einstellung unserer Verteidiger hervorragend war", sagte er. "Es war eine schwierige Partie, doch dank unserer Konzentration, Disziplin und Entschlossenheit konnten wir bestehen." Auch ohne den Zauber der fehlenden brasilianischen Stars Ronaldo und Roberto Carlos war Madrid stark genug, um durch ein Tor von Zinedine Zidane in der ersten Halbzeit mit 1:0 zu gewinnen.

Guti trifft beinahe
Die Heimmannschaft hatte in der ersten Hälfte die Überhand. Ohne Unterlass nahmen Raúl González und Santiago Solari das Tor der Bayern unter Beschuss. Die Angriffe waren allerdings noch nicht präzise genug. Guti brachte bereits frühzeitig das Tor von Oliver Kahn mit einem Weitschuss in Gefahr, verfehlte das Gehäuse jedoch denkbar knapp.

Zidane beherrschend
Nach etwas mehr als einer halben Stunde erzielte Zidane das einzige Tor des Spiels: Er stand genau richtig, um abzustauben, nachdem Michel Salgado einen Luftkampf gegen Robert Kovac gewonnen hatte und den Ball quer zum Tor köpfte. Der Franzose war an diesem Abend der eindeutige Star im Bernabéu, er zeigte eine gelungene Kombination aus beindruckenden Einzelaktionen und intelligenten Pässen.

Abwesende Freunde
"Zidane begann das Spiel in einer für ihn ungewohnten Position", erläuterte Queiroz, "doch Solari und Luís Figo haben ihn ausgezeichnet unterstützt. Lassen Sie mich hinzufügen: Es ist nur recht und billig, über jene zu sprechen, die heute Abend gespielt haben, doch auch Ronaldo und Roberto Carlos haben in München ihren Teil beigetragen."

Starker Casillas
Bayern konnte kaum einmal das Mittelfeld schnell überbrücken, vor allem Guti, aber auch der unauffällige David Beckham leisteten hier Schwerstarbeit. Und wenn die Münchner einmal durchkamen, war da ja noch Iker Casillas, der gegen Zé Roberto und Roy Makaay in der ersten Halbzeit großartige Paraden zeigte. In der zweiten Hälfte sorgte dann nur noch der eingewechselte Bastian Schweinsteiger zwei Mal für Gefahr vor dem Real-Tor.

Hitzfeld enttäuscht
Bayerns Trainer Ottmar Hitzfeld zeigte sich frustriert darüber, dass es seine Mannschaft nicht verstanden hatte, die großartige Vorstellung aus dem Hinspiel zu wiederholen: "Wir dachten, dass wir eine Chance hätten, eine Runde weiter zu kommen, aber fairerweise muss man sagen, dass wir hier nicht so gespielt haben wie in München. Madrid hat gut begonnen, doch als wir dachten, dass wir das Spiel im Griff hätten, haben sie leider das 1:0 erzielt, ein Tor an dem unsere Abwehr nicht ganz schuldlos war."

"Kein Glück"
Hitzfeld lamentierte auch, dass Madrid über die zwei Spiele mehr Glück gehabt habe. "Wir hatten zwei oder drei gute Chancen, aber das Glück war nicht auf unserer Seite. Alles Glück lag heute bei Madrid. Vor allem Solari hat aber für Madrid ein sehr gutes Spiel gezeigt." Doch Hitzfeld sah auch Positives: " In den letzten zwei Wochen haben wir uns eindeutig gesteigert. Ich bin mir sicher, dass wir jetzt [SV] Werder Bremen in der Bundesliga noch abfangen können."

Vorweggenommenes Endspiel
Madrid kann sich jetzt auf die Auslosung am Freitag konzentrieren, doch Queiroz war mit den Gedanken noch beim Bayern-Spiel: "Ich möchte den Bayern für ihren exzellenten Fußball gratulieren. Das heutige Spiel wäre es wert gewesen, das Endspiel zu sein."