Undankbarer Gegner für den HSV
Freitag, 28. Juli 2006
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Für Hamburgs Trainer Thomas Doll wird das Duell mit den Spaniern von CA Osasuna eine "schwere Aufgabe".
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In den letzten sechs UEFA Champions League-Endspielen standen sich zwei Mal Klubs aus Deutschland und Spanien gegenüber - und nun kämpft der Europapokalsieger des Jahres 1983, der Hamburger SV, gegen den Debütanten CA Osasuna in der dritten Qualifikationsrunde um den Einzug in die Gruppenphase. Neben dieser Begegnung hat die Auslosung noch eine Reihe weiterer spannender Duelle ergeben. Die Hin- und Rückspiele werden am 8./9. beziehungsweise am 22./23. August ausgetragen.
"Schwere Aufgabe"
Hamburg hat zwar die größere europäische Erfahrung, war aber die letzten sechs Jahre in der Gruppenphase nicht mehr vertreten. Trainer Thomas Doll warnte: "Das ist eine schwere Aufgabe. Osasuna ist eine starke Mannschaft, aber in der letzten Serie haben wir gute Erfahrungen mit spanischen Teams gemacht. Beim letzten Mal haben wir uns gegen Valencia [CF im UEFA Intertoto Cup-Finale 2005] durchgesetzt, dieses Mal werden wir versuchen, das auch gegen Osasuna zu schaffen. Ich bin absolut davon überzeugt, dass die Jungs diese Aufgabe meistern werden." Osasunas neuer Trainer Cuco Ziganda sagte: "Wir wissen alle über die Qualitäten von Hamburg und ihre Geschichte Bescheid. Trotzdem bin ich mir sicher, dass wir einen großen Kampf abliefern werden." Der HSV spielt zuerst zu Hause, bevor dann zwei Wochen später das Rückspiel in Spanien ansteht.
Benfica trifft auf Austria
Zwei weitere Duelle stehen auch vor dem Ende der zweiten Qualifikationsrunde am nächsten Mittwoch schon fest - der Sieger des Jahres 2005, Liverpool FC, trifft auf Maccabi Haifa FC und SL Benfica auf FK Austria Wien. Bei ihrer erfolgreichen Titelverteidigung im Pokal der europäischen Meistervereine 1961/62 starteten die Portugiesen gegen den gleichen Gegner. Benfica-Trainer Fernando Santos erklärte: "Wir müssen Austria Wien sehr ernst nehmen, denn immerhin sind sie österreichischer Meister. Unsere Leute werden am Sonntag in Österreich sein, um sie zu beobachten. Danach werden wir mehr über die Mannschaft wissen." Das Hinspiel findet in Wien statt. Austria-Trainer Frenkie Schinkels meinte: "Wir hatten eine Liste mit den Teams, gegen die wir das Hinspiel gerne zu Hause gehabt hätten. Benfica war nicht darunter. Trotzdem ist das kein Nachteil."
Kuže mit Respekt vor Arsenal
Der letztjährige Finalist Arsenal FC bekommt es entweder mit FK Ekranas aus Litauen oder dem kroatischen Klub NK Dinamo Zagreb zu tun. Das Rückspiel wird die erste Europapokal-Partie im neuen Stadion Ashburton Grove werden. Arsenals Vizepräsident David Dein sagte: "Ideal wäre es gewesen, ein bisschen später einzusteigen. Aber jetzt sind wir nun Mal in der Qualifikation, damit müssen wir umgehen." Dinamo-Trainer Josip Kuže, dessen Team das Hinspiel auswärts in Litauen mit 4:1 gewinnen konnte, räumte ein: "Ich bin absolut unzufrieden. Ich habe nur gehofft, dass wir Arsenal vermeiden können. Und jetzt haben wir ausgerechnet Arsenal bekommen! Meiner Meinung nach sind sie die beste Mannschaft der Welt. Sie haben großartige Individualisten in einem perfekten System. Wir müssen an uns glauben und auf sehr viel Glück sowie andere günstige Umstände hoffen. Dann können wir mit Gottes Hilfe gewinnen."
Debütant Chievo
Der AC Chievo Verona gibt sein Debüt in diesem Wettbewerb entweder gegen PFC Levski Sofia oder den FC Sioni Bolnisi aus Georgien. Trainer Giuseppe Pillon gab zu: "Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht sehr viel über unsere möglichen Gegner. Wir konnten einige europäische Topteams umgehen, aber trotzdem werden wir unsere Einstellung nicht ändern." Levski konnte das Hinspiel gegen Sioni zu Hause mit 2:0 gewinnen. Sportdirektor Nasko Sirakov erklärte: "Eines ist sicher: Levski kann es schaffen."
Sorgen bei Valencia
Der zweimalige Finalist Valencia hat laut Sportdirektor Amedeo Carboni, der bei der Endspielniederlage 2001 gegen den FC Bayern München noch selbst auf dem Platz stand, sowohl vor dem FC Zürich als auch dem FC Salzburg großen Respekt. "Wir dürfen nicht vergessen, dass Zürich Schweizer Meister ist und Salzburg die Mannschaft enorm verstärkt hat. Dazu hat ihr finanzkräftiger Sponsor auch noch das erfahrene Trainer-Duo Lothar Matthäus und Giovanni Trapattoni geholt." Trapattoni, dessen Team in Zürich mit 1:2 unterlag, fügte hinzu: "Ich habe mit [AC] Fiorentina schon gegen Valencia gespielt. In der dritten Qualifikationsrunde gibt es nur noch starke Gegner."